Der Baunscheidtismus

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Textdaten
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Autor: Carl Ernst Bock
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Titel: Der Baunscheidtismus
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aus: Die Gartenlaube, Heft 10, S. 150–152
Herausgeber: Ernst Keil
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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[150]
Der Baunscheidtismus.
Lebensweckerei durch feine Nadelstiche und reizende Oeleinreibungen.


Was ein Mensch, mag er nun eine alte Frau oder ein Schuster, Schäfer, Postsecretär, Drechsler, verkommener Buchhändler u. s. w. sein und vom menschlichen Körper auch nicht das Geringste wissen, was er nur Blödsinniges ersinnen kann, es wird sicherlich, sobald er es gegen eine bestimmte Krankheit oder lieber gleich gegen das ganze Krankheitsheer als heilsam ausposaunt und ausposaunen läßt, sofort von der kranken Menschheit in Gebrauch gezogen. Daß das so ist, ist sehr traurig, aber erklärlich. Nur wenige Menschen kümmern sich ja um die in der Natur herrschenden Gesetze und strotzen deshalb über und über von Aberglauben; je unnatürlicher eine Heilmethode und je mehr dieselbe auf „geheime Kräfte“ gegründet ist, desto mehr glauben jene unwissenden Abergläubischen an die Heilmacht derselben. Manche lassen sogar, wie sie sagen, ihr Leben für die Wirksamkeit dieses oder jenes Heilhokuspokus, denn sie sahen mit eigenen Augen, daß nach dessen Anwendung Besserung oder Heilung eines Kranken erfolgte. Daß aber diese Besserung und Heilung, deren Existenz ja gar nicht bestritten werden soll, nicht in Folge der Anwendung jener Charlatanerie zu Stande kam, sondern ein Werk des so oft besprochenen Natur-Heilungsprocesses ist (s. Gartenl. 1855, Nr. 25), davon wollen sich auch gebildete Menschen, ja sogar Aerzte (besonders die Homöopathen), nicht überzeugen lassen.

„Prüfet Alles und das Beste behaltet“ wird beim Bekanntwerden der unsinnigsten Curarten von den Laien dem Arzte in den Bart geworfen. Gewiß geht Probiren oft über Studiren, aber Etwas, was gegen die Naturgesetze und den gesunden Menschenverstand verstößt, zu prüfen, ist nicht Sache der Wissenschaft und des Verstandes. Deswegen wird sich auch die Heilkunde (die [151] medicinische Wissenschaft) ebensowenig mit der homöopathischen Heilkunst abgeben, wie die Astronomie mit der Astrologie (Sterndeuterei) und die Chemie mit der Alchemie (dem Auffinden des Steins der Weisen und des Lebenselixirs). So ist’s auch gar nicht denkbar, daß ein wissenschaftlich gebildeter Mensch im Ernste darüber Nachforschungen anstellen wird, ob wirklich von 13 Personen, die an einem Tische saßen, eine (besonders die am Spiegel saß) im nächsten Jahre starb, oder ob’s wirklich möglich ist, daß Eier, die von einem weiblichen Wesen gesotten werden, nicht hart zu kochen sind, auch wenn sie noch so lange am Feuer stehen, sobald ein männliches Wesen in der Nähe während dieser Zeit seine Nase umfaßt hält. – Nur ein im tiefsten Aberglauben auferzogener Mensch kann an die Möglichkeit von Curen glauben, wie sie der zum Sanitätsrathe entpuppte Postsecretär Dr. Lutze in Köthen bekannt gemacht hat, der z. B. einem Geistlichen, welcher an Taubheit litt, bei 40 Meilen Entfernung in derselben Stunde das Gehör wieder verschaffte, als er die Kraft seines Willens dahin sandte, und der einen Mann, welcher sich auf der Straße eben den Fuß verrenkt hatte, durch bloßen Zuruf heilte. Daß die Königliche Polizei-Direction in Potsdam in einem Berichte an den Magistrat zu Köthen (vom 18. August 1846) und an die Herzoglich Anhaltische Medicinal-Commission (vom 8. Juli 1850) über diesen Heilkünstler geschrieben hat: „daß, wo derselbe in einzelnen Fällen sich der Heilung bedeutender Uebel öffentlich gerühmt habe und in seinen Schriften noch rühme, das Gegentheil davon bekannt worden sei,“ das thut bei der abergläubischen Menschheit diesem Wunderdoctor freilich keinen Abbruch.

