Der Maulwurf (Gartenlaube)

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Textdaten
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Autor: Adolf und Karl Müller
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Titel: Der Maulwurf
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aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 232–234
Herausgeber: Ernst Ziel
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Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Thier-Charaktere.
Von Gebrüder Adolf und Karl Müller.
Der Maulwurf.

Welchen Titel soll ich dem vielfach Verkannten geben, um ihm den gebührenden Platz anzuweisen in der Reihe der Insectenfresser, denen als auserlesene Waffenrüstung ein Gebiß verliehen ist, welches ich gelegentlich der Schilderung des Igels (vergl. 1878, Nr. 2) bereits zur Genüge gewürdigt habe? Der Maulwurf (Mull-, d. h. Erdaufwerfer) ist ein Riese an Kraft und Muth in Zwerggestalt, ein Hercules der Arbeit in niederster Erscheinung, ein Nimmersatt in der Begierde der Selbstbefriedigung durch Raub, Mord und Gefräßigkeit, eine lebendige Wühllocomotive, die sich nach allen Richtungen hin unter der Erde den Weg bahnt und die täglichen Züge ordnungsmäßig innehält, Morgens, Nachmittags und Abends, abgerechnet die Extrazüge, welche je nach Umständen und Bedürfniß abgehen und die zahlreichen Nachtzüge. Die Hauptanhaltestellen sind da, wo das kriechende Vegetariergeschlecht unterirdischen Gewürms sich um Wurzeln sammelt, und die Orte, wo Wasser eingenommen wird, selbstgefertigte Erdtrichter, in denen sich das unentbehrliche Naß durch Zufluß ansammelt.

Den Ein- und Ausgangspunkt der vielfach verzweigten Erdfahrten bildet der Kessel, in welchem der Raubritter zu bestimmten Tageszeiten der Ruhe pflegt. In Rainen unter Mauern oder in sonstigen trockenen höheren Lagen errichtet, hat diese unterirdische Burg als Mittelpunkt eine kegelförmige, acht bis zehn Centimeter weite Kammer, die Stätte des aus Moos oder sonstigen Pflanzenstoffen bereiteten Lagers. Rund um den Kessel führt erstens in gleich hoher Lage ein Gang in einem Umkreise von zwanzig bis fünfundzwanzig Centimeter, und über diesem wieder ein kleinerer Gang. Der Bewohner kann vom Kessel aus durch drei verschiedene Röhren in den oberen Kreisgang, von da aus durch fünf bis sieben Röhren in den unteren Kreisgang, von diesem aus endlich durch acht bis zehn strahlenförmig in wagerechter Richtung ausgehende Röhren in den eigentlichen Laufgraben von acht Centimeter weitesten Durchmessers gelangen, in welchen die zuletzt genannten Röhren einbiegen und welcher sich dann eine geraume Strecke von der Burg in die flacheren Gänge des Jagdgebietes verzweigt. Der Kessel hat aber auch noch einen Hülfsausgang nach unten: eine besondere, auf dem Boden der Kammer angebrachte Oeffnung fördert den schwarzen Kumpan bei Gefahr rasch in eine in die Tiefe gehende Röhre, welche allmählich bogenförmig wieder nach oben und schließlich ebenfalls in den breiten Laufgraben einlenkt.

Ein solcher Minirer und Wühler muß ungewöhnliche Grabwerkzeuge und zweckentsprechende Körperbildung haben. Der plattkegelförmige Gesammtgestalt schließt sich insbesondere der zur Rüsselschnauze verlängerte gespitzte Kopf an. Unterstützt durch ein sogenanntes Vornasenbein, eine Knochenverlängerung des Nasenbeins, wird sie zum festen, kraftvollen Bohrer. Breit und stark ausgebildet erscheint das Schlüsselbein. Das derb angelegte Brustbein zeigt den sogenannten Kamm, den merkwürdige kantige Ansatz, an dessen Seitenflächen sich die stark entwickelten Muskeln des mächtig aufgebauten Vordertheils anschließen. Von besonderer Kraft und Ausbildung sind die Schulterblätter, dabei von unverhältnißmäßiger Länge im Vergleich zu den kurzen Obergliedern der im Leibe versteckte Beine, deren schaufelförmige Riesenpfoten, mit den nach außen gerichteten Innenflächen, seitwärts vom Leibe abstehen.

