Die Lieder der Fleurette

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Alfred Teniers
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Lieder der Fleurette
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 54
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[54]

     Die Lieder der Fleurette.
 1.

Willst wissen, wer der Vater mein?
     Befrag den Abendstern!
Willst wissen, wer mein Mütterlein?
     Ich wüsst’ es selber gern!

5
Willst wissen, wer mir frech geraubt,

     Was reiner Jungfraun Licht?
Eintrat er kühn, erhitzt, bestaubt,
     Doch kenne ich ihn nicht!

 2.
Der Erste sucht mich träumerisch

10
     Durch Blumen zu gewinnen;

Der Zweite sorgt für meinen Tisch
     Und schafft Krystall und Linnen;

Der Dritte mir Juwelen schenkt,
     Die köstlich und voll Feuer;

15
Der Vierte, der nie mein gedenkt,

     Bleibt mir vor allen teuer.

 3.
Wächst ein Kräutlein, heisst Geduld,
     Ringt sich langsam an das Licht;
Rosen bringt es mir voll Huld,

20
     Aber Myrten bringt es nicht.


Was das Kräutlein von mir denkt,
Dass es mir nur Rosen schenkt?

Alfred Teniers.