Die leuchtenden Flämmchen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Heinrich Gottlob Gräve
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die leuchtenden Flämmchen
Untertitel:
aus: Volkssagen und volksthümliche Denkmale der Lausitz, S. 167
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: F. A. Reichel
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Bautzen
Übersetzer: {{{ÜBERSETZER}}}
Originaltitel: {{{ORIGINALTITEL}}}
Originalsubtitel: {{{ORIGINALSUBTITEL}}}
Originalherkunft: {{{ORIGINALHERKUNFT}}}
Quelle: MDZ München, Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Volkssagen und volksthuemliche Denkmale der Lausitz 167.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[167]
LXXI. Die leuchtenden Flämmchen

erscheinen vorzüglich zur Frühlings- und Herbstzeit bei nächtlicher Weile auf Friedhöfen, wo sie an den Kirchhofmauern, wie auf den Gräbern der unter ihnen Schlummernden, herumhüpfen, mancherlei Sprünge und Kreisbewegungen machen und dann mit ach und seufzen wiederum verschwinden. Dieß sind, sagt der Aberglaube, die Seelen der vor der Taufe verstorbenen Kinder, deren Körperhüllen an der Gottesackermauer begraben wurden. Sie beleidigen Niemand und werden nur dadurch, daß man eine Hand voll geweihter Erde nach ihnen wirft, von dieser Nachtrunde erlöset und ihrer Ruhe wiedergegeben.[1]


  1. Hi motus animorum, atque haec certamina tanta pulveris exigui jactu compressa quiescent.
    Virg. Georg IV. 86.