Buch des Elias

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Titel: Buch des Elias
Untertitel:
aus: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel S. 234–240; Erläuterungen 1279–80
Herausgeber: Paul Rießler
Auflage:
Entstehungsdatum: 3. Jahrhundert n. Chr.
Erscheinungsdatum: 1928
Verlag: Dr. B. Filser
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Erscheinungsort: Augsburg
Übersetzer: Paul Rießler
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
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[234]
16. Buch des Elias

1. Kapitel: Des Elias Himmelsreise
1
Da legte er sich nieder

und schlief im Schatten eines Ginsterstrauches ein.

2
Ein Engel rührt ihn an

und spricht zu ihm:
Steh auf und iß! –

3
Michael, der große Engelsfürst in Israel,

hat auf dem Karmelberg Elias, dem Propheten,
das Ende und das Zeitalter geoffenbart,
das an der Tage Schluß erscheinen wird,
am Ende der vier Reiche,
zur Zeit des vierten Königs, der erstehen wird. –

4
Mich hebt der Geist des Herrn empor

und führt mich nach dem Südteile der Welt.

5
Dort sah ich einen hohen Ort im Feuer lodern;

kein Wesen konnte daselbst eintreten.

6
Dann hob ein Geist mich wiederum empor

und führt’ mich nach dem Ostteile der Welt.

7
Dort sah ich, wie die Steine stetig miteinander kämpften.
8
Dann hob ein Geist mich wiederum empor

und führt’ mich nach dem Westteile der Welt.

9
Dort sah ich, wie die Seelen das Gericht

mit großer Pein erlitten,
nach ihren Werken eine jede. –

10
Und damals offenbarte Michael mir auch das Ende,

das an der Tage Schluß erscheinen wird,
zur Zeit des Königs, der erstehen wird,
mit Namen Hrmlt.

11
Es sagen einige, er heiße Trmila. –

Es sagte Rabbi Simai,
er werde Hakesrat heißen.

12
Rabbi Eleazar sagte,

er heiße Artaxerxes.
Rabbi Simon, Johais Sohn, sagte,
er heiße Hakesra.

13
Richtig ist, was Rabbi Simon sagt,

er heiße Hakesra. –


[235]
2. Kapitel: Der Antichrist
1
Es zieht der letzte Perserkönig gegen das römische Reich

drei Jahre nacheinander,
und schließlich breitet er sich drin zwölf Monate aus.

2
Drei Helden ziehen ihm vom Meer entgegen;

doch fallen sie in seine Hand.

3
Der niedrigste der Könige,

der Sprößling einer Sklavin, Gigit,
zieht ihm vom Meer entgegen.

4
Und dies sind seine Malzeichen,

so, wie ihn Daniel sah:
Sein Angesicht ist lang;
an seinem Vorderkopfe hat er eine Glatze
und ist von hohem Wuchs.

5
Und lang sind seine Füße

und seine Unterschenkel dünn.

6
In jener Zeit reckt er die Hände gegen ein getreues Volk,

erregt in jener Zeit drei Kriege.


3. Kapitel: Sammlung der Exulanten
1
Und alle die Zerstreuten sammeln sich

und ziehen an einen Ort.

2
Sie nehmen Häuser, rauben Äcker,

erschlagen auf der Straße Witfrauen und Waisen.

3
Doch, wenn sie Buße tun,

erhalten sie Verzeihung. –

4
Es wird die Welt am 20. des Marcheswan erzittern;

es bebt der Himmel und die Erde.

5
Es tritt am 20. Kislev ganz Israel

mit Beten und mit Klagerufen
vor seinen Vater in dem Himmel.

6
Es fährt an jenem Tag ein Schwert herab

gerade auf die Heidenvölker,
so, wie es heißt:
„Das Schwert frißt dies wie jenes“.


4. Kapitel: Auszug aus Babel
1
Es zieht die erste Exulantenschar am 20. Nisan

mit 18 000 Männern und mit Weibern fort aus Babel,
und auch nicht einer geht verloren.

2
Am 25. des Tischri geht die zweite Exulantenschar heraus,

die sich am Flusse Sabatjon befindet,
in einer Zahl von 17 000.

[236]
3
Von ihnen finden zwanzig Mann und fünfzehn Frauen den Tod.
4
Am 25. des ersten Monats zieht die dritte Exulantenschar heraus;

sie weinen und beklagen ihre Brüder, die getötet wurden.

