Das Denkmal bei Stolpen

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Denkmal bei Stolpen
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 195
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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218) Das Denkmal bei Stolpen.
Hasche, Magazin Bd. II. S. 364.

In der Nähe der Stadt Stolpen zwischen Lauterbach und Böhlau stand früher auf freiem Felde am Wege ein steinernes, vier Ellen hohes Denkmal, einer sogenannten katholischen Martersäule ähnlich, welches die Inschrift trug: 1584. IAR DAS IST WAR ZWENE OSTERDAG IN EINEN JAR. Diese Worte sollen aber Folgendes bedeutet haben. Bekanntlich ließ Papst Gregor XIII. 1582 den Gregorianischen Kalender einführen, der jedoch nicht sogleich überall angenommen ward. Dies thaten jedoch die beiden Lausitzen im J. 1584. Da nun der Gregorianische Kalender vom Julianischen Kalender um 10 Tage abweicht, so feierten die Einwohner der Lausitz ihr Osterfest eher als ihre Grenznachbarn in Sachsen, und dies schien dem Stolpner Amtsschösser Thomas Treuter so wichtig, daß er jene Worte bei der Erneuerung besagter Martersäule in dieselbe einhauen ließ.