Der Tännchel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Curt Mündel
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Tännchel
Untertitel:
aus: Elsaeszische Sagen, in: Alemannia, Band XI, S. 25–26
Herausgeber: Anton Birlinger
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1883
Verlag: Adolph Marcus
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Bonn
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Taennchel 498.JPG
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[25] 14 Der Tännchel

Der Tännchel ist ein hoher Berg bei Rappoltsweiler im Ober-Elsaß, der in unheimlichem Rufe stet. Ueber seinen langgestreckten Rücken zieht sich eine sogenannte Heidenmauer hin, die jedoch wol nur eine Grenzmauer ist, wie man sie jezt noch auf den Kämmen der Hochvogesen, die beweidet werden, findet. Darauf zeigt auch der Glaube des Volkes hin, das da meint, sie sei errichtet als Grenze, nur biß an sie wäre Macht und Recht der Heiden gegangen. Auf dem Berge ligt ein Felsen, der im Gleichgewicht rut und in Bewegung gesezt schwankt, einer der in den Vogesen öfters vorkommenden „Lottelfelsen“. In nennen die Umwoner „Klitschfelsen“ und glauben, daß die Heiden ire Opfer unter disen Felsen gelegt und zu Tode gedrückt hätten. Unterhalb des [26] Berges riselt aus einer Felsenmasse eine kleine kalte Quelle hervor, die das „Geisterbrünnel“ genannt wird. Sie gilt als Aufenthaltsort und Schlupfwinkel der Gespenster des Berges.