5
Sie stimmen 25 Tage in der Wüste ihre Klagen an,

genießen nichts dabei.

6
Sie werden vielmehr nur durch das,

was aus dem Mund des Herrn hervorgekommen,
am Leben bleiben.

7
Bevor die Exulantenschar aus Babel zieht,

gelangt die zweite schon nach Babel;
es heißt ja in der Schrift:
„Sions Tochter, winde dich und kreiße!“ –

8
Am 20. Nisan steigt aus dem Meer ein König auf,

verheert die Welt,
erschüttert sie.

9
Er zieht zum Berg der heiligen Zier,

ihn zu verbrennen.

10
Verflucht sei bei den Weibern seine Mutter!
11
Dies ist das Horn, das Daniel sah.
12
An jenem Tage gibt’s für Israel

bedrängnisvollen Krieg. –


5. Kapitel: Kriege
1
Demetrius, der Sohn des Poripus,

und Anpholipus, der Sohn des Pampus,
sie führen einen zweiten Krieg
mit 100 000 Reitern, 100 000 Fußgängern
und 100 000 Schiffsleuten.

2
Am 20. Elul kommt der Messias;

es ist sein Name Winon.

3
An jenem Tag kommt Gabriel herab

von der dritten bis zur neunten Stunde
und tötet von der Menschheit 92 000 Mann.

4
Am 20. Tebet führt den dritten Krieg

Mks Kirtlos,
und alle die Provinzen sind bei ihm;
es ist dies eine große Schar,
die von der großen Ebene sich bis Joppe
und bis nach Askalon verbreitet.

5
Und der Messias kommt am 20. Schebat;

auch Würgeengel kommen
und töten jene ganze Menge
und lassen niemanden am Leben. –

6
Es spricht in jener Zeit der Heilige zu Abraham:

„Es sinken bis zur untersten der Stufen deine Nachkommen;
es heißt ja in der Schrift:
„Tief drunten aus dem Staube wirst du reden.“

[237]
7
Dann aber steigen über alle Völker sie empor;

es heißt:
„Der Herr, dein Gott,
erhebt dich über alle Erdenvölker“.

8
Dann kommen alle Völker

und werfen sich vor jedem Israeliten nieder
und lecken ihrer Füße Staub;
es heißt ja in der Schrift:
„Und Könige sollen deine Wärter sein“.


6. Kapitel: Der Messias
1
Und der Messias kommt am 20. Adar;

bei ihm sind 30 000 Gerechte;
es heißt: „Gerechtigkeit ist seiner Lenden Gurt“.

2
Wenn dies die Heiden sehen,

dann schwinden sie sofort dahin samt ihren Rossen;
es heißt:
„Das wird die Plage sein,
womit der Herr die Völker alle schlägt“.

3
Es spricht in jener Zeit der Heilige zu den Heiden:

Weh euch, ihr Gottlosen!
Ihr, die ihr an dem Schluß der vier Weltreiche lebt,
ihr werdet alle von der Welt hinweggefegt!

4
Es wird ein Malter Weizen dann neunhundert geben;

desgleichen ist es bei dem Weine und dem Öl;
mit wundervollen Früchten ist dann Baum um Baum behangen;
es heißt ja in der Schrift:
„Ihr Berge Israels,
laßt eure Zweige sprießen!“

5
Und Israel wird essen und wird fröhlich sein

an vierzig Jahre.


7. Kapitel: Der Heiden Niederlage vor Jerusalem
1
Hernach läßt Gott den Gog und Magog

mit allen seinen Kriegerscharen anrücken
und alle Heiden sammeln sich
und scharen sich zum Kampfe um Jerusalem.

2
Da aber zieht der Heilige heran

und streitet wider sie.

3
Auch der Messias kommt;

zu seinem Beistand führt der Heilige Krieg mit ihnen;
es heißt ja in der Schrift:
„Der Herr zieht aus
und streitet gegen jene Völker,
wie einst, als er am Tag des Kampfes stritt“.

4
An jenem Tage beben Berge, zittern Hügel;

es stürzen Mauern ein und Türme.

