BLKÖ:Záhradnik, Vincenz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Zahradniczek, Joseph
Band: 59 (1890), ab Seite: 96. (Quelle)
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Záhradnik, Vincenz (theologischer Schriftsteller, geb. zu Jungbunzlau in Böhmen am 29. December 1790, gest. zu Klešice am 29., nach Anderen 31. August 1836). Er widmete sich der theologischen Laufbahn, trat nach beendeten Studien und erlangter Priesterweihe in die Seelsorge und wurde, nachdem er mehrere Jahre caplanirt hatte, Pfarrer zu Klešice, wo er im besten Mannesalter, starb. Er gab heraus „Bajky. Dil I“, d. i. Fabeln. I. Theil (Prag 1832, 12°.). Der II. Theil, 1834 censurirt, ist nicht erschienen; dann mehrere Andachts- und Predigtwerke und Jugendschriften in čechischer Sprache, deren Titel Jungmann angibt. Auch verlegte er den seinerzeit sehr beliebten von Jaksch begründeten „Schullehrer-Kalender“. Uebrigens pflegte er nicht nur seine theologischen Wissenschaften, sondern beschäftigte sich auch mit philosophischen Disciplinen, und zwar mit Logik und Psychologie. Nach seinem Tode wurde eine Geldsammlung eingeleitet und ein Theil der daraus gewonnenen Summe zur Unterstützung seiner armen Mutter, der andere zu einer Studentenstiftung verwendet. Ein paar Jahre später kam aus seinem schriftstellerischen Nachlasse die Schrift: „O prišaze“, d. i. Vom Eide (Prag 1839, 12°.) im Druck heraus.

Jungmann (Jos.), Historie literatury české, d. i. Geschichte der čechischen Literatur (Prag 1849, Řiwnáč. 4°.). Zweite von W. W. Tomek besorgte Auflage, S. 655. – Slovník naučný. Redaktoři Dr. Frant. Lad. Rieger a J. Malý, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger und J. Malý (Prag 1872, Kober, Lex.-8°.) Bd. X, S. 215. – Šembera, (Alois Vojtěch), Dějiny řeči a literatury československé. Věk novejší., d. i. Geschichte der čechoslavischen Sprache und Literatur. Neuere Zeit (Wien 1868, gr. 8°.) Seite 308.