Der weiße Schrecken

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Autor: Johannes Scherr
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Titel: Der weiße Schrecken
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aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 280–284
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1866
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Französische Revolution und die Geschichtsschreibung
Terreur blanche, Jehuiten, Jeunesse dorée, Sonnenkinder
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Der weiße Schrecken.
Von Johannes Scherr.


Wenn es wahr ist – und es ist wahr – daß, wie in der physischen, so auch in der moralischen Welt, die Aufeinanderfolge der Erscheinungen nach ewigen Gesetzen sich vollzieht, so muß es auch mit Ergebung hingenommen werden, daß die Weltgeschichte mit der eisernen Unerbittlichkeit von Naturgesetzen arbeitet. Alles Moralisiren und Declamiren ist da so eitel, wie wenn Einer wähnte, mittels Gebeten und Predigten die Gesetze der Polarität und Elektricität abändern zu können. Mit derselben erhabenen Monotonie, womit in der Natur Fluth und Ebbe, der Kreislauf der Gestirne, der Wechsel der Jahreszeiten sich folgen, lösen in der Geschichte Stoß und Gegenstoß, Action und Reaction, Freiheit und Knechtschaft, Aufklärung und Verdummung sich ab. Von Zeit zu Zeit, wann die Gesellschaft vollständig verschlammt, die moralische Atmosphäre durch und durch verpestet, das öffentliche Gewissen taub, die öffentliche Zunge stumm und die Menschheit niederträchtig geworden ist, sammeln und entladen sich jene geschichtlichen Gewitter, welche man Revolutionen zu nennen pflegt. Die von denselben angerichteten Verheerungen sind furchtbar. Denn in solchen Gewitterzeiten geht in Erfüllung das Seherwort:

„Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,
Wo Mensch dem Menschen gegenübersteht“ –

d. h. Bestie der Bestie oder, wenn’s hoch kommt, Pfahlbauer dem Pfahlbauer. Das kann man beklagen, aber nicht ändern; es wäre denn, daß die Herren Utopisten die Güte haben wollten, ihr Arcanum, die Menschen zu verengeln, endlich in Anwendung zu bringen. So lange indessen die Menschen Menschen bleiben, wird sich der weltgeschichtliche Vorschritt immer nur so bewerkstelligen, wie er bislang sich bewerkstelligte, d. h. stoßweise, gewaltsam, mittels erschütternder Krisen und Katastrophen. Denn nun und nimmer werden die gemeinen Instincte und selbstsüchtigen Leidenschaften, niemals wird der Unverstand, das Vorurtheil, der Afterglaube gutwillig das Feld räumen. Ueberall und allezeit wird die Reform zu schwach [281] sein, diese Feinde des Menschengeschlechtes aus ihren Verschanzungen hinauszumediciniren. Um solche Pestbeulen am socialen Körper auszuwurzeln und auszubrennen, müssen Eisen und Feuer in Anwendung kommen, denn, mit Byron zu sprechen –

„Denn, leider, Revolution allein
Kann von der Höllenfäulniß uns befrei’n.“

Leider! Die Geschichte der französischen Revolution illustrirt dieses „Leider“ so nachdrucksam anschaulich, daß seine Furchtbarkeit selbst blödesten Augen klar sein könnte und sollte. Aber es ist mit dieser Illustration viel falsches Spiel getrieben worden. Eine unterthänige Geschichtschreibung nämlich hat sich einer Seite des tragischen Gemäldes bemächtigt, um daraus ein Bilderbuch, ein Schreckbilderbuch für politische Kinder zusammenzukleistern, – für politische Kinder, welchen man ja bis zu dieser Stunde einbilden konnte und einbilden kann, Revolutionen würden willkürlich gemacht, von Brauseköpfen, Habenichtsen und Taugenichtsen, von einer Hand voll „Literaten, Advocaten und Juden“ willkürlich gemacht und aus purem Muthwillen. Um dieses Dogma der gläubigen Kinderdummheit und der unerschöpflichen Völkergeduld einzutrichtern, haben Historiker der bezeichneten Sorte keine Mühe gescheut, in dem erwähnten Schreckbilderbuch die Gräuel der französischen Revolution in die grellste Beleuchtung zu rücken, und es wäre ihnen das keinesweges zu verdenken, falls sie nur in Betreff der Gräuel der Contrerevolution ebenso verfahren wären. Jene Fieberraserei der Revolution, welche in schrecklicher Steigerung von den Septembertagen 1792 bis zum Hochsommer 1794 währte, findet allerdings ihre ausreichende Erklärung in den der französischen Staatsumwälzung vorangegangenen Ausschweifungen des Despotismus, soll aber dessenungeachtet bei keiner Gelegenheit der nachdrücklichsten Brandmarkung entgehen. Wer jedoch mit gerechtem und gleichem Maße mißt, der wird nicht allein den rothen Schrecken verdammen, sondern auch und ebenso streng den weißen, d. h. die gräßlichen Orgien der Reaction, welche sofort mit dem 9. Thermidor (27. Juli) von 1794 eingetreten ist und zum Sturze Robespierre’s die gewissenlosesten Halunken mit den ärgsten Blutmenschen verbündet in’s Feld schickte, zum Theil Menschen, die wie der Chef der Bande, Tallien, ihre Hände in den garstigsten Schmutz der Revolution getaucht hatten.