[238]
5
Und alle Himmelsvögel und der Erde Tiere

versammelt dann der Heilige,
daß sie von ihrem Fleische fressen,
von ihrem Blute trinken;
es heißt ja in der Schrift:
„Im Sommer sind die Raubvögel bei ihnen,
und alle Tiere auf der Erde überwintern drauf“.

6
Und sieben Jahr heizt Israel mit ihren Waffen ein;

es heißt ja in der Schrift:
„Es kommen dann heraus,
die in den Städten Israels gewohnt,
und zünden Feuer an
und heizen mit den Rüstungen an sieben Jahre.“

7
Und ferner lautet es:

„Das Haus von Israel hat dann an ihnen
wohl sieben Monde zu begraben,
um so das Land zu reinigen.“

8
Verwüstet werden diese Städte werden:

Jericho, Beerot, Betchoron, Susin, Malka,
Arad, Salam, Samaria, Bet Migdol,
Tyrus, Bet Chalisut, Lydda, Buz,
Bei Enam, Chamat, Sephar, Adasa,
Antiochien, Alexandrien und Edom.

9
Die israelitischen Städte aber sind von Feuer

und von den Feuerengeln wohl umhegt;
es heißt ja in der Schrift:
„Ich bilde einen Feuerwall um sie,
ein Spruch des Herrn“.


8. Kapitel: Der Jüngste Tag
1
Alsdann beginnt der Jüngste Tag,

der an die vierzig Tage dauert.

2
Da wanken und erbeben Berge und Hügel;

es klagt die Erde über Gottlose und spricht:
„An der und der Stelle schlug der und der
ja den und den tot.“
Es heißt ja in der Schrift:
„Es wird die Erde das von ihr getrunkene Blut enthüllen“. –

3
Elias sprach:

Ich sehe, wie die Toten wiederum Gestalt bekommen;
es werden ihre Staubmassen geformt;
sie werden, wie sie ursprünglich gewesen;
sie loben alsdann Gott;
es heißt ja in der Schrift:
„Erkennet nun, daß ich es bin!“
Und also heißt’s auch bei Ezechiel:
„Ich sah, wie Sehnen an sie kamen.“

[239]
4
Des Dienstes Engel öffnen ihre Gräber

und flößen ihre Seelen ihnen ein
und stellen sie auf ihre Füße.

5
Sie stoßen jeglichen, der durchs Gericht für schuldig ward erfunden,

in einen großen Schacht,
2000 Ellen lang und 50 Ellen breit.

6
Es weiden sich der Frommen Augen an dem Sturze aller derer,

die niemals nach des Heiligen Gesetz begehrt;
es heißt ja in der Schrift:
„Sie gehen hinaus
und schauen die Leichname der Männer an,
die von mir abgefallen waren.“ –


9. Kapitel: Der Frevler Ende
1
Elias sprach:

Ich sehe, wie vom Himmel auf die Gottlosen
das Feuer und der Schwefel strömt;
es heißt ja in der Schrift:
„Und auf die Übeltäter läßt er Feuerkohlen regnen“.

2
Es rückt der Heilige das Heiligtum

in weite Ferne von der ewigen Unterwelt,
daß die Gerechten nicht der Frevler Weheklagen hören
und gar Barmherzigkeit für sie erflehen.

3
Sie werden so,

als wären sie nie gewesen.


10. Kapitel: Das neue Sion
1
Elias sprach:

Ich sehe Abraham, Isaak, Jakob
und alle die Genossen dasitzen.

2
Das Land vor ihnen ist mit allen Leckerbissen angebaut

und jener Baum, den Gott bereitet,
steht in des Gartens Mitte,
so, wie es heißt:
„Am Flusse sollen zu beiden Seiten seines Ufers
viel Bäume mit genießbaren Früchten wachsen;
ihr Laub soll niemals welken,
und ihre Früchte sollen kein Ende nehmen.“

3
Und Schiffe fahren von Engedi bis Eglaim,

beladen mit Besitz und Habe für die Frommen.

4
Elias sprach:

Ich sehe,
wie eine schöne, prächtig große Stadt
vom Himmel kommt;
es heißt ja in der Schrift:
„Jerusalem, du wieder aufgebaut

[240]

wie eine Stadt, die wohl zusammen ist gefügt“,
gebaut und auch vollendet.

