Der Ursprung von Hermsdorf

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Ursprung von Hermsdorf
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 339–340
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[339]
25) Der Ursprung von Hermsdorf.
S. Back Bd. II. S. 255.

Zwischen den altenburgischen Städten Eisenberg und Roda liegt an der Naumburger Straße an drei Seiten von Schwarzwald eingeschlossen das Dorf Hermsdorf. Nun stand in uralten Zeiten an jener Straße, welche damals die Regensburger oder Oberländische hieß, im Walde an derselben Stelle, wo jetzt noch der Gasthof steht, ein einzelnes Wirthshaus, das den Namen „der schwarze Bär im grünen Walde“ führte. Da hätten nun einst zwei Besitzerinnen von Schön-Gleina eine Wallfahrt nach dem benachbarten St. Gangloff unternommen und wären in dem Walde, der jetzt der Hermsdorfer Kirche zugehört, von Räubern angefallen, aber durch einige in der Nähe befindliche Köhler gerettet worden. Zur Dankbarkeit für ihre Rettung hätten sie in der Nähe ihrer Retter ein Gotteshaus erbaut und nicht nur ein bedeutendes ihnen [340] zugehöriges Stück Wald zu dessen Erhaltung legirt, sondern auch, um Menschen zu veranlassen, sich hier anzusiedeln, mehrere Grundstücke gegen einen Erbzins an die Kirche der Ansiedler abgetreten, woher die noch jetzt bestehenden eisernen Kirchcapitale ihren Ursprung haben sollen. Als diese von den Räubern befreiten Fräulein sich gerettet sahen, sollen sie zu wiederholten Malen ausgerufen haben „her muß Dorf (d. i. hierher muß ein Dorf)“, woraus der Name Hermsdorf entstanden sei.