Es ist aber merkwürdig, wie leicht und glatt dieselben „correcten“ Historiker und Publicisten, welche das ganze Zeter- und Fluchwörterbuch erschöpfen, um den rothrepublikanischen Schrecken zu verdonnern, über alle die Gräßlichkeiten und Infamieen wegschlüpfen, welche der weißbourbonisch-royalistische Schrecken von 1794–95 in Scene gesetzt hat. Natürlich! Für Thron und Altar ist ja Vieles erlaubt. Mag jedoch dieser Grundsatz mit so schamloser Offenheit gepredigt und geübt werden, wie in unseren Tagen geschieht, immerhin giebt es noch einen über die trübe Sphäre der Knechtseligkeit, über die wüste Region zügelloser Parteileidenschaft hocherhabenen Standpunkt der Sittlichkeit, von welchem herab die historische Wahrhaftigkeit das Verdict thut: die rothen Schreckensmänner handelten sittlicher, als die weißen; denn jene standen im Bann und Zwang einer großen Idee, während diese von der gemeinsten Selbstsucht getrieben wurden. Außerdem ist noch wohl zu beachten, daß der rothe Schrecken seine Bestrafung an sich selber vollzog, wogegen der weiße straflos blieb. Denn wenn auch in Folge jener grausamen Ironie, welche die Weltgeschichte oft zu zeigen liebt, die in der Zeit von 1793 und 1794 umgehenden Eumeniden da und dort einen abgefeimtesten Schuft, wie z. B. Talleyrand, oder einen verhärtetsten Schurken, wie z. B. Fouché, verschonten, so haben sie doch an den Trägern des rothen Terrorismus in Masse ihr unerbittliches Gericht vollzogen. Die Priester, Leviten und Küster des weißen Schreckenscultus dagegen ließen sie laufen, als hätten sich die erhabenen Rachegöttinnen mit der Bestrafung dieser Elenden nicht die Hände besudeln mögen.

Dieser Schrecken – der weiße genannt (terreur blanche), weil im Dienste der bourbonischen Farbe arbeitend – sah sich in Paris vor der Hand noch genöthigt, die republikanische Seidenpapiermaske vorzustecken. Er wurde innerhalb der Hauptstadt und ihrer Umgebungen insbesondere von der sogenannten „goldenen Jugend“ (jeunesse dorée) gehandhabt, welche Raub und Mord zum Zubehör eleganter Lebensführung machte und die meuchlerische Verfolgung republikanischer Gesinnung förmlich in die Mode brachte, mit einer Frivolität, welche Jeden erschaudern lassen muß, der noch eine gesunde Regung in sich hat. Der Osten und Norden Frankreichs, wo die Bevölkerungen fest zur Republik standen, blieb von der Pest des weißen Schreckens unberührt. Auch im Westen, sogar die Vendée nicht ausgenommen, zeigte sie sich nur sporadisch. Dagegen wüthete sie so recht im Süden und Südosten, wo ja seit der Austilgung albigensischer Cultur Pfafferei, Volksverdummung und rohe Leidenschaftlichkeit stets Lieblingsstätten besessen hatten. Lyon und Marseille waren Mittelpunkte der weißen Gräuelwirthschaft, die wir uns jetzt etwas näher ansehen wollen.

