BLKÖ:Winkhler, Karl Angelus

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 56 (1888), ab Seite: 280. (Quelle)
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Winkhler, Karl Angelus (Componist, geb. in Ungarn im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, gest. zu Pesth am 15. December 1845). Bei hervorragendem musicalischen Talente bildete er sich unter guten Meistern zum Musicus und war dann zu Pesth ebenso als tüchtiger Clavierspieler, wie als Lehrer und Compositeur thätig. Die Zahl seiner Werke steigt über 40 und besieht meist aus Compositionen für das Piano, unter denen folgende besonders hervorgehoben werden: „Polonaise brillante pour le pianoforte“ Op. 2; – „Trio für Pianoforte, Violine und Violoncell“ Op. 3; – „Rondeaux brillants pour piano avec accompagn. de quatuor“ Op. 12; – „Grand trio pour piano, flute et alto“ Op. 15; – „Vierhändige Sonate“ Op. 22; – „Allegro espressivo, Scherzo, Adagio e finale pour il pianoforte“ Op. 24; – „Elegia harmonica“ Op. 29; – „Variations brillantes pour piano et orchestre“ Op. 19 und Op. 30; – „Grand rondeau polonais pour orchestre et le quatuor“ Op. 41; – „Sextett für Piano, 2 Violinen, Alt, Cello und Contrabass“ Op. 44. Außerdem schrieb er noch mehrere brillante Rondos, Sonaten zu zwei und vier Händen, Polonaisen, Romanzen u. a. Man rühmt Winkhler’s Compositionen Eleganz, glückliche Ideen und Charakteristik nach. Als Dilettant, wie ihn Gaßner bezeichnet, kann er füglich nicht angesehen werden, da er seine Kunst, die Musik, als Lehrer verwerthete.

Allgemeiner musicalischer Anzeiger. Herausgegeben von I. F. Castelli (Wien, Haslinger, 8°.) 1. Jahrg. 1829, S. 15, 118; II. Jahrg. 1830, S. 37, 117, 146; VI. Jahrg. 1833, S. 98. – Gaßner (F. S. Dr.). [281] Universal-Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Franz Köhler, Lex.-8°.) S. 899. – Neues Universal-Lexikon der Tonkunst. Für Künstler, Kunstfreunde und alle Gebildeten. Angefangen von Dr. Jul. Schladebach, fortgesetzt von Eduard Bernsdorf (Offenbach 1861, Johann André gr. 8°.) Bd. III, S. 883.