Beschreibung des Oberamts Urach/Kapitel B 13

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13. Lonsingen,
ein evang. Dorf auf der Alp, 2 St. südlich von Urach mit 300 Einw., Filial von Gächingen. Der große Zehnte gehört dem Staat, der kleine und der Heuzehnte, wofür aber größtentheils ein s. g. Hubengeld bezahlt wird, steht der | Pfarrstelle zu. An den Grundgefällen (168 fl.) hat auch das Spital Urach einen kleinen Antheil.

L. hat eine angenehme Lage und ist einer der fruchtbarsten und wohlhabendsten Alporte. Es hat eine kleine Kirche und ein Schul-Haus. In der Kirche, welche im Jahr 1741 neu gebaut worden, werden jährlich 2 Predigten und alle 14 Tage Kinderlehre gehalten. Neben dem Feldbau wird die Leinenweberey stark betrieben. Die Einwohner haben das Lob des Fleißes und der Sparsamkeit und zeichnen sich durch besondere Frömmigkeit aus, s. S. 54, 57. Von Lonsingen zieht ein angenehmes Wiesenthälchen einerseits nach Bleichstetten, andrerseits gegen Gomadingen hin. Am Anfang desselben, gegen die Lauter hinabziehenden Wiesenthälchens befindet sich der S. 31 bemerkte Hungerbrunnen. Bey dem Orte erhebt sich ein Hügel, der den Namen „Kirchberg“ führt. Der Ort war immer ein Bestandtheil der Grafschaft Urach, und diese Verbindung verdankt derselbe auch mit andern eine Frohnabgabe von 7 fl. für das Heuen und Öhmden in dem großen Brühl und den Hofwiesen zu Urach. Einige Güter kamen 1396 von Betha von Seeburg an Würtemberg. Im dreyßigjährigen Kriege wurde auch L. fast ganz eingeäschert.



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