Die Fortschritte in der Bequemlichkeit des städtischen Zusammenlebens

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Autor: Karl Biedermann
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Titel: Die Fortschritte in der Bequemlichkeit des städtischen Zusammenlebens
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aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 569–571
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Kulturgeschichtliche Bilder.
4. Die Fortschritte in der Bequemlichkeit des städtischen Zusammenlebens.
Die Beseitigung der Festungswerke und ihre Vortheile für die Gesundheit, Wohnlichkeit und Annehmlichkeit der betreffenden Städte. – Störungen der städtischen Reinlichkeit und Behaglichkeit in frühern Zeiten durch das Sicheindrängen landwirthschaftlicher Beschäftigungen in die Städte. – Mangelhafte Pflasterungs- und Reinigungsanstalten. – Die Straßenbeleuchtung in der ältern Zeit. – Die Häusernummern. – Ein Gang durch eine Stadt im vorigen Jahrhundert.

Wir haben in unserer letzten Schilderung den Zustand der Landstraßen, der Reisegelegenheiten und des Briefverkehrs in einer frühern Zeit mit denen der Gegenwart verglichen. Heut wollen wir ein dem verwandtes Thema behandeln: die Bequemlichkeiten des städtischen Zusammenlebens sonst und jetzt. Wenn wir ein Bild einer unsrer größern Städte aus dem vorigen oder ehevorigen Jahrhunderte betrachten, so fällt uns davon vor Allem auf, wie damals die Ausdehnung der Stadt beschränkt, die Bequemlichkeit des Sichausbreitens, der Anbau von Gärten, die Anlegung öffentlicher Spaziergänge, freier Plätze oder schattiger Alleen gehemmt war durch die rings um die Stadt enschließenden Befestigungswerke, Wälle und Gräben, Bastionen und Thore. Der ursprüngliche Zweck der Anlegung von Städten war ja die gemeinsame Vertheidigung hinter Mauer und Wall und, obgleich seit der Erfindung des Pulvers und der Einführung der Feuerwaffen diese Schutzwehren viel von ihrem Werth verloren hatten, so dauerte es doch noch geraume Zeit, ehe man das Vermächtniß einer frühern Kulturperiode aufgab, die Scheidewand, welche die Städte vom offenen Lande trennte, niederriß und der städtischen Bevölkerung freien Raum zur behaglichen Ausbreitung und zur Gewinnung von allerhand, bis dahin entbehrten Bequemlichkeiten verschaffte. Erst die neueste Kriegskunst, welche überall mit großen Massen operirt und daher höchstens solchen festen Plätzen, welche einem bedeutenden Truppencorps als Stützpunkt oder Rückzugslinie dienen konnten, einen strategischen Werth beimißt, hat die Zwecklosigkeit der Befestigung solcher Orte, denen jene Bedeutung abgeht, völlig außer Zweifel gestellt und den gewichtigen Gründen Geltung verschafft, welche vom nationalökonomischen, kommerziellen und allgemein kulturhistorischen Standpunkte aus längst schon für die Beseitigung aller derartigen Festungswerke, für die Verwandlung der abgeschlossenen Städte in offene Plätze sprachen. Daher sehen wir nach den letzten französischen Kriegen sogar solche Städte, die mit besonderem Fleiß befestigt waren und sich auch wirklich bisweilen als nicht ganz verachtungswerthe Objekte einer militärischen Vertheidigung erwiesen hatten, wie z. B. Dresden, ihrer Wälle und Gräben entkleidet.

Wie sehr durch diese Veränderung die ganze Physiognomie der Städte sich verjüngen, wie groß der Gewinn sein mußte, den sie in Bezug auf Gesundheit, Wohnlichkeit und Annehmlichkeit aller Art daraus zogen, liegt auf der Hand und lehrt der oberflächlichste Blick auf ihre jetzige und ihre frühere Gestalt. Die bis dahin auf einem kleinen Raume eng zusammengepferchte Bevölkerung dehnte sich jetzt behaglich aus, indem sie sich ungehindert über die Vorstädte ausbreitete, die, nicht mehr durch Zwinger und Thore von der innern Stadt abgeschlossen, ja in mancher Beziehung noch größere Annehmlichkeiten des Wohnens darboten. Die Straßen und Plätze der innern Stadt selbst waren nun dem freien Durchzuge der frischen Luft geöffnet, welchen bis dahin die [570] umgebenden Mauern zum größten Theil ihnen versagt hatten, wurden nicht mehr durch die Ausdünstungen des in den Stadtgräben sich ansammelnden fauligen und schlammigen Wassers verpestet. Vielmehr erhoben sich jetzt auf dem durch Auffüllung dieser Gräben geebneten Boden gewöhnlich anmuthige Baumpflanzungen, welche ebenso sehr durch ihren luftreinigenden Einfluß für die Gesundheit, wie durch ihren kühlenden Schatten für das Wohlbehagen der Bevölkerung vom größten Werthe waren. Oder man benutzte wohl auch diese Vertiefungen rings um die Stadt, um Blumen- und Gemüsebeete oder Obstpflanzungen darin anzulegen. Manche öffentliche Anlagen, z. B. der Park zu Leipzig, der Thiergarten bei Berlin, der Augarten bei München, der Wiener Prater, die Anlagen in Mannheim und Kassel u. s. w., waren zwar schon zu einer Zeit entstanden, wo an die Beseitigung der Festungswerke um die Städte noch nicht Hand angelegt war, allein eben deshalb erwies sich ihr Gebrauch vielfach erschwert, ihr Bestehen selbst nicht selten gefährdet, so lange sie von den Städten, denen sie als Zierde und Erholungsorte dienen sollten, durch die zwischen ihnen und dem Kerne der Stadt mitten hindurch laufenden und gewöhnlich nur mit wenigen Durchgängen versehenen Zwinger abgesperrt waren. Man kann also wohl sagen, daß die eigentliche Verschönerung und Modernisirung unserer Städte hauptsächlich von der Zeit anfängt, wo sie aufhörten, befestigte Orte zu sein.

