aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| Textdaten
|
| <<< |
>>>
|
| Autor: |
Wilhelm Hertz
|
| Illustrator: |
{{{ILLUSTRATOR}}}
|
| Titel: |
Ballade von Edwin
|
| Untertitel: |
|
| aus: |
Gedichte, S. 123f.
|
| Herausgeber: |
|
| Auflage: |
|
| Entstehungsdatum: |
|
| Erscheinungsdatum: |
1859
|
| Verlag: |
Hoffmann und Campe
|
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}}
|
| Erscheinungsort: |
Hamburg
|
| Übersetzer: |
|
| Originaltitel: |
|
| Originalsubtitel: |
|
| Originalherkunft: |
|
| Quelle: |
Google und Scans auf Commons
|
| Kurzbeschreibung: |
|
|
|
|
|
 [[d:{{{WIKIDATA}}}|Datenobjekt bei Wikidata]]
|
| Eintrag in der GND: {{{GND}}}
|
| Bild
|
| De Gedichte (Hertz W) 129.jpg
|
| Bearbeitungsstand
|
| fertig
|
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
|
| Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
|
| Indexseite
|
|
Ballade von Edwin.
Es liegt in Blut und Banden
Der treue Held Edwin;
Die wilden Henker stehen
In finst’rer Scheu um ihn.
5
„O schickt zu meinem König,
Sagt euren Sieg ihm an!
Er zahlt euch reiche Lösung.
Ich war sein treu’ster Mann.“
Dein König zecht im Saale,
10
Deß Grämen ist nicht groß;
Weh’ dir, daß deine Tugend
Sein arges Herz verdroß!
„So schickt zu meinem Bruder,
Dem Wiking kühn und werth!
15
Er zahlt euch reiche Lösung,
Und mehr, als ihr begehrt.“
[124]
Dein Bruder hat gestohlen
Dein Raubschiff schwarz und hehr;
Er fährt mit lust’gen Wimpeln
20
Durch Nordlands düstres Meer.
„So schickt zu meinem Freunde!
So schickt zu meiner Maid!
Sie zahlen reiche Lösung
An Waffen und Geschmeid.“
25
Dein Lieb verträumt dein Leiden,
Du machst ihr kleinen Harm;
Sie athmet süße Gluthen
In deines Freundes Arm.
„So klag ich’s Wind und Wolken,
30
Die sagen’s dem Wodan an,
Wie alle Welt verlassen
Den todeswehen Mann!“
Und Wind und Wolken zogen
Im Dämmergrau dahin.
35
Es starb am Marterpfahle
Der treue Held Edwin.