Hören wir zunächst einen Augenzeugen ab, Charles Nodier, welcher in seinen „Souvenirs de la révolution“ (6. éd. I, 111 seq.) aus eigener Anschauung geschildert hat, in was für Erscheinungen der weiße Schrecken in seiner Gestaltung als elegante Pariser Mode zu Tage trat. Die Summe seines sehr gewichtigen Zeugnisses ist etwa diese: Der rothe Schrecken hatte großen Cynismus in der Tracht, spartanische Mäßigkeit bei Gastmählern und eine tiefe Verachtung gegen alle Schauspiele und Feste gezeigt und gefordert, welche nicht durch wilden Pomp an die tragischen Mysterien seiner Saturnalien gemahnten. Der weiße Schrecken dagegen war elegant und sogar geschniegelt; er weckte den Geschmack an Festen und Bällen wieder auf, er brachte alle die Launen des Luxus, alle die Zügellosigkeiten der Wollust zurück, wie sie die vornehme Jugend vor Zeiten in dem Boudoir der Dubarry kennen gelernt hatte. Die Sitten der Schreckenszeit waren von widerlicher Plumpheit gewesen, die der thermidorischen Reaction waren von raffinirter Schamlosigkeit und die abscheuliche Verfeinerung des Lasters überzog die wilde Grausamkeit mit einem Firniß, welcher die Häßlichkeit derselben nur erhöhen konnte. Es gab weiße Terroristen, welche nicht weniger grausam waren, als Marat gewesen, die aber so strahlend von Jugendschöne, so gewandt und fein gebildet sich darstellten, daß sie alle Frauenherzen hinter sich herzogen, wenn sie, eine Wolke von Ambraduft um sich verbreitend, einen Salon betraten.

Zu Paris selbst machten sich, wie schon angedeutet worden, die schlimmsten Seiten des weißen Schreckens weniger fühlbar. Die goldene Jugend ließ hier ihren reactionären Uebermuth hauptsächlich in Straßenprügeleien mit den Ueberbleibseln des Jacobinismus, in theatralischen Pasquinaden und in allerhand sonstigen Schaustellungen und Demonstrationen aus. Zu den letzteren gehörten die sogenannten „Bälle der Opfer“, zu welchen nur solche Mädchen und Frauen Zutritt erhielten, welche ein Mitglied ihrer Verwandtschaft durch die Guillotine verloren hatten. Das streng vorgeschriebene Ballcostüm der Tänzerinnen mußte dem Anzug ähnlich sein, in welchem ihre Mütter oder Schwestern unter der Hand des Scharfrichters geendet hatten: sie mußten daher ein weißes Kleid, ein rothes Brusttuch und die Haare kurz am Nacken abgeschnitten tragen. Anderwärts dagegen, an den Hauptstätten seiner Thätigkeit, an Orten wie Lyon, Nimes, Marseille, Aix und Tarascon, mischte der weiße Schrecken in seiner eleganten Erscheinungsform dem Bizarren das Entsetzliche bei. Vielleicht hat man nie und nirgends wieder die gesetzliche Autorität so lange außer Kraft und die Willkür der Rachelust so keck die Stelle des Gesetzes usurpiren gesehen. Meuchelmorde wurden vollzogen, als wären es gerichtliche Urtheile, am hellen Tage, auf offener Straße, und wehe den Vorübergehenden, wenn sie etwas dagegen hätten einwenden wollen! Die Theorie des Mordes war in die höheren Gesellschaftsclassen gedrungen und in den Salons wurden Geheimnisse des Meuchelns gelehrt, vor denen Insassen der Bagnos sich entsetzt hätten. Am Whisttische wurden förmliche Mordpartieen gespielt, und wenn dann einer der Spieler aufstand, gab er sich nicht einmal die Mühe, es leise zu sagen, daß er ginge, Jemand zu tödten. Die Frauen, sonst die sanften Vermittlerinnen zwischen den männlichen Leidenschaften, betheiligten sich eifrigst an diesen schrecklichen Debatten. Die Megären des rothen Schreckens hatten Miniaturguillotinen als Ohrengehänge getragen, die „anbetungswürdigen Furien“ des weißen Schreckens trugen Miniaturdolche als Busennadeln oder Haarpfeile. Man konnte einen jungen Elegant im kurzschößigen Rock, in einer Weste von gemsfarbigem Pelzsammet, mit seinen langen, gepuderten, zu beiden Seiten in Gestalt von „Hundsohren“ auf die Schultern herabfallenden Haaren, mit seinem aufgebundenen Zöpfchen und seiner wulstigen grünen Halsbinde in ein Damenboudoir treten und dort mit einem blutbefleckten Finger nach der Bonbonnière der schönen Insassin langen sehen. Dieser blutbefleckte Finger, der einzige Theil seiner zarten [282] Hand welchen mit englischer Seife zu berühren er sich sorgfältig gehütet hatte sollte der Dame stummberedt sagen: Der zwischen uns vereinbarte Mord ist vollbracht und ich komme, den Mordminnesold einzuziehen.