Das Hintertheil des Thieres kann im Verhältniß zum Vorderteil fast verkümmert genannt werden und läßt in Ansehung seiner Schmächtigkeit eine Erinnerung an die Körperbildung des Löwe zu. Unter den fünf nagelbewehrten Zehen der handähnlichen Pfoten steht nur die mittlere, längste frei, während das rechte wie das linke Paar durch Spannhaut mit einander verbunden ist. Die wie winzige Perlen erscheinenden Augen stecken tief im Pelze, können jedoch vermöge eines Muskels hervorgeschoben werden. Ebenfalls im Pelze verborgene Ohrenränder ersetzen die fehlenden Ohrmuscheln und können den Gehörgang verschließen. Auge wie Ohr ist somit vor dem Einbringen des Staubes und Sandes geschützt. Unter dem Mikroskop wird uns die Bildung des einzelnen Haares klar. Der untere Theil, von der Wurzel an, ist dünn, der mittlere dicker, der obere bis zur Spitze verjüngt sich wieder. Dadurch giebt das Haar jedem Drucke nach, legt sich nach allen Richtungen hin geschmeidig und ermangelt eines eigentlichen Strichs, durch welchen Umstand das Festsetzen der Erde im Pelze und auf der Haut verhütet wird.

Der Maulwurf stemmt sich beim Wühlen mit den Händen gegen die Erdwände seines Ganges, bohrt vor sich den Rüssel in die Erde und schaufelt nun mit den Grabwerkzeugen die Erde nach hinten, den Hinterleib nachschiebend. Beim Entfernen der Erde aus den Gängen leisten der Rüssel sowohl wie die Schulter treffliche Dienste, und die aufgeworfenen Haufen bezeichnen die mannigfaltigen Richtungen und Verzweigungen der Röhren. In leichtem Boden fördert natürlich die Wühlarbeit weit mehr, als in schwerem, gleichwohl ist ihr rascher Fortgang auch in letzterem staunenswerth. Die Bildung der Füße läßt auf den ersten Blick schon vermuthen, daß die Fortbewegung des Maulwurfs über der Erde eine schwerfälligere sein müsse, und so ist es in der That, wenngleich dieselbe immer noch eine ganz erheblich schnelle genannt werden muß. In den Gängen aber ist nach Lecourt sein Lauf ein fabelhaft rascher. Strohhalme mit Papierfähnchen an der Spitze, welche in mäßigen Abständen von einander in die Gänge gesteckt und von dem zur Flucht getriebenen Maulwurf durch Berührung erschüttert wurden, gaben die Maßstäbe für die Berechnung der Geschwindigkeit des unsichtbaren Schnellläufers.

Auf seinen Unternehmungszügen im Erdinnern und auf der Erde bietet der unbedeutende Gesichtssinn dem Maulwurf gewiß nur äußerst geringe Unterstützung, sobald aber das Thier Flüsse, Teiche, Seen, ja selbst, wie beobachtet worden, Meeresarme durchschwimmt, tritt dieser Sinn zur Mithülfe der Orientirung auf. Das Gehör scheint über der Erde bei Weitem nicht so scharf und fein zu sein, wie unter der Erde, denn ich habe mich in vielen Fällen davon überzeugt, daß im Juli und August der Maulwurf im Freien meinen Tritt erst in unmittelbarer Nähe vernahm. Im Erdinnern werden durch entstehendes Geräusch die Gehörnerven des Thieres durch Erschütterung jedenfalls stärker berührt, und Wahrnehmung und Unterscheidung sind da viel feiner. Unstreitig ist der in bewunderungswürdigem Grade ausgebildete Geruch- und Tastsinn des Maulwurfs der vornehmste Führer und Lenker desselben.

Sehr wenig Erfreuliches ist von den inneren Eigenschaften des Maulwurfs zu berichten.

Es treten in den Charakterzügen desselben hauptsächlich zwei Hauptkennzeichen auf, einmal die mit der Raubsucht und außerordentlichen Nahrungsbedürftigkeit verbundene Neid- und Bosheitswuth gegen Alles, was ihm das Jagdgebiet zu beeinträchtigen versucht, und dann die Eifersucht bei Liebeshändeln, die in dem kurzen Zeitabschnitt des Minnerausches zu blutigen Raufereien mit Nebenbuhlern führt. Kein Auge hat zwar bis jetzt die auf Leben und Tod unternommenen Zweikämpfe wuthentbrannter Maulwurfsmännchen in den unterirdischen Gängen beobachten können, wohl aber konnte das Ohr des Horchers das Gepolter und das quiekende Klagen der Verwundeten vernehmen, und die Schippe oder Hacke legte den erweiterten und verstampften inneren Kampfplatz frei und verhalf zu der Wahrnehmung, daß eine förmliche Abschließung oder Einsperrung des Weibchens durch Verrammelung mit Erde stattgefunden hatte. Schade, daß sich nicht hier oben wiederspiegeln läßt, was da drunten Kabale und Liebe unter den Maulwürfen anstiftet! Denn daß die Minnezeit reich ist an unsichtbaren dramatische Scenen, dafür bürgt die Ueberzahl der Männchen im Verhältniß zu den Weibchen sowohl, wie auch der allzeit bereite Hang zur Gewaltthätigkeit auf Seiten der selbstsüchtigen Erdgnome. Einen Zweikampf über der Erde vermag ich übrigens aus eigener Anschauung zu schildern, zu welchem freilich nicht Eifersucht, sondern Neid aus Raub- und Mordgier Veranlassung war (vergl. die Illustration).