Es gehört ferner ein fast an Wahnsinn grenzender Aberglaube dazu, um die Heilung der verschiedenartigsten Krankheiten aus einem und demselben Topfe voll purgirenden Geheimmittels (z. B. der Frau Müllerin Graf in Schleiz und des Herrn Schuster Lampe in Goslar) für möglich zu halten, und doch giebt es zur Schande des Menschenverstandes noch viele solche Abergläubige. – Kurz, aus der großen Menge zur Zeit und zwar zum Hohne des gesunden Menschenverstandes noch existirender und gesuchter Charlatanerien und Charlatane läßt sich recht deutlich ersehen, auf welch niedriger Stufe von wahrer Bildung das Menschengeschlecht noch steht.

Auch ein Drechsler, Herr Carl Baunscheidt in Endenich bei Bonn, hat, trotzdem derselbe vom menschlichen Körper und von Krankheit ganz und gar nichts versteht, eine neue Heilmethode erfunden, die er nach seinem Namen „Baunscheidtismus“ genannt hat. Sie besteht wesentlich in örtlicher Hautreizung und zwar mittels Anwendung eines von ihm erfundenen Instrumentes, dem er den Namen „Lebenswecker“ gab und in der nachfolgenden, einen Hautausschlag erzeugenden Einreibung eines von ihm präparirten, geheim gehaltenen, reizenden Oeles (Oleum Baunscheidtii, Lebensweckeröl) in die vom Lebenswecker gemachten Nadelstiche. Neuerlich hat dann noch ein Herr Fr. Neumann, der sich Verfertiger und Miterfinder des Instrumentes nennt, den Lebenswecker, wie er sagt, nicht nur wesentlich verbessert, sondern auch ein unentbehrliches Handbuch dazu kurz und verständlich abgefaßt, damit sich Jedermann mit leichter Mühe ohne Arzt selbst belehren und des Instrumentes bedienen kann. Natürlich gewährt, den Erfindern nach, dieses Heilverfahren bei vorkommenden Krankheiten die beste und schnellste Hülfe ohne Gefahr und Schmerz, und „daher sollte auch in jeder Familie, in jedem Hause dieser Heilapparat eben so wenig fehlen, wie eines der unentbehrlichsten Hausgeräthe.“ Selbst da noch, wo bei Krankheiten die angesehensten Aerzte und die gewöhntesten Heilmethoden sich als unwirksam erwiesen hatten, soll das Baunscheidt’sche Heilverfahren noch Heilung bewirkt haben.

Was nun zuvörderst das „ohne Gefahr und Schmerz“ betrifft, so ist dies durchaus nicht immer der Fall, denn die heftige Hautreizung durch die Lebensweckerei hat schon manchmal eine bis zum Brande gesteigerte, also gefährliche Hautentzündung veranlaßt. Auch sind Fälle bekannt worden, wo reizbare Personen in Folge der starken Erregung der Hautnerven (ob durch die Nadelstiche oder die Oeleinreibung, lassen wir dahin gestellt sein) von Krampfzufällen heimgesucht wurden. Also mit der Behauptung: „daß durch die Anwendung des Baunscheidt’schen Heilverfahrens weder gesunden noch kranken Individuen irgend ein Nachtheil zugefügt werden kann,“ damit ist es nichts.

Komisch, aber auch ärgerlich ist ferner das Gebahren des Herrn Drechsler Baunscheidt insofern, als er nicht nur mit den Thalern nicht zufrieden ist, welche ihm sein Instrument, sein Oel und sein in 8 Auflagen erschienenes Buch über den Baunscheidtismus eingebracht haben und noch einbringen, sondern daß er auch sogar noch den frechen Wunsch laut werden ließ, es möge sein Heilverfahren in der Wissenschaft aufgenommen werden. Dieses Unmögliche hoffte er dadurch zu ermöglichen, daß er „im Interesse sowohl der Wissenschaft als seiner Entdeckung“ zu Anfange des Jahres 1861 einen Preis von 200 Ducaten für die beste wissenschaftliche Abhandlung über den Baunscheidtismus aussetzte, und daß in einer im Jahre 1860 projectirten wissenschaftlichen Zeitschrift (für welche man auch merkwürdiger Weise den Unterzeichneten, der doch bis jetzt der Charlatanerie noch nirgends das Wort gesprochen hat, zum Mitarbeiter auserlesen hatte) der Lebensweckerei „das wissenschaftliche Bürgerrecht erworben und somit der wissenschaftlichen Medicin ein wirklicher Dienst erwiesen werden sollte.“ – Die Wissenschaft hat nun aber, wie sich das wohl von selbst verstand, von dem Baunscheidtismus ebenso wenig, wie von der Homöopathie, der Rademacherei u. s. w. bis jetzt Notiz genommen. Nicht wahr? Das ärgert Euch, Ihr Baunscheidtisten, Homöopathen und Rademacherianer?

