BLKÖ:Wurmbrand-Stuppach, Melchior der Jüngere, Freiherr

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 58 (1889), ab Seite: 302. (Quelle)
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44. Melchior der Jüngere, Freiherr, ein Sohn des Hieronymus aus dessen Ehe mit Barbara Freiin von Künsberg, lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er ist eine der merkwürdigsten Gestalten seiner Zeit; eine Soldatennatur, kernig, unbeugsam, wie solche eben seine Zeit mit sich brachte. Er war Ritter des deutschen Johanniterordens, schied aber aus demselben, als er in die Dienste Schwedens trat. Dort diente er im dreißigjährigen Kriege zunächst als Feldoberst, dann zum Gouverneur von Donauwörth und Lauingen ernannt, gewann er durch die Tüchtigkeit, die er auf diesem Posten bewährte, die besondere Zufriedenheit seines Königs. Er erwarb allmälig ansehnlichen Grundbesitz, so die Grafschaft Juleta in Schweden, Blomberg im Elsaß und Ottobayern in Schwaben; neuen Ruhm aber durch seine Erfindung lederner Stücke, die er auf seinem Schlosse Juleta [nach Anderen Tolet] in Schweden anbrachte. Melchior war kinderlos geblieben. –