Chronicon der mecklenburgischen Regenten/Das Vierdte Buch

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Das vierdte Buch.
Das I. Capitel.
Von dem Uhrsprung des Hertzogthums zu Stargardt, und den Herzogen zu Stargardt, und wie das, als die andere Herrschaft, auch weider an das Fürstenthum zu Mecklenburg kommen.[1]

ALs lebet der Löwe wohlgemuth
Von Mecklenburg hat ein Sohn war gut,
Johann[2] dem gab er recht die Farth
Das Land zu Stargard mit feiner art,
Dann er seinen Bruder Herrn Albrecht[3] geben
Mecklenburg zu der Theilung eben,
Die zwene sind erst zum Reiches-Rath
Erkorn zu Prage in Bömscher Stadt,
Johann der hat durch Ritterschaft,
In Franckreich alles mit Kriege behasst,
Von Edward dem König von Engeland was
Erlanget den Stand der Ritter gemäss,
Graff Adolph von Holstein Tochter nam,
Darvan ihm Anna bald kam,
Die nahm Herr Vratisla Hertzog von Bahrt[4]
Herr Johann der nahm ein Frau da zart,
Gebohrn von Lindau hat ihm gezahlt,
Johann Ulrich, Rudolp und balt
Nach der Zeit Herrn Albrecht eben,
Die letzten zween haben ihr Leben
Geistlich zubracht, der erst Schwerin
Der ander zu Corbach tugendsahm schien.

Das II. Capitel.
Von Herzog Johann, Hertzog Johannis Sohn, und Ulrich sein Bruder

DEs ersten Hertzogs Sohn Johann[5]
Seines Vaters Tugend nahm sich an,
Von Pohlen Herr Jagels Tochter zart,
Er nahm Wildheid (Vegetil) ware in Tugend
Da dann zeuget nach der Stund (gelahrt
Johann und Fräuein zwey, machet kund
Seiner Frauen, eher dann der Hoff beschach,
Der Tauff mit Brüdern zwey sie pflag,
So bracht sie zu der Christen Zahnle;
Der Tochter ein gegen Ribbenitz Wahle
Ins Closter nahm, die ander sin
Hertzog Otten getrauet von Stettin,
Von Mähren Maggraff Jost behende
Sein Bottschafft dem Fürsten an die Ende
Schicket, und gab die Marcker bald
Dem Herren regieren unter sein Gewaldt;
Das that er, dann er hat gehort;
Seine Treue und Tugend, abr so er fort
Den Merckern zeigt der Ehren Bahn
Vom Rauben zu kehren zum Frede so han
Die Graffen von Lindau und Quitzauer
Gefangen, er muss sich lösen recht (schlecht,
Mit vieler Schatzunge sein Bruder zart,
Ulrich war nicht heim in die Fart,
Von Ungarn dem Könige Siegmund,
Er reit zu Hofe dieselbige Stund
Und ward geschlagen zu Ritter werth,
Darnach er kam zu Hause und Gerd (begehrt,)
Schwartzeborg Tochter von Stettin,
Davon so zeuget er Heinrich sin,
Beweiset sich gegen Marck dermassen,
Im Streit ungezwacket ihm müssen lassen.

Das III. Capitel.
Von Herrn Johann, Hertzog Johanns Sohn.

JOhann Hertzog[6], Johanns Sohn gantz zart
Im Streit gefangen bald da ward,
Gegen Angermünde geführt die Stund
Und wolt er kommen aus Gefängnis-Bund,
So muss er geben Geldes viel
Darnach so nahm er zu dem Ziel
Ludrut gebohrn von Anhalt klark,
Von Fürsten Albrecht nicht gebahr
Die Fürstin Kind, dann er starb bald,
In Gefängnis ihm sein Bein erkalt,
Dermassen, dass er kam im Todt
Zum Sternberg liegt, genad im Gott!

Das IV. Capitel.
Von Herrn Ulrich Herrn Heinrich Sohn den letzten Stargardlichen Herrn.

HErr Heinrich[7] zeuget bey seinen Tagen
Herr Ulrich[8], hört man heute klagen,
Er war zum Schimpff und Ernst gericht,
Auf Erden ist je beständig nicht,
Er nahm Herr Wilhelm Tochter zart,
Gebohrn von Wenden die letzte Art,
Mit Ihr so hab er Tochter allein,
Der Graff von Pentheim krieg ihr ein
Zu Rehn im Closter Eptisch (Aebtiss,) die an-
Herr Ulrich hat, offt streitbar wander. (der
Mit Marggraff Friedrich und Lüneburg hart,
Hertzog Otten, und Barnim Stettin und Bart,
Er beweiset so sein Fürstlich Hand,
In Wohlfahrt regieret Leut und Land,
Er zog auch zu dem heiligen Grabe
Mit Magnus seinen Vättern liefs nicht abe
Besucht in grosser Einigkeit weit
Den Berg, so Sanct Catharin ausleit,
Liess sich das gar nicht verdriessen,
Wer mag auf Erden sein Ende beschliessen
Durch Tugend und Ritterliche Fart
Der Preis der folgt im Todt ihm zart,
Er hätte möcht leben manchen Tag,
So was ein, da er heimlich pflag,
Der vergönnet den andern des Fürsten Gnade,
Solches kömt noch offt dem Herrn zu Schade,
Er hatte einem andern einen Trunck gericht,
so kam der Herr von ungeschicht,
Er krieg so viel, er liess das Leben
so bärmlich muss der Fürst aufgeben.
Das Land fiel an den Ochsen-Kopff bald,
Als ander Herrschaft wie er zahlt.

Ende des vierdten Buchs.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]