Es ist überhaupt zu betonen, daß und wie sehr im weißen Schrecken mit der vornehmen Mordlust die vornehme Lüderlichkeit sich verband. Zu Montbrisson schleppte eine Bande von weißen Schreckensmännern eine Schaar von Frauen, deren Gatten als Republikaner bekannt und geächtet waren, unter den Freiheitsbaum, zog im hellen Sonnenschein die Erbarmungswürdigen splitternackt aus und peitschte sie mit Ochsensehnen, um sich an den Zuckungen der grausam Mißhandelten zu ergötzen. Der rothe Schrecken hatte doch mitunter vor weiblicher Schönheit und Opferfreudigkeit, vor der heroischen Liebe einer Gattin, einer Tochter, einer Schwester die Mordfaust gesenkt. Die Septembermörder von 1792, die Mörder in Lumpen, die Mörder um Taglohn, sie hatten inmitten des sie umgebenden Blutdampfes ein menschliches Regen und Rühren empfunden, als die Tochter des Herrn von Sombreuil sich schützend vor ihren Vater stellte, und hatten der Flehenden das Leben des Greises geschenkt. Selbst die rasende Horde Marat’s, selbst die „Furien der Guillotine“ waren in ein Gemurr der Entrüstung ausgebrochen, als der Henker die Infamie beging, die jungfräuliche Wange von Charlotte Corday’s abgeschlagenem Haupt mit einem Backenstreich zu beschimpfen. Der weiße Schrecken aber in seinem Wüthen für Thron und Altar kannte kein Erbarmen, weder mit Mann noch Weib noch Kind, weder mit den Lebenden noch mit den Todten. Die Mörder in Sammetwesten und seidenen Strümpfen waren über alle menschlichen Regungen hinweg. Sonst hätten sie nicht eines Tages ein fünfzehnjähriges Mädchen, welches sich schluchzend auf den Leichnam seines von ihnen erwürgten Vaters warf, weggerissen, nackt ausgezogen und durchgepeitscht. Sonst hätten sie auch nicht zu Ile, in der Nachbarschaft von Avignon, einer Frau den Arm abgehauen, welchen sie ausstreckte, um ihren unter den Dolchen der Mörder zusammengesunkenen Gatten zum letzten Mal zu umarmen.

Der rothe Schrecken hatte sich im Revolutionstribunal eine gesetzliche Organisation gegeben. Der weiße Schrecken verachtete und verschmähte solche Formalitäten und organisirte sich kurzweg in Form von Morderbanden. Diese führten die Namen „Kinder der Sonne oder „Gesellen der Sonne“ (enfants ou compagnons du soleil), und „Gesellschaften Jesu“ (compagnies de Jésus). Ob in der letzteren Bezeichnung eine Beziehung zum Jesuitenorden liegen sollte, ist nicht klar, kann aber nicht so ganz unwahrscheinlich erscheinen, wenn man bedenkt, daß der weiße Schrecken ganz deutlich auf die Restauration des Ancien Régime abzielte. Indessen wird sehr bestimmt hervorgehoben – auch von Nodier – daß die Benamsung „Gesellschaften Jesu“ nur irrthümlicher Weise zu einer gäng und gäben geworden sei. Denn der eigentliche und ursprüngliche Name der zu Banden geschaarten Reactionäre habe „Gesellen Jehu’s“ (compagnos de Jéhu) gelautet, in Erinnerung an jenen König von Israel, welchen der Prophet Elisa gesalbt unter der Bedingung, daß er das Haus Ahab und die Baalspriester ausrotte.

Die Gesellen der Sonne nun und die Gesellen Jehu’s, durch Gemeinsamkeit der Anschauungen, Interessen und Wünsche verbunden, bündisch gegliedert, mittels Zeichen und Losungen eng aneinander geschlossen, schwammen lustig in der trüben Fluth der Anarchie, welche sich nach dem 9. Thermidor über Frankreich ergossen hatte. Die Regierungsmaschine, wie sie der Convent sich gezimmert, war zwar noch vorhanden; allein der energische Impuls, welcher dieselbe während des rothen Schreckens gelenkt und im Gang erhalten hatte, war dahin, und so lahmte und lotterte sie denn kläglich. Um so mehr, da die auch zur thermidorischen Zeit, wie früher, in die Provinzen gesandten Conventscommissäre an manchen Orten unter dem Vorgeben, die Ueberreste des Jacobinismus zu bekämpfen, mit der royalistisch-bourbonischen Reaction geheim oder offen gemeinsame Sache machten. Daher kam es, daß von Lyon an abwärts im ganzen Südosten Frankreichs für eine Weile der bündisch organisirte weiße Schrecken die einzige thatsächliche Gewalt und Macht gewesen ist. In diesen Gegenden galten Jacobiner und Republikaner für schlechthin identisch, und da der von den Thermidoriern beherrschte Convent allenthalben massenhafte Verhaftungen gegen den „Schweif Robespierre’s“ angeordnet hatte, so strotzten namentlich im südöstlichen Frankreich die Gefängnisse von Opfern, die dem Mordstahle der royalistischen Reaction schutzlos preisgegeben waren.