Wie ärgerlich übrigens dem Herrn Baunscheidt dieses Ignoriren, sowie die Bemerkungen einiger Heilkünstler über die Lebensweckerei sind, läßt sich recht deutlich aus der knotigen Art und Weise erkennen, mit welcher er, der Drechsler, in seinem von Unsinn strotzenden Buche in Sachen der Heilkunst gegen wissenschaftlich gebildete Aerzte auftritt. Ja er bricht in seinem Dünkel sogar in die Worte aus: „Diejenigen Aerzte, welche sich noch als Widersacher dieser Lehre geriren, wünschte ich kennen zu lernen, um Sorge treffen zu können, daß ihr Name der Nachwelt nicht verloren gehe.“ Jedenfalls sind übrigens diese Aerzte besser daran, als diejenigen, welche Herr Baunscheidt in seinem Buche als Anhänger seiner Heilmethode namentlich aufführt und die dadurch bei ihren Collegen recht tüchtig blamirt worden sind. – Auch gegen Aerzte, die sich ein nachgemachtes Instrument anschaffen, wüthet Herr Baunscheidt, und „am allergemeinsten“ sollen sich nach ihm diejenigen Aerzte benehmen, „die sich durch seine Heillehre persönlich sowohl, als ihre Familie in körperlichem Wohlsein zu erhalten befleißigen, während sie ihre Patienten nach wie vor für schweres Geld nach der alten Medicinalia sterben lassen.“

Wie sich Baunscheidt die Wirkung seines Lebensweckers denkt, geht aus folgenden Worten hervor: „Dieses verwegene Instrument ist weiter nichts als eine Zusammenstellung feingespitzter Nadeln, welche dazu bestimmt sind, durch ihre Stiche in die Haut (eine fast schmerzlose Operation) künstliche Poren zu erzeugen, durch welche allen in Folge einer gestörten Hautthätigkeit an den leidenden Stellen des Körpers augehäuften, die Gesundheit tödtenden Krankheitsstoffen ein einfacher und natürlicher Weg zum allmählichen Abzuge (Verflüchtigung) geöffnet wird.“ – Bei dieser mehr als kindischen Ansicht über Krankheit (s. Gartenl. 1859. Nr. 18) wäre es ja am besten, es würden dem Kranken gleich Löcher in die Haut geschnitten, damit die Krankheitsstoffe recht bequem aus dem Körper herausfahren könnten. – Was für Krankheitsstoffe aber schon durch jene feinen Nadelstiche von Herrn Baunscheidt aus kranken Körpern herausgelockt worden sind, geht aus dem Verzeichnisse der Krankheiten (von denen übrigens viele, was Herr Baunscheidt nicht zu wissen scheint, nur Symptome der verschiedenartigsten Krankheiten sind) hervor, bei denen der Baunscheidtismus geholfen haben soll. Es sind unter andern: Akatalepsie, eine Krankheit, die den Menschen unfähig macht, eine Sache zu begreifen oder richtig zu denken; das Instrument wird hier 80 bis 90 Mal an die Rückgratswirbel gesetzt, und am folgenden Tage, Nachmittags gegen 4 Uhr, befreit sich das Nervenleben, es tritt eine erhebliche Stärkung der Verstandeskräfte ein. – Kahlköpfigkeit, wobei der Lebenswecker in zehntägigen Zwischenräumen am Rücken und hinter den Ohren angesetzt wird; der Krankheitsstoff macht dann dem Lebensstoffe Platz. – Finnen im Gesichte werden durch Baunscheidtiren am Rücken und Bauche bald beseitigt. – Gelbsucht wird in der Regel schon mit der ersten Anwendung des Instrumentes am Rücken und in der Lebergegend gehoben. – Gelbes Fieber, diese pestartige Seuche, wird mittel des Lebensweckers ebenfalls schnell und radical geheilt.

Es werden durch den Baunscheidtismus ferner geheilt: Krämpfe aller Art (der Lebenswecker ist „Herr aller Krämpfe“), Schlaflosigkeit, Würmer, Brandmale, Hypochondrie, zurückgetretene Krätze, Husten, Erschlaffung der Leber und Eingeweide, Darmgicht, Wechselfieber, [152] Seekrankheit (durch Baunscheidtisiren der Waden), Nervenfieber und Gehirnentzündung, Geisteskrankheit, Fett- und Fallsucht, Lähmung nach Schlagfluß, Geschwülste (die von der alten Medicin nur durch das Messer entfernt werden können, müssen dem Lebenswecker schmerz- und narbenlos weichen), Cholera, Bräune und Kehlkopfschwindsucht, Auszehrung, Muttervorfall und Pollutionen, Hundswuth und Syphilis, Kothbrechen und schwarzer Staar etc. etc. – Man braucht wahrlich nicht Arzt zu sein, um schon aus der Aufzählung dieser wenigen Krankheiten und Krankheitserscheinungen, welche durch den Baunscheidtismus gehoben werden sollen, einen Schluß auf den Grad der Charlatanerie bei dieser Heilmethode machen zu können.