Es mochte um den 18. oder 20. Juli des Jahres 1865 sein, als ich mich dem Neste eines Fitispaares (großer Weidenlaubsänger) näherte, in welchem ich Tags zuvor vier nackte Junge als das Ergebniß einer unternommenen zweiten Brut entdeckt

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Die Gartenlaube (1880) b 233.jpg

Maulwürfe im Kampfe.
Originalzeichnung von F. Specht.

[234] hatte. Das Nest war unter einem Rosenstrauch unmittelbar an dem Stämmchen im etwas abschüssigen Boden des Rasens angelegt. Das Geschrei und Umherflattern der alten Vögel veranlaßte mich, behutsam näher zu schleichen. Zu meiner Ueberraschung erblickte ich ziemlich dicht neben dem Neste zwei erbost mit einander kämpfende Maulwürfe und vernahm gleichzeitig den quiekenden Schmerzensschrei des einen Duellanten.

In vorgebeugter Haltung beobachtete ich in unmittelbarer Nähe, wie der Kampf hin und her schwankte; beide Maulwürfe schienen mir gleich stark zu sein, da bald der eine, bald der andere im Vortheil war. Ich konnte mich deutlich von der hervorragenden Rolle überzeugen, welche der Rüssel als Heber und Dränger übernahm, und mit welcher gewandten Beweglichkeit er dem Gebiß den Weg bahnte zum erfolgreichen Angriff. War es das Aufflattern des Fitisweibchens, war es Ermüdung der vielleicht schon eine Weile Kämpfenden, was Ursache war – kurz, plötzlich gab es Waffenstillstand, und nun sah ich, wie einer der Maulwürfe ungefähr einen Viertelmeter vom Neste ein junges Vögelchen von dem Boden aufnahm und, dasselbe fortschleifend, im Rasen verschwand. Der andere Maulwurf dagegen hob schnüffelnd den Rüssel in die Höhe, verfolgte noch eine Strecke die Spur des Gegners und verlor sich dann seitwärts in die Tiefe des unterirdischen Reiches. Bei näherer Untersuchung fand ich im Neste nur noch zwei Junge.

Die Veranlassung zu dem häufigen Erscheinen über der Erde im Hochsommer giebt dem Maulwurf der Umstand, daß das Gewürm sich nach der Oberfläche des Bodens zieht. Wenn auch vorzugsweise Würmer und Engerlinge die Nahrung des Maulwurfs bilden und seine Raubzüge den Aufenthaltsorten derselben mit möglichst gründlicher Ausbeutung sich zuwenden, so fallen ihm doch auch so viele andere Thiere zur Beute, daß ihm eine die feinere Ausbildung des Geschmacks bekundende Näschigkeit und wählerische Eigensinnigkeit nicht nachzurühmen ist.

Folgt das Auge dem schwarzen Mörder in einem Gebüsch auf dem Laubboden, so verräth sich uns schon die Lüsternheit in dem emsigen Bestreben, die Blätter mit dem Rüssel zu wenden, die Moosbüschel, Wurzelverzweigungen und locker sitzenden Steine zu untersuchen. Hier wird ein Wurm, dort eine Insectenpuppe, anderswo ein ausgebildetes Kerbthier, ein Käfer, ein Abend- oder Nachtfalter hervorgezogen; wieder anderswo dienen Schnecken und Kellerasseln, Spinnen, Frösche, Eidechsen und junge Vögel als Nahrung. Wo ihm das sofortige Erwürgen nicht gelingt, schneidet er bei lebendigem Leibe die Thiere an. Einen Frosch, den ein Maulwurf angefressen hatte und der jämmerlich schrie, ließ derselbe fahren, als ich mich zum Griff niederbeugte. Kaum aber war ich ein wenig vom Platze gewichen, als der Flüchtling wieder aus seiner Höhle hervorkam und die grausame Zerfleischung fortsetzte.