Man hat Mühe, selbst Angesichts unanfechtbarster Bezeugungen, an den Cynismus zu glauben, womit die Herrschaft des Mordes für Thron und Altar sich aufthat. Lyon, damals, wie noch heute, ein Lieblingssitz der Finsterniß, ging voran. Die Jehuiten und Sonnengesellen trugen hier als Partei- und Erkennungszeichen eine weiße Hutschnur, in Erwartung einer baldigen Wiederaufpflanzung der weißen Fahne. Die Stadt wimmelte von Emigranten, welche, auf die Lässigkeit oder das heimliche Einverständniß der Thermidorier rechnend, zurückgekehrt waren und in die Mordbanden sich einreihten. Es ist ganz falsch, zu behaupten oder zu glauben, die Schlächtereien seien nur das Resultat eines ersten und unwiderstehlichen Rachereizes auf Seiten der Royalisten gewesen. Im Gegentheil, sie waren nach des Augenzeugen Fréron bestimmter Angabe eine „systematisch gegen die Republikaner organisirte Bartholomäusnacht“. Daraus erklärt es sich, daß unter den Opfern so viele Männer sich befanden, welche dem rothen Schrecken mit standhafter Energie entgegengewirkt und die Bestrafung rother Schreckensmänner durchgesetzt hatten. Ein recht auffallendes Beispiel hiervon war der an dem Citoyen Redon, welcher einer der Richter gewesen, die über das Scheusal Carrier den Todesspruch gefällt hatten, vollbrachte Mord. Er begegnete einer Rotte Jehuiten. „Du bist kein Terrorist,“ schrieen sie ihn an, „du bist ein ehrlicher Mann; aber du bist ein Republikaner!“ Und damit erwürgten sie ihn.

In den letzten Tagen des April und den ersten des Monats Mai 1795 waltete der weiße Schrecken souverain in Lyon. Sonnengesellen und Jehuiten durchstürmten die Straßen und machten Jeden und Jede nieder, die ihnen mißfielen, nämlich die „Mathevons“ und „Mathevonnes“, welchen Spitznamen man den Republikanern und Republikanerinnen[WS 1] gegeben hatte. Man sah erwürgte Frauen auf den Schwellen ihrer eigenen Häuser liegen. Mitunter ließen sich die Mörder herbei, die Leichname ihrer Schlachtopfer aufzuheben und in die Rhone zu werfen. Das Geräusch, welches die in’s Wasser fallenden Leichen verursachten, wurde mit der lachenden Bemerkung begleitet: „Wieder ein Mathevon weniger.“ Royalistische Damen waren eifrig dabei, die „goldene Jugend“ zum Mordgeschäfte anzueifern; die alten und frommen unter ihnen citirten zu diesem Zwecke alttestamentliche Blutverse, die jungen und galanten verhießen Schäferstunden. Gegen jede Regung von Erbarmen waren in Folge solcher Reizungen die royalistischen Stutzer gestählt. Als die Sonnengesellen eines Tages durch die Straßen paradirten, ließ eine siebenzigjährige Frau die harmlose Bemerkung fallen: „Die Muscadins haben eine flotte Tournüre,“ – und sogleich packten sechs „Muscadins“ die arme Greisin, schleppten sie an die Saonebrücke, schlugen ihr den Schädel ein und warfen sie in den Fluß.

Der Hauptmordtag in Lyon und Umgebung war der 5. Mai. Die Jehuiten ordneten sich in drei Banden, welche drei mit angeblichen Terroristen und Terroristinnen angefüllte Gefängnisse, des Recluses, Saint-Joseph und das zu Roanne, zu Zielen nahmen. Diese Gefängnisse wurden erstürmt und sechsundachtzig Gefangene abgeschlachtet, darunter sechs Frauen. Eine siebente warf sich, als die Streiter für Thron und Altar das Gefängniß anzündeten, um etwaigen Widerstand der Schlachtopfer kurz abzuthun, mit ihrem Kind an der Brust von der Zinne eines Thurmes in die Flammen… Aber thaten denn die Behörden gar nichts zur Sühnung dieses Gräuels? Doch! Die Mörder wurden der Form halber zu Roanne vor Gericht gestellt, aber selbstverständlich freigesprochen. Sie hielten dann einen Triumpheinzug in Lyon, wobei schöne Damen ihren Weg mit Blumen bestreuten, und am Abend wurden sie im Theater förmlich bekränzt. „Rufen wir doch“ – hieß es während dieser Orgie – „den kleinen Capet zum König aus! So wird Lyon die Hauptstadt des Königreichs werden.“