Nicht so leicht ließ sich ein anderes Ueberbleibsel aus den kriegerischeren Zeiten unserer Altvordern beseitigen, welches ebenfalls viele Städte in ihrem Aussehen und ihrer innern Bequemlichkeit beeinträchtigt: wir meinen die vielen engen und krummen Gassen.

Zum Theil allerdings mögen diese ihr Entstehen einer bloßen Sorglosigkeit der ersten Erbauer und dem Mangel baupolizeilicher Vorschriften in jenen früheren Zeiten verdanken; zum Theil aber war es wohl auch berechnete Absicht, welche dem Zwecke leichterer Vertheidigung die Anforderungen der Symmetrie und Bequemlichkeit opferte. Auch das Ueberbauen der obern Stockwerke über die untern, wodurch in manchen älteren Städten die ohnehin engen Straßen noch mehr verengt und verdüstert werden, mag seinen Grund häufig in dem Mangel an Platz gehabt haben, der durch die Umwallung der Städte, innerhalb derselben herbeigeführt ward. Solche Uebelstände verminderten sich wohl allmälig durch theilweise Neubauten; gänzlich verschwinden konnten sie nur da, wo etwa in Folge großer Feuersbrünste ganze Stadttheile aus dem Frischen aufgeführt werden mußten.

Aber auch noch andere, für den Schönheitssinn und das Behagen der Bewohner äußerst störende Unterbrechungen der Regelmäßigkeit der Häuser und Straßen finden wir in den meisten Städten einer frühern Kulturperiode. Viele derselben, auch von den größeren, trieben damals neben den eigentlich städtischen Gewerben mehr oder weniger ausgedehnte Feldwirthschaft. In Folge dessen drängten sich dann hervor mitten zwischen die städtischen Wohnungen hinein, landwirthschaftliche Baulichkeiten aller Art, Schuppen und Scheunen, Ställe und Höfe. Selbst in der Residenzstadt Berlin traf man solche noch bis gegen das Ende des 17. Jahrhunderts an, und mit Mühe gelang es der Regierung des großen Kurfürsten die Hinausverlegung derselben vor die Thore durchzusetzen. Ja, was noch ärger, an vielen Häusern Berlins waren damals mitten auf die Straße hinaus Schweineställe angebaut, und in ganzen Heerden liefen die Mastschweine in den Straßen und auf den öffentlichen Plätzen umher. Man konnte dem Unwesen nicht anders steuern, als durch ein, 1681 erlassenes allgemeines Verbot des Schweinemästens im Umkreise der Stadt. In kleinern Städten war dieser Unfug noch viel schlimmer. Noch im vorletzten Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts trieben die Hirten ihr Vieh durch die Straßen der herzoglichen Residenzstadt Gotha und mußte den Bewohnern Stralsunds (einer im Uebrigen durch Stattlichkeit und Bildung sich auszeichnenden Stadt) streng eingeschärft werden, keine Schweine und Hühner auf den Straßen wühlen zu lassen. Auch war es nichts Seltenes, daß man mitten in einer Stadt, zwischen bewohnten Straßen, wüste, entweder mit Sumpflachen bedeckte, oder zu Weideplätzen für das Vieh dienende Stellen fand.

