Der Untergang der Grube zu Höckendorf

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Untergang der Grube zu Höckendorf
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 246-247
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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265) Der Untergang der Grube zu Höckendorf.

Vermischte Nachr. z. sächs. Gesch. Bd. II. p. 45. sq. B. C. Tharand und seine Umgebungen. S. 53. Novellistisch beh. v. Bronikowsky, Darstellungen aus vergangener Zeit. Bd. III. (hier heißt die Grube die goldene Ecke).

Das edle Geschlecht von Theler war Baugewerk des Bergwerks zu Höckendorf, die edle Krone genannt, und so [247] reich und übermüthig geworden, daß sie ihre Pferde mit silbernen Hufeisen beschlagen ließen. 1557 am 25. August wollten sie es gar Herzog Albert zu Sachsen, der am 23. April des Jahres 1477 zu Georgenfundgrube bei Schneeberg mit seinen Räthen an einem silbernen Tische gespeist und dabei gesagt hatte: „unser Kaiser Friedrich ist wohl gewaltig und reich, gleichwohl weiß ich, daß er jetzt keinen so stattlichen Tisch hat“,[1] nachthun, allein so fürstlich ihr Eingang gewesen, desto trauriger war das Ende, ein schweres Gewitter brachte so plötzlich einen heftigen Regenguß, daß die Grube ersoff und in ihr 50 Personen verunglückten.


  1. Nach Müller’s Annalen S. 40 gab dieser Tisch beim Einschmelzen 400 Ctnr. oder 80,000 Mark Silbers, also 800,000 Stück Speciesthaler. S. a. Curiosa Sax. 1733. S. 83. Textor, Histor. Bildersaal d. sächs. Gesch. I. S. 167. sq.