Man kann sich hiernach einen Begriff machen, wie raubmörderisch der Maulwurf drunten im Schattenreich des Erddunkels, auf dem Hauptschauplatz seiner Thaten, vorgeht. Da schont er der wirklichen Mäuse ebenso wenig wie der Spitz- und Wühlmäuse, wenn sie ihm begegnen. Arbeit, Mord und Fraß reichen sich fortwährend die Hand, unterbrochen nur von den beliebten Verdauungsstündchen in der Einsiedlerzelle, welche selbst keiner von Seinesgleichen betreten darf.

Um das volle Bild von der Gefräßigkeit des Maulwurfs zu geben, weise ich auf folgendes Erlebniß hin, welches mir bereits von Oken, Lenz und Flourens Beobachtetes bestätigte: Sechs Maulwürfe, welche in einer zur Hälfte mit Erde gefüllten Kiste vereinigt worden waren und mehrere Pfund Regenwürmer und Engerlinge vorgeworfen erhalten hatten, waren andern Tages nicht nur damit fertig geworden, sondern hatten sich bereits unter einander vertilgt, worauf der selbstverständliche Letzte an erhaltenen Wunden und in Folge von Entkräftung starb. Diese Rücksichtslosigkeit gegen Ihresgleichen schließt nicht aus, daß die Maulwürfe ihre Jungen äußerst zärtlich behandeln, was von Seiten des Weibchens weniger auffallend erscheint, als hinsichtlich des Männchens, welches in der That den Kleinen abwechselnd mit der Mutter Nahrung zuträgt. Von der tiefgehenden Pflugschar zu Tage geworfene junge Maulwürfe sind, wie man beobachtet hat, von der Mutter wieder unter die Erde in Sicherheit gebracht worden.

Es kann nicht meine Aufgabe sein, hier eine erschöpfende naturgeschichtliche Darstellung dieses interessanten Erdthieres zu geben. Aber den zahlreichen Landwirthen, welche die „Gartenlaube“ lesen, soll unsere Ansicht über den Nutzen und Schaden des Maulwurfs nicht vorenthalten werden.

Schon in der Wahl des Aufenthaltes zeigt der Maulwurf seine entschiedene Vorliebe für die Jagd auf Würmer und Engerlinge, indem er die öden Steppen und Striche meidet und den fruchtbaren Boden der Weiden, Gärten, Baumpflanzungen und Wiesen aufsucht. Der Winter unterbricht seine Thätigkeit nicht, in dieser Jahreszeit ist dieselbe aber der Erdtiefe mehr zugekehrt, wohin sich der Kälte wegen Gewürm und Larven zurückgezogen haben, wenn nicht eine wärmende Schneedecke den Aufenthalt in höherer Erdschicht ermöglicht, unter welchen Umständen auch der Maulwurf häufiger seine Erdhaufen unter dem Schnee aufwirft.

Nach den neuesten Untersuchungen und Berechnungen verzehrt ein Maulwurf innerhalb 24 Stunden durchschnittlich 60 bis 70 Engerlinge. Nun ist diese Beobachtung allerdings an gefangenen Maulwürfen gemacht worden, und es mag immerhin der Fall sein, daß ihm im Freien der Tisch nicht so reichlich gedeckt ist, wie in der Gefangenschaft. Aber das Wühlen und Schaffen im Erdreich steigert auch anderntheils wieder den Stoffwechsel und den davon abhängigen Nahrungsbedarf, daher angenommen werden kann, daß der freilebende Maulwurf eine größere Menge der Beute, wenn er ihrer habhaft werden kann, vertilgt, als der eingesperrte.

Nach unseren Erfahrungen säubert ein Maulwurf innerhalb fünf bis sieben Tagen ein Achtel Hectar Wiesen- oder Ackerfläche vollständig von Kerfen und Würmern im Innern, um sich sodann mit scharfem Witterungssinn schleunigst ein neues ergiebiges Revier zu suchen. Wohl befinden sich im Gefolge seiner heilbringenden Thätigkeit auch zerstörende Eingriffe in die Werke der Bodencultur, und nicht überall kann ihm darum das Wort der Pflege und Schonung geredet werden, wie man ihn denn in Kunst- und Gemüsegarten und im Grablande zu vertilgen berechtigt ist; wo aber seine Wühlereien das Wachsthum weniger beeinträchtigen und wo der Ackerbauer Hügel und Gänge an der Bodenfläche leicht wieder verebnen kann, gebe man ihm getrost Spielraum auf Wiesen-, Feld- und Waldboden! Die überall ausgleichende Natur wird bei allzusehr steigender Vermehrung des Maulwurfes ihre Wasserfluthen senden, und lebendige Feinde in Gestalt der Tag- und Nachtraubvogel, des Storchs, des Fuchses, Marders, Wiesels und Iltisses werden immer seine Reihen lichten.

Karl Müller.