Die Entdeckung des Potschappeler Steinkohlenlagers

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Entdeckung des Potschappeler Steinkohlenlagers
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 239-240
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort:
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[239]
260) Die Entdeckung des Potschappeler Steinkohlenlagers.
Petzholdt a. a. O. S. 32 sq.

Um die Mitte des funfzehnten Jahrhunderts hat sich einmal ein Kuhhirt auf den Kohlsdorfer Feldern (bei Pesterwitz im Plauischen Grunde) an einem rauhen Tage ein Feuer angezündet, da aber ein heftiger Wind es immer wieder auslöschte, so suchte er eine Menge Steine zusammen, um damit eine Art von Mauer gegen den Wind zu errichten. Unter diesen Steinen befanden sich viele schwarze, die das muthige Pferd, welches er nebst den Kühen hütete, mit dem Hufe aus der Erde herausgearbeitet hatte. Sein Unternehmen gelang ihm, das Feuer brannte nun ruhig, aber mit großem Erstaunen bemerkte er jetzt, daß auch seine Mauer in Brand [240] gerieth und größtentheils vom Feuer verzehrt ward. Er erzählte dieses Wunder sogleich seinem Herrn, allein er wurde ausgelacht, doch wiederholte er den nächsten Tag den Versuch und warf von diesen vermeintlichen Steinen einige mit in das Feuer, die ebensogut verbrannten, wie die am vorigen Tage. Dies bewog ihn, einige mitzunehmen, er zündete sie zu Hause in Gegenwart seines Herrn, der ebensowenig von Steinkohlen etwas wußte, auf dem Herde an, und überzeugte ihn nun.