Arbeitet man sich nun noch durch die im Baunscheidt’schen Buche abgedruckten, rein kindischen Krankengeschichten und Danksagungen hindurch, so wird’s jedem recht klar, weß Geistes Kind der Herr Baunscheidt und welcher Art die Uebel sind, wo die Lebensweckerei geholfen haben soll. In den Krankengeschichten des Herrn Baunscheidt floriren hauptsächlich Worte, wie: Schmerz im Rücken, Kopfgicht, rheumatisches und drüsiges, überhaupt schlimmes Augenübel, Gichtübel, schmerzhafter Rheumatismus u. s. f. Aus den Danksagungsschreiben lassen sich zwar, da meistens nur einzelne Krankheitserscheinungen angeführt sind, die Uebel, an welchen die Dankenden gelitten haben wollen, nicht sicher ergründen, aber geringfügiger Art scheinen die meisten zu sein.

Charakteristisch und äußerst spaßhaft sind ferner die sogenannten Erfahrungen des Herrn Baunscheidt, von denen wir einige dem Leser nicht vorenthalten können. – „Oft scheint der Krankheitsstoff während der Operation in einem vernehmbaren Geräusche mit den Nadeln zugleich hinausscheiden zu wollen.“ – „Wenn Patienten, welche an schweren Fiebern (Nervenfiebern) sich auf- oder durchgelegen, ferner keine Medicin bekommen, so genesen sie. Will alsdann aber der unvernünftige Arzt die Wunde heilen, so tödtet er den Kranken. Jeder Denkende muß darin einen neuen Beweis für die Richtigkeit meiner Lehre finden.“ (Das heißt also: der Krankheitsstoff fährt durch das Loch in der aufgelegenen Haut heraus.) – „Wo der Körper am wenigsten Widerstandsfähigkeit besitzt, da will aller Krankheitsstoff am ersten hinaus, und das ist durch die Augen.“ – „Chemiker, Apotheker, Schulmeister und Sattler sind oft wunderliche Leute. Jenen steigt der Dunst, diesen der Staub in’s Gehirn.“ – „Bei Schwindsüchtigen wächst der Bart drei Tage vor dem Tode gewöhnlich nicht mehr.“ – „Eine Blase frisch aus Metzgershand hat ihre Normalgröße; kommt sie aber nur einige Minuten mit der Luft in Berührung und wird kalt, so schrumpft sie zusammen, und die Wände derselben verdicken sich. Ebenso verhält es sich auch mit dem Magen und den Gedärmen eines Hypochondristen. Dieselben schrumpfen sogleich zusammen, und der innere Raum geht darin verloren, sobald der Körper kalt wird, welches immer vom Rücken her ausgeht. Der Lebenswecker als Heilmittel stellt die körperliche Wärme sowohl, als den Körper selbst, wieder in’s Gleichgewicht.“ – „Bei dem Krebsübel spielen die Genitalien die Hauptrolle.“ – Doch genug des Unsinns!

Schließlich möge die Welt wissen, wie Herr Baunscheidt seine große Entdeckung gemacht hat. „Eines Tages nämlich, als der Erfinder, der eben an einem rheumatischen Handübel litt, unbeschäftigt in seinem Zimmer saß und die Hand auf den Tisch hingelegt hatte kamen einige Mücken zugleich auf ihn heran, um sich auf der kranken Hand dreist niederzulassen. Weil sie sich gar nicht wollten abwehren lassen, so ließ er sie in ihrer Zudringlichkeit gewähren. Die Mücken aber stachen. Doch kaum hatten sie ihren zudringlichen Dienst verrichtet, als auch eine fast plötzliche Veränderung mit der kranken Hand vor sich ging. Mit den Mücken war der Schmerz wie fast weggeflogen, und die Mücke lehrte ihn also das Geheimniß: wie auf eine ganz einfache und natürliche Weise die eingefangenen Krankheitsstoffe ohne allen Blutverlust aus dem leidenden Theile des Körpers herausgezogen und abgeleitet werden können.“ Er erdachte darauf hin den Lebenswecker, welcher erwärmend, reinigend, ableitend, den Blutumlauf befördernd, aufregend und auslösend wirken kann.

Unser Urtheil über den Baunscheidtismus wäre nun: diese sogenannte Heilmethode ist eine durchaus nicht ungefährliche Charlatanerie, bei welcher, aber nicht durch welche, wie bei allen anderen Charlatanerien, Kranke gesunden können.

Bock.