Und die thermidorischen Conventscommissäre, sie sahen das Alles unthätig so mit an? Freilich, und nicht nur das, sondern sie ermunterten und ermuthigten sogar mittelbar oder unmittelbar die mordlustige Reaction. Einer derselben, Chambon, schrieb am 10. Mai aus Marseille an den Convent: „Wie seufze ich über die Langsamkeit der gerichtlichen Formalitäten! Die Verschleppung der (gegen die verhafteten Republikaner angestrengten) Processe verwirrt die bestgesinnten Leute. Thut doch einen Generalschlag! [283] (frappez donc un coup général!)“ Nun, der „Wächter des Gesetzes“ sollte nicht länger auf solche von ihm geforderte Generalschläge zu warten haben. Sie geschahen unter seinen eigenen Augen und unter denen seiner beiden Collegen Cadroy und Isnard. An demselben 10. Mai, an welchem Chambon über die Langsamkeit der gerichtlichen Formen seufzte, machte sich eine Bande von Jehuiten und Sonnenburschen aus Marseille nach dem fünf Stunden entfernten Aix auf, mit dem laut ausgesprochenen Entschlusse, die dortigen mit „Jacobinern“ angefüllten Gefängnisse zu säubern (purger). Die Mörder marschirten zu Fuße, weshalb es den Herrn Chambon, Cadroy und Isnard leicht gewesen wäre, dieselben mittels Inmarschsetzung von Cavalerie, welche sie in Marseille zur Hand hatten, zu überholen. Allein die Herren Thermidorier, mit deren Herrschaft ja, wie die „correcte“ Geschichtslüge lautet, die Menschlichkeit in Frankreich wieder zur Geltung kam, dachten gar nicht daran, Leuten, welche die beseufzenswerthe „Langsamkeit der gerichtlichen Formen“ etwas beschleunigen wollten, ein Hinderniß in den Weg zu legen. So „purgirten“ denn die Gesellschaftsretter von damals am 11. Mai 1795 zu Aix tüchtig darauf los. Das mörderische Trauerspiel zerfiel hier in zwei Acte. Im ersten wurden neunundzwanzig Gefangene abgeschlachtet, im zweiten vierundvierzig, worunter zwei Frauen. Die eine derselben, Madame Fassy, stillte gerade ihr vier Monate altes Kind, als die ritterlichen Kämpen für Thron und Altar in das Gefängniß drangen. Man entreißt ihr den Säugling, streckt sie mit einem Pistolenschuß nieder, zerstampft das Kind vor den Augen der sterbenden Mutter und reißt dann die noch Athmende förmlich in Stücke. Einer der Gefangenen hatte in der Todesangst den gescheidten Einfall, den Mördern zuzuschreien: „Ich bin kein Jacobiner, sondern ein Falschmünzer!“ Er wurde verschont. Der Chef der Jehuiten bei dieser Expedition, ein gewisser Rolland, erfreute sich des vertrauten Umgangs mit dem Conventscommissär Chambon, speiste an dessen Tafel und fuhr in dessen Wagen.

Aehnliche Schlächtereien wie in Lyon und Aix fanden statt in Avignon, in Nimes, in Ile, in Sisteron, in Toulon, in Montélimart, in Saint-Etienne, in Montbrisson, in Bourg, in Lonsle-Saulnier und anderen Orten. Ausgezeichnet durch grausames Raffinement war das Verfahren der Mörder am 24. Mai zu Tarascon. Nachdem sie der gefangenen Republikaner in dem Gefängnißthurm, der auf einem hohen Felsen am Ufer der Rhone stand, sich bemächtigt hatten, wollten sie sich mit der bloßen Abschlachtung derselben nicht begnügen, sondern noch dazu ein Schauspiel geben und genießen. Zur Bequemlichkeit der Zuschauer waren längs der Straße, welche von Tarascon nach Beaucaire führt, Stühle und Bänke hingestellt und bald besetzt, insbesondere von Priestern und von Frommen. Dies geschehen, wurden vierundzwanzig Gefangene, einer nach dem andern, von den Zinnen des Thurmes auf die Uferfelsen herabgestürzt, und wenn die Glieder der Unglücklichen an den Klippen zerrissen und zerschellten, brachen die Zuschauer in cannibalische Beifallsbezeigungen aus. Die Behörden der Stadt nannten den ganzen Gräuel in ihrem amtlichen Bericht einen „verdrießlichen Vorgang“, wobei jedoch „nur“ vierundzwanzig Gefangene „verloren gegangen seien“. Dies war geradezu ein Wink für den weißen Schrecken, das Versäumte nachzuholen. Er that es, indem er am 20. Juni abermals in Tarascon „arbeitete“ und noch weitere dreiundzwanzig Gefangene, worunter zwei Frauen, mordete.

