Die Bierpfütze bei Ostritz

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Bierpfütze bei Ostritz
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 257
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
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847) Die Bierpfütze bei Ostritz.
S. Grosser Bd. I. S. 156. Haupt Bd. II. S. 137.

Zwischen Ostritz und Hirschfelde am sogenannten Läusehübel (d. h. Pfützenhübel, von luza, Pfütze) ist eine Stelle, die heißt bis auf den heutigen Tag die Bierpfütze. Das kommt daher, daß einstmals daselbst die Görlitzer den Zittauern eine ganze Ladung Bierfässer weggenommen und in Stücke geschmissen haben, weil sie nicht dulden wollten, daß die Zittauer ihr Bier auf Görlitzer Gebiet brächten und da verkauften, denn es war ein altes Recht der Görlitzer, daß im ganzen Umkreis der Stadt kein fremdes Bier gezapft werden durfte. Aus diesem Ereigniß hat sich nachmals eine lange Fehde zwischen den beiden Städten, genannt der Bierstreit, entsponnen. In dieser Fehde erwarben die Zittauer den Spottnamen Kuhtreiber, weil sie den Görlitzern das Vieh wegtrieben (s. oben S. 209 und meine Bierstudien. Dresden 1872. S. 61).