Die Mönchstaufe zu Wechselburg

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Mönchstaufe zu Wechselburg
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 325
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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373) Die Mönchstaufe zu Wechselburg.

Heine, Beschreibung von Rochlitz S. 110. Simon, Eilenburger Chronik S. 305. Spangenberg, Adelsspiegel S. 104. Poet. beh. v. Ziehnert. Bd. III. S. 73 sq.

Dedo der Feiste Graf zu Rochlitz, kam, als er mit Kaiser Heinrich. VI. nach Apulien reisen wollte, auf den Gedanken, sich das überflüssige Fett aus dem Leibe schneiden zu lassen, damit es ihm auf der Reise nicht im Wege wäre. Dies that er, aber mit so unglücklichem Erfolge, daß er etliche Tage darauf (16. August 1199) starb. Er liegt mit seiner Gemahlin, die das Jahr vorher gestorben, im Kloster Zschilla, das aber, seitdem es (1543) Herzog Moritz den Herren von Schönburg abgetreten hatte und also durch einen Wechsel seine Herrschaft änderte, Wechselburg heißt und jener 1174 (1184?) erbaut hat, begraben. Dasselbe soll ursprünglich nur von lauter Edelleuten bewohnt gewesen, hier aber nichts Gutes, sondern eitel Böses geschehen sein. Als einst ihr Probst sich wider ihren Unfug, Geilheit und Muthwillen gesetzt hatte, hauen sie ihm einige Gliedmaßen seines Leibes ab und werfen ihn in die Mulde, da denn solcher Ort noch jetzt die Mönchstauf oder der Mönchstümpel genannt wird, dem Prior aber schlugen sie mit einem eisernen Hammer den Hirnschädel ein. Darauf wurden diese adeligen Canonici ausgestoßen und das Kloster den Deutschen Ordensherren eingeräumt, die es auch bis zur Veränderung der Religion besessen haben.