Fünfzehn Tage zuvor, am 5. Juni, hatte der Mord für Thron und Altar zu Marseille im großen Style gearbeitet. Hier war der Pintenwirth Robin der General der Jehuiten und Sonnenburschen, welche mit dem Commandanten des Fort Saint-Jean und mit dessen Secretair in vertrauten Beziehungen standen. Der Commandant hieß Pagès, der Secretair Manoly, und Beide waren als leidenschaftliche Contrerevolutionäre bekannt. Dessenungeachtet und obgleich ebenfalls allgemein bekannt war, daß die Jehuiten das Leben der politischen Gefangenen bedrohten, womit das Fort angefüllt war, ließ der Conventscommissär Cadroy die genannten beiden Herren in ihren Stellungen, als wollte er der Mörderrotte die Wege möglichst ebnen. Sie zögerte daher nicht, dieselben zu betreten. Um acht Uhr Abends am bezeichneten Junitage waren die Sonnenkinder im Fort Saint-Jean und an der „Arbeit“, nachdem der Commandant dafür gesorgt hatte, die Gefangenen ja recht vollständig wehrlos zu machen, indem er ihre Kleider durchsuchen und ihnen sogar die Federmesser und Nägelscheeren wegnehmen ließ.

Es saßen damals, noch von der rothen Schreckenszeit her, auch zwei Prinzen im Fort Saint-Jean gefangen, der Herzog von Montpensier und der Graf von Beaujolais, Söhne des Duc d’Orleans-Egalité. Sie waren Ohrenzeugen, zum Theil, vom Fenster ihres Gefängnisses aus, auch Augenzeugen der gräßlichen Schlächterei und Montpensier hat in seinen Memoiren schaudernd davon erzählt. Er bezeugt ausdrücklich, daß die Jehuiten lauter gut und modisch gekleidete, meist junge Männer gewesen seien, und er konnte sich dieselben aus nächster Nähe betrachten, da ein Dutzend in die Kerkerzelle der prinzlichen Brüder eindrang, um daselbst den Commandanten und dessen Adjutanten, die sich zum Scheine hatten gefangen nehmen lassen, zu verwahren. Die gefangenen und dem Tode bestimmten Republikaner waren in verschiedenen Abtheilungen in den Casematten des Forts eingepfercht. „Wir hörten,“ erzählt der Prinz, „die Pforte eines der Kerker im zweiten Hofe einschlagen und sofort vernahmen wir Rufe des Entsetzens und herzzerreißendes Geröchel, übertönt von wildem Freudengejauchze, so daß uns das Blut in den Adern erstarrte.“

In der ersten Casematte, welche sie erbrochen hatten, schlachteten die ritterlichen Kämpen für Thron und Altar fünfundzwanzig Gefangene ab. Es muß eine wahre Höllenbreughel-Scene gewesen sein, dieses beim Schein von etlichen Fackeln unter der düsteren Wölbung der Casematte vollbrachte Gewürge. Das beklagenswertheste der Opfer war ein blutjunger Mann, welcher, in der Armee an der Grenze für sein Vaterland fechtend, mit Urlaub nach Marseille geeilt war, um seinen gefangenen Vater zu besuchen, und sich nun gerade bei diesem befand. Die Mörder erschlugen den Greis erst, nachdem sie ihm den Sohn in den Armen erdolcht hatten.

Zwei volle Stunden wirthschaftete die Mordbande ganz nach Belieben in den Räumen von Saint-Jean. Und wo war und was that inzwischen Monsieur Cadroy, der Repräsentant des thermidorischen „Regiments der Menschlichkeit“? Er ging harmlos und friedsam in den Straßen von Marseille spazieren. Noch mehr, er hatte dem Platzcommandanten der Stadt, welcher Generalmarsch schlagen lassen und eine Compagnie Grenadiere zum Schutze der Gefangenen in das Fort schicken wollte, Beides untersagt. Um sieben Uhr Abends brüllten in Saint-Jean Kanonen. Die Jehuiten waren daran, mit Kartätschen durch die Thoröffnung eines der Gefängnisse zu feuern. Auch warfen und schoben sie, wie der Herzog von Montpensier berichtet, Pakete angezündeten Schwefels und Bündel entflammten Strohes durch die Luftlöcher der Casematte, um die unglücklichen Insassen zu ersticken.