Ordentliches Pflaster gab es noch vor etwa siebzig Jahren bei Weitem nicht in allen, Trottoirs nur in äußerst wenigen Städten. Schleußen oder ähnliche Anstalten zur Reinlichhaltung der Straßen wurden, als eine Seltenheit, allemal besonders gerühmt. Am aller Uebelsten aber sah es mit der Beleuchtung aus. Macaulay in seinem berühmten Geschichtswerk über England hat uns eine interessante Schilderung von der Einführung der ersten Straßenlaternen in London geliefert. „Im letzten Jahre der Regierung Karl’s II.,“ erzählt er, (also im Jahre 1684) „fand eine große Veränderung in dem londoner Polizeiwesen statt, eine Veränderung, welche vielleicht eben so Viel zu dem Wohlsein dieses großen Gliedes des Volkskörpers beigetragen hat, als Revolutionen von viel größerem Ruf. Ein sinnreicher Projectmacher, Namens Heming, erhielt ein Patent, welches ihm auf bestimmte Jahre das ausschließliche Recht der Straßenbeleuchtung in London verlieh. Er verpflichtete sich gegen eine mäßige Vergütung in mondlosen Nächten von Michaelis bis zu Mariä Verkündigung, von 6 bis 12 Uhr vor jeder zehnten Thür ein Licht anzubringen. Wer die Hauptstadt jetzt sieht, wie sie das ganze Jahr hindurch, vom Dunkelwerden bis zum Tagen, mit einem Glanze strahlt, im Vergleich mit welchem die Illuminationen für La Hogue und Blenheim blaß erschienen wären, wird vielleicht mit Lächeln an Heming’s Laternen denken, welche ungefähr den dritten Theil des Jahres vor einem Hause unter Zehen einen kleinen Theil der Nacht ein schwaches Dämmerlicht warfen. Aber das war nicht das Gefühl der Zeitgenossen. Sein Plan erfuhr begeisterten Beifall und wüthenden Angriff. Die Freunde des Fortschritts priesen ihn als den größten aller Wohlthäter seiner Stadt. Was, so fragten sie, waren die gerühmten Erfindungen des Archimedes im Vergleich mit der Leistung den Mannes, der die nächtlichen Schatten zum Mittag verwandelt hat? Trotz dieser beredten Lobeserhebungen ward die Sache der Finsterniß nicht unvertheidigt gelassen. Es gab Thoren in jenem Zeitalter, welche sich der Einführung dessen, was „das neue Licht“ genannt wurde, so eifrig widersetzten, wie Thoren in unserm Zeitalter sich der Einführung der Kuhpockenimpfung und der Eisenbahnen widersetzt haben, so eifrig wie die Thoren eines frühern Zeitalters in der Frühdämmeruug der Geschichte sich ohne Zweifel der Einführung des Pfluges und der Buchstabenschrift widersetzten. Viele Jahre nach dem Ausstellungstage von Heming’s Patent gab es ausgedehnte Bezirke in London, in denen keine Lampe zu sehen war.“

So Macaulay. Aehnliches läßt sich aus derselben Zeit, zum Theil sogar aus einem noch spätern, von den meisten Städten des Festlandes berichten. Als man zuerst die Nothwendigkeit empfand, die Straßen zu erhellen, verfiel man auf folgendes Auskunftsmittel. Man befahl dem einzelnen Hausbesitzer, während gewisser Stunden der Nacht abwechselnd – gewöhnlich von 3 zu 3 Häusern – ein Licht oder eine Laterne vor dem Fenster anzubringen. Auch in London scheint dies die früheste Art der Straßenbeleuchtung gewesen zu sein. In Paris ergingen solche Verordnungen, in Folge der Unsicherheit, welche Räuber und Mordbrenner in den dunkeln Straßen der Stadt verbreiteten, schon beim Anfange des 16. Jahrhunderts, wurden auch mehrmals in der nächstfolgenden Zeit wiederholt, bis man endlich, 1558, an den Ecken der Gassen und wo diese zu lang waren, noch außerdem in der Mitte derselben, sogenannte Fallots errichtete, ein den Grubenlichtern in unsern Bergwerken ähnliches Geleuchte. Es läßt sich denken, daß die Wirkung dieser vereinzelten und schwachstrahlenden Lichter keine sehr glänzende war. Zwar setzte man bald an die Stelle der Fallots ordentliche Laternen, aber auch dennoch muß die Beleuchtung eine sehr mangelhafte gewesen sein, denn im Jahre 1662 ließ sich ein Italiener ein Patent auf die Vermiethung tragbarer Laternen und Fackeln ertheilen. Solche waren auch an andern Orten in Gebrauch, wo es an Straßenlaternen fehlte, so z. B. in Leipzig bis zum Anfange des vorigen Jahrhunderts. Diese wandelnde Straßenbeleuchtung mochte aber wohl, namentlich die offen getragenen Fackeln, allzu feuergefährlich erscheinen, denn man verbot deren fernern Gebrauch auf’s Strengste nach der Einführung der Straßenlaternen, welche in Leipzig 1701, in Dresden 1705 statt fand. In Paris, um auf diese Stadt noch einmal zurückzukommen, datirt die erste ordentliche Straßenbeleuchtung – jedoch nur für etwa 5 Monate des Jahres, vom 20. October bis zum letzten März – aus dem Jahre 1671. Ohngefähr eben so alt ist diese Einrichtuug in Amsterdam, im Haag, in Hamburg, Berlin und Wien. In Frankfurt am Main ließ der Rath 1707 einige Laternen auf dem Römerberge aufrichten, aber sie fanden keinen Beifall und erst 1711 kam es zu einer allgemeinen Anlegung derselben durch [571] die ganze Stadt. Kassel und Darmstadt, zwei fürstliche Residenzen, hatten noch in den 60. und 70. Jahren des vorigen Jahrhunderts eine nur sehr unvollkommene und auf wenige Theile der Stadt beschränkte Straßenbeleuchtung. In Italien waren noch um 1780 nur wenige, selbst der größten Städte beleuchtet: Rom nicht, Neapel nicht, wohl aber Venedig. Ein Reisender, der im Jahre 1771 Sicilien und Griechenland besuchte, fand nur in Palermo eine regelmäßige Straßenbeleuchtung. Auch Lissabon entbehrte dieses Vorzugs bis in die 80. Jahre, während Madrid, obschon übrigens vernachlässigt und unsauber, doch an Glanz seiner Beleuchtung damals mit London wetteiferte.