5
Es wohnt ihr Volk darin;

sie hat 3000 Türme,
und jeder Turm ist von dem andern 20 Ris entfernt
und zwischen jedem Ris sind 25 000 Ellen
Smaragde, sonstige Edelsteine, Perlen;
es heißt ja: „Deine Zinnen mache ich aus Jaspis.“

6
Elias sprach:

Ich schau der Frommen Wohnungen und Tore,
und ihre Pforten sind aus Edelstein.

7
Die Schatzkammern des Tempels stehen offen;

Gesetz und Frieden herrscht bei ihnen;
es heißt ja in der Schrift:
„All seine Söhne sind des Herren Schüler.“

8
Und ferner lautet es:

„Ein großes Heil erlangen die,
die dein Gesetz gar lieb haben“
und ferner lautet es:
„Wie groß ist deine Güte,
die Güte, die du denen aufsparst, die dich fürchten!“
Zu Ende ist das Buch Elias;
sein sei zum Guten jetzt gedacht!

Erläuterungen

[1279]

16. Zum Buch des Elias

Das Buch des Elias enthält verschiedene Stücke aus verschiedenen Zeitaltern. Den Beginn 1, 1–2 macht eine kurze Notiz aus 1 Kg 19, 5; sie bemerkt zu V 2, daß schon einmal ein Engel mit Elias gesprochen habe. Dann beginnt eine Eliasapokalypse 1, 3. Darin eingeheftet ist der kurze Bericht einer Weltreise, ähnlich der des Henochbuches (1, 4–9); ebenso eine apokalyptische Darstellung der Sassanidenkämpfe gegen Rom (1, 10–5, 5; die Verse 4, 8–12 gehören wieder zur Eliasapokalypse) und eine Abrahamsapokalypse, die Israels Erhöhung und der Heidenwelt Erniedrigung schildert (5, 6–8, 2). Dann kommt die Fortsetzung und der Schluß der Eliasapokalypse. Diese weiß von einer Rückkehr der Toten in die jetzige Welt, einer Bestrafung der Frevler und einer Belohnung der Frommen durch ein paradiesisches Leben. – Laktanz scheint das Buch Elias gekannt zu haben. (M. Buttenwieser, Die hebr. Elias-Apokalypse 1897 Internet Archive).

