Der alte Mann und das junge Weib

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Der alte Mann und das junge Weib
Untertitel:
aus: Erotische Volkslieder aus Deutschland, S. 26–27
Herausgeber: Hans Ostwald
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: [1910]
Verlag: Eberhard Frowein
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[26]

Der alte Mann und das junge Weib

Es heirat’ ein alter Mann
Ein schönes, junges Weib,
Der hatte kein’ Courage
An ihren Unterleib.

5
Einst wollt das schöne Weib

Zu Tanze, Tanze geh’n,
Das wollte der alte Schafskopf
Durchaus nicht zugeb’n.
Mein liebes, junges Weib,

10
Willst du zu Tanze geh’n,

Da mußt du deine Ruschelbuschel
Lassen derhem.
Da ging das schöne Weib
Zum Garten hinaus,

15
Und fing dem alten Schafskopfe

Eine Fledermaus.
Und als das schöne Weib
Vom Tanze wiederkam,
Da fing der alte Schafskopf

20
Zu weinen an.

Was weinst du, lieber Mann,
Was weinst du, lieber Mann?
Ich hab’ dir ja mein Lebtage
Nichts zu Leid’ getan. –

25
Da soll mer a nich’ wenen,

Da soll ma a nich’ wenen
Wenn en de Ruschelbuschel
Is zum Fenster nausgefleh’n! (geflogen)

[27]

Was macht das junge Weib,

30
Was macht das junge Weib?

Sie hob die Röcke auf
Und titscht de n alten Schafkopp
Mit der Nase drauf.

–     –     –     –     –     –     –

Refrain:
Hoho, da bin ich wieder froh,

35
Daß ich meine Rutschelbuschel wieder ho’.

Wer hat denn das gedenkt,
Wer hat denn das gedenkt,
Daß dir die Ruschelbuschel
Zwischen den Beenen hängt.

–     –     –     –     –     –     –

Refrain:

40
Hoho, hoho, da bin ich wieder froh,

Daß ich mein Ruschelbuschel wieder ho’. (hab)

     In Sachsen und Thüringen viel gesungen.