Die Sage vom Falkenstein

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Sage vom Falkenstein
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 86–87
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[86]
695) Die Sage vom Falkenstein.[1]
S. Sachsengrün 1861 S. 144.

Bei Erlbach im Voigtlande erhebt sich aus dunklem Fichtenwalde eine kahle, isolirt stehende Felswand, von deren Gipfel man eine herrliche Aussicht nach Baiern und Böhmen bis Franzensbrunn genießt. Hier soll zur Zeit der Markomannen [87] ein Fürstenschloß gestanden haben, zu dessen Füßen ein See war. Die Tochter des Besitzers sollte an einen andern Fürsten verheirathet werden, sie liebte aber einen Sänger und hatte mit diesem eine geheime Zusammenkunft, bei der sie belauscht wurden. Der Vater durchbohrte sie mit dem Schwerte und schleuderte ihren Leichnam in den See herab. Der Sänger aber stellte sich der andringenden Schaar mit seiner Harfe und seiner Wehr entgegen, bis er auf den letzten Vorsprung zurückgedrängt, sich in den See stürzte. Den Leichnam der Geliebten umschlingend sprach er, einen furchtbaren Fluch über den grausamen Vater aus und als er mit der Geliebten untersank, stürzte das Schloß und der Tempel zusammen und der See erstarrte zu Stein, die Trümmer des Schlosses glaubt man noch heute in dem massenhaften Rollgestein zu sehen.


  1. Ist offenbar dieselbe Sage wie die unter S. 103 vom hohen Stein bei Erlbach erzählte. Ebenso stimmt die vorhergehende oben mit Nr. 646; blos die Namen der Localitäten differiren.