Natürlich waren die technischen Mittel dieser Beleuchtung damals noch sehr unvollkommen und wir dürfen uns daher auch von den angeblich besterleuchteten Städten in jener Zeit nicht entfernt ein ähnliches Bild machen, wie das ist, welches heutzutage die im Glanze vieler Tausende von Gasflammen strahlenden Plätze und Straßen unserer großen und sogar vieler Mittelstädte gewähren. Noch eine Bequemlichkeit – auf die wir heutzutage, wo sie allgemein ist, kaum mehr achten, die wir aber, wenn sie uns plötzlich wieder entzogen werden sollte, schmerzlich vermissen würden, fehlte in den meisten Städten noch vor etwa 100, in vielen und selbst bedeutenden noch vor 70 – 80 Jahren – die Nummern an den Häusern zur Orientirung beim Aufsuchen eines bestimmten Hauses. Von London erzählt Macaulay, daß man dort statt der Nummern (die doch von geringem Nutzen gewesen sein würden, weil die Kutscher, Sänftenträger und Laufburschen damals nur selten lesen konnten) an den Häusern und Läden allerhand groteske Bilder angebracht habe, an denen die Vorübergehenden dieselben unterschieden. Auf ähnliche Weise mögen auch bei uns die vielen Bezeichnungen solcher Art entstanden sein, die sich namentlich in den Städten finden, wo ein zahlreicher Verkehr von Fremden auch in den Privathäusern, theils um da zu wohnen, theils um Handel zu treiben, statt fand, wie z. B. Leipzig.

Stellen wir uns einen Fremden vor, der im vorigen Jahrhundert am Abend in einer Stadt ankommend, ausgeht, um einen Bekannten oder Geschäftsfreund aufzusuchen, und nun – im besten Falle – bei dem zweifelhaften, mehr blendenden als erhellenden Lichte einiger, weit von einander entfernter, über der Mitte der Straße sich hin- und herwiegender Laternen, bald über das holprichte Pflaster hinstolpert, bald durch bodenlosen Morast und nicht zu umgehende Pfützen waten muß, oder, wenn er sich längs der Häuser halten will, jeden Augenblick in Gefahr steht, über einen der dort aufgethürmten Schmutzhaufen zu fallen, an irgend einen Vorbau, der ungenirt in den Weg vorspringt, sich zu stoßen, von allerhand, rücksichtslos aus den Häusern gegossenen Unreinigkeiten überströmt, auch wohl, wenn es gerade regnet, von einem der Löwen- oder Delphinkopfe, welche das Wasser der Dachrinnen in weitem Bogen auf die Straße ergießen, durchnäßt zu werden – dazu endlich die Schwierigkeit, die gesuchte Wohnung, welche keine Nummer, vielleicht kaum den angeschriebenen Straßennamen andeutet, in solchem Halbdunkel zu finden – und wir werden gestehen müssen, daß die Bequemlichkeit, die Leichtigkeit, der Comfort des Lebens und des Verkehrs in dieser Beziehung auf erfreuliche Weise zugenommen hat!


Anmerkung des WS-Bearbeiters: Dieser Beitrag erschien als Nr. 4 in der Reihe Kulturgeschichtliche Bilder.
Nr. 3 Die Transport- und Communikationsmittel siehe Heft 42
Nr. 5 Die Bevölkerungsverhältnisse folgt in Heft 52.