  • 1: 1 s. 1 Kg 19, 5. 3 Nach dem vierten Reich erscheint das Gottesreich auch bei Dan 7, 7. 19. 26. 4 Eine Weltreise wie bei Henoch 17, 1; 18, 9; 24, 1. 10 Hrmlt ist Hormizd I, der als Prinz in den Römerkriegen seines Vaters Schapur I sich den Beinamen „der Kühne“ erwarb. 11 Trmila eine Variante zu Hrmelt. Die Aussagen der Rabbiner sind eine späte Interpretation, die sich auf den letzten Sassanidenkönig Chosrau Parwez 590–628 n. Chr. bezieht.
  • 2: 1 Der Perserkönig Schapur I 241–272 n. Chr. heißt vom Standpunkt des damals lebenden Verfassers hier der „letzte“. Die drei Jahre beziehen sich auf die Plünderungszüge Schapurs in Syrien, Mesopotamien und Kappadozien von 256–259 n. Chr. 2 Die „drei Helden“ sind Kaiser Valerian und seine Präfekten Kallistus und Makrianus. Ihr Zug endete mit der schmachvollen Gefangennahme Valerians 259 n. Chr. Nach diesem Sieg stürmten die Perser von neuem gegen die römischen Provinzen und drangen tief in Kleinasien ein „er breitet sich zwölf Monate darin aus“ 3 Erst Odhenat von Palmyra nötigte Schapur zum Rückzug. Gigit ist Deckname für den Herrscher von Palmyra; Gigit bedeutet das gleiche, was odhenat „Weinschlauch“. Seine niedrige Herkunft ist auch durch Agathias IV 24 bezeugt. 6 Odhenat zerstörte auf seinem Kriegszug gegen Schapur den uralten Mittelpunkt der babylonischen Juden, Nehardea. Das „getreue Volk“ sind eben die Juden (Lactanz VII 17). Der erste der „drei Kriege“ ist eben der Angriff auf Israel; die zwei andern s. 5, 1. 4.
  • 3: 4 Damals verheerte ein furchtbares Erdbeben besonders Asien. Marchesvan = Okt. bis Nov. 5 Kislev = Nov. bis Dez.
  • 4: 1 Nisan = März bis April. 2 Tischri Sept. bis Okt. 2 Sabatjonfluß. 4 Der erste Monat ist der Marchesvan Okt. bis Nov. 7 Mich 4, 10. 8 Nisan = März bis April. 8–12 gehören zur Eliasapokalypse. Der König aus dem Westen ist Titus. Danach fällt die Abfassung in die Zeit um 70 n. Chr. 9 Der „Berg des hl. Zier“ (Dan 11, 45) ist der Tempelberg Jerusalems. 11 Dan 7, 20; 8, 9.
  • 5: 1 Fortsetzung der Sassanidenkämpfe. Odhenat, Vertreter des Kaisers Gallienus, wurde von den älteren Macrian und Callistus bekämpft; dabei[1280] kamen die kaiserlichen Generäle Domitian (hier in Demetrius verderbt) und Aureolus (hier Anpholipus) dem Odhenat zu Hilfe. 2 Winon mag auf den persischen Gottesnamen Vohu Mano zurückgehen. Der zwanzigste Monatstag s. auch V. 4 als Datum der Schlachten der Endzeit ist ebenfalls persisch. Jeder zwanzigste war nämlich dem Bahram, dem „Genius des Sieges“, dem Kriegsgott der persischen Mythologie, geweiht. 4 Als die Nachricht von der Ermordung der beiden Macriane, Vater und Sohn, in den Orient kam, begann Odhenat die Offensive gegen die Generäle Quietus (hier Mks) und Callistus (Kirtlos) und schlug sie. 6 Eine Abrahamapokalypse. 8 Is 49, 23.
  • 6: 1 Is 11, 5. 2 Zach 14, 12. 4 Paradiesische Fruchtbarkeit.
  • 7: 1 Ez 38, 1 ff. 3 Is 9, 3. 5 Is 18, 6. 6 Ez 39, 9. 7 27, 39, 12. 8 Nach 7. 9 lauter heidnische Städte. Jericho wurde erst unter Hadrian heidnisch. Betchoron seit 536 v. Chr. ein samaritanischer Ort. Beerot, eine benjaminische Stadt (Jos 18, 25 u. a.), wurde erst nach Umwandlung Jerusalems in die römische Kolonie Aelia Capitolina ein heidnischer Ort. Susin = Susitha, Hippos in der Dekapolis. Malka vielleicht die Festung bei Bittir; unter den von Hadrian zerstörten Orten erscheint ein Tur Malka. Arad vielleicht Adora (1 Mak 13, 20; 2 Chr. 1l, 9) im judäischen Bergland, das den Juden seit Hadrian völlig verlorenging. Salam = Kafarsalama (1 Mak 7, 31) östlich von Jaffa. Samaria wurde unter Septimius Severus römische Kolonie. Bet Migdol vielleicht Magdiel nördlich von Dor, das mittelalterl. Castellum Peregrinorum. Bet Chalisut unbekannt. Lydda war noch in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts der Sitz jüdischer Schriftgelehrter; in der zweiten Hälfte wurde es heidnisch. Buz unbekannt. Bet Enam ist das heutige Beit Ainun. Chamat ist Emmaus bei Jerusalem (Luk 24, 13), von Vespasian in eine Militärkolonie verwandelt. Sephar vielleicht Kirjat Sepher (Jos. 15, 15). Adasa nordöstlich von Betchoron, ein samaritanischer Ort. Edom bezeichnet die Stadt Rom. Diese Namen verlegen die Abfassung dieser Abrahamsapokalypse in die Zeit nach 250 n. Chr.
  • 8: 3 Forts. der Eliasapokalypse. Die „Toten“ s. Dan 12, 2 „viele von den im Staube Schlafenden erwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu Schmach und ewigem Abscheu“, Dt 32, 39. Ez 37, 8. 6 Is 66, 24.
  • 9: 1 Ps 11, 6.
  • 10: 2 Ez 47, 12. 3 Ez 47, 10. In Engedi befand sich die Hauptniederlassung der Essener (Plin. Hist. N. V 16). 4 Ps 122, 3. 5 Ris unbekanntes Längenmaß. Is 54, 12. 7 Is 54, 13. 8 Ps 119, 165. Ps 31, 20.

Anmerkungen (Wikisource)

Siehe auch