Das verschworene Bergwerk zu Schneeberg

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das verschworene Bergwerk zu Schneeberg
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 416
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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480) Das verschworene Bergwerk zu Schneeberg.
Meltzer a. a. O. S. 923 sq.

Als im Jahre 1478 in dem Mühlberg etliche Fundgruben aufgenommen, ein Stollen darin getrieben und sehr reiches Erz darin getroffen ward, da fuhren die Herren Römer, vermuthlich jener Sebastian, der früher Romner geheißen, und sein Haufe zu und wollten Alles allein haben, nannten es auch die Römerzeche. Nachdem nun aber in dieser Zeche damals ein Kux an die 1200–1400 Gulden gegolten hatte, so geschah es, daß, als der Lehnträger Römer fälschlich geschworen, daß dieser Gang sein sei, das Erz auf dieser Zeche im Anbruch zu Kohlen ward und sowohl hier als auf 10–12 andern Zechen dieses Berges nichts mehr erbrochen ward. Gleich beim Schwur aber im Obergericht zu Zwickau ist das Gewölbe von selbst aufgerissen worden und hat das Glöcklein, womit man sonst die Diener hereinzurufen pflegt, von selbst geklungen. Daher ist das Sprichwort gekommen, welches Herzog Georg von diesem Berge zu sagen pflegte: „der Klößberg ein tauber Berg, der Mühlberg ein verschworner Berg, sehet mir auf den Schickenberg“.