Endlich, um halb neun Uhr, erschien Cadroy, welchem der Platzcommandant der Stadt keine Ruhe mehr gelassen hatte, mit seinen beiden soeben aus Toulon gekommenen Collegen Chambon und Isnard im Fort, d. h. zunächst vor der Zugbrücke, welche die Jehuiten aufgezogen hatten. Als sie, von einer ausreichenden Anzahl von Grenadieren und Husaren gefolgt, befahlen, daß die Zugbrücke niedergelassen werden sollte, und der Ruf: „Da sind die Volksrepräsentanten!“ erscholl, schrie einer der Sonnenburschen: „Ich kümmere mich den Teufel um sie! Kommt, Cameraden, an’s Geschäft! Wir werden bald damit fertig sein.“ Indessen wurde doch die Zugbrücke niedergelassen und die Conventsdeputirten betraten die blutdampfende Mordstätte. Dem Bericht des Herzogs von Montpensier zufolge hätten sie es gethan mit dem an die Mordbuben gerichteten Zuruf: „Im Namen des Gesetzes, laßt ab von dieser gräßlichen Schlächterei! Hört auf, euch einem gehässigen Rachegefühle hinzugeben!“ Allein es ist wohl zu bemerken, daß der Prinz dieses nicht als Augen- und Ohrenzeuge, sondern nur vom Hörensagen meldet. Dagegen ist durch actenmäßig feststehende Zeugenaussagen eine erdrückende Wucht von Schuld auf Cadroy’s Haupt gehäuft. Als der thermidorische Conventscommissär den inneren Hof des Forts betrat, wo die Cantine sich befand und wo das Würgegeschäft noch immer fortging, rief er den Mördern zu: „Was macht ihr für einen Lärm? Könnt ihr, was ihr thut, nicht geräuschlos thun? Hört auf, zu schießen! Das macht Lärm und bringt die Stadt in Alarm.“ Dann trat er in die Cantine mit den Worten: „Sonnenkinder, ich bin an eurer Spitze; ich werde, wenn es sein muß, mit euch sterben. Aber hattet ihr nicht hinlänglich Zeit zu eurem Geschäfte? Hört jetzt auf, [284] es ist genug.“ Die Jehuiten umringten ihn, wilde Proteste hervorschreiend. Da sagte er: „Nun wohl, ich gehe. Thut euer Werk!“ Gerade so hatte der Chef der Thermidorier, Tallien, als Secretair der „Commune“ vordem zu den Septembermördern gesprochen. Selbstverständlich blieben die Verüber der Gräuel im Fort Saint-Jean unbelästigt und unbestraft. Der Commandant Le Cesne hat bezeugt, daß seine Grenadiere, empört über das Gräßliche, was sie mit ansehen mußten, verschiedene der Schlächter ergriffen, daß aber Cadroy dieselben sofort eigenhändig befreite. Am Schlusse der Blutorgie wurden dann freilich vierzehn Jehuiten gefangen genommen, aber schon zwei Tage darauf wieder freigelassen. Das am 6. Juni aufgenommene Protokoll zählt achtundachtzig Ermordete mit Namen auf. Die Gesammtzahl derselben betrug aber nahezu zweihundert. Sehr viele der Leichname waren, weil halb oder ganz verkohlt, gar nicht wieder zu erkennen. Auch hier, wie anderwärts, war zwischen Männern und Frauen kein Unterschied gemacht worden. Etliche Tage nach der Mörderei sagte ein Jehuit zu einem der noch am Leben gebliebenen Gefangenen: „Ich habe ein Ohr deiner Frau in meiner Dose. Wenn du es sehen willst, werd’ ich es dir zeigen.“

Wenn der Blick von den massenhaften Schlächtereien entsetzt sich abwendet, begegnen ihm anderwärts zur Zeit des Wüthens der thermidorisch-royalistischen Reaction, wo alle modischen Damen Menschlichkeitshauben (bonnets à l’humanité) und Gerechtigkeitscorsete (corsets à la justice) trugen, mörderische Einzelfälle, die unsern Schauder in’s Unerträgliche steigern. Der weiße Schrecken liebte es nämlich, nicht selten mit einem wahrhaft satanischen Raffinement seine Opfer zu Tode zu quälen. Es kamen damals in den Gefängnissen Scenen vor, wie sie Ugolino in Dante’s Hölle erzählt. In Sisteron marterten die Jehuiten den Bürger Bryssand eine ganze Nacht hindurch, bevor sie ihn am Ufer der Durance in Stücke hieben. Zu Moingt ward einem achtzigjährigen Greise der Schädel mittels Kieselsteinen langsam zu Brei gerieben. Zu Saint-Etienne schlugen die Sonnenkinder eines ihrer Opfer an’s Kreuz. Den Bürger Brasseau begruben sie lebendig.… Die Summe der vom weißen Schrecken Vernichteten genau oder auch nur annähernd genau anzugeben, ist keine Möglichkeit vorhanden. In der Provence allein belief sie sich hoch in die Tausende.

Also hat der „weiße Schrecken“ für Thron und Altar gearbeitet. Der Zweck heiligt eben die Mittel!



Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Republikanerninnen