BLKÖ:Wolkenstein-Trostburg, Wilhelm II.

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 58 (1889), ab Seite: 70. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
Wilhelm II. Wolkenstein-Trostburg in Wikidata
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Wolkenstein-Trostburg, Wilhelm II.|58|70|}}

37. Wilhelm II. (gest. 1577), ein Sohn Wilhelms I., ersten Freiherrn v. Wolkenstein-Trostburg, aus dessen Ehe mit Anna von Annenberg, war Landeshauptmann von Tirol und von 1539–1561, also durch volle 22 Jahre, Mitglied der Regierung zu Innsbruck. Er that sich zur Zeit des Einfalles des Kurfürsten Moriz von Sachsen in Tirol, 1552, wo dieser bald den Kaiser Karl V. in Innsbruck gefangen genommen hätte, so hervor, daß er sich fortan der besonderen Huld des Kaisers und dessen Bruders, König Ferdinands I., zu erfreuen hatte. Er waltete in schwerer Zeit seines verantwortungsvollen Amtes. Es begannen damals auch schon in Tirol die Stürme der Volksbewegung gegen die Rechte des Adels und der Geistlichkeit. Wilhelm II. vermälte sich zweimal, zuerst mit Anna Bolsch von Zwingenberg, darin mit Benigna von Annenberg, und erhielt von beiden Frauen eine zahlreiche Nachkommenschaft, von welcher Kaspar aus erster und Wilhelm, Marc Sittich und Engelhard Theodorich aus zweiter Ehe die Linie Wolkenstein-Trostburg fortpflanzten. Die Nachkommenschaft Kaspars und Marc Sittichs erlosch bereits in deren Enkeln, jene Wilhelms und Engelhard Theodorichs blüht noch heute in verschiedenen Zweigen. Marc Sittich und Engelhard Theodorich brachten den Namen Wolkenstein zu hohen Ehren, und lebt ihr Andenken in Tirol noch heutigen Tages. –