Der Reiter in den Klosterlaußnitzer Buchen

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Reiter in den Klosterlaußnitzer Buchen
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 342–343
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originaltitel:
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[342]
31) Der Reiter in den Klosterlaußnitzer Buchen.
S. Sachsengrün 1861. S. 100.

In der Nacht des Neumondes geht Niemand gern in die Klosterlaußnitzer Buchen oder auch nur durch ihren Bereich, und wer es kann, nimmt einen andern Weg, der um die böse Stelle herumführt. Denn in der Neumondnacht [343] reitet ein gespenstiger Reiter mit Halloh und Hussahgeschrei in den Buchen. Viele haben gesehen, daß ihm der Kopf fehlt, Andere sahen ihn mit einem Jägerhute. Aber auf einem Schimmel reitet er, das ist gewiß. Es ist der Geist eines alten Wildmeisters, der die Bauern geschunden und mit seinem Gefolge ihre Felder verwüstet hat, das Wild zu jagen und hat sich vermessen, daß ihm weder Gott noch Teufel etwas anhaben könnten. Bei seinem Leben schien es auch so, denn es ist ihm alles geglückt, er hat Ehre gehabt und Ansehen bei vornehmen Leuten, bis er zum Sterben gekommen. Da aber ward es anders, denn Gott läßt sich nicht spotten; nun reitet der Jäger in dem Reviere, wo er am Liebsten war, als er lebte, herum und seine ruhelose Seele wartet auf ihre Erlösung.