Diskussion:Ferdinand Krome

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Ferdinand Krome, wann gestorben?[Bearbeiten]

Sterbedatum und Sterbeort ließen sich trotz angestrengter und vielseitiger Recherche nicht klären. Der Klärungsprozess (jetzt in: Wikisource:Skriptorium/Archiv/2009/Juni) ist nachfolgend abgebildet. Nachdem auch das Standesamt von Duren keine Auskunft geben konnte, sind die greifbaren Mittel erschöpft und wird für den Gebrauch der Texte auf die 100-Jahre-Klausel Rückgriff genommen. Neue Erkenntnisse sind jederzeit willkommen. --Konrad Stein 23:22, 28. Jul. 2009 (CEST)

Werte Gemeinde,[Bearbeiten]

ich würde gerne das Buch: Ferdinand Krome Die Anfänge des musikalischen Journalismus in Deutschland, Leipzig 1896, in unserer Bibliothek einstellen, kann aber mit meinen Mitteln nicht herausfinden, wann der Mann von uns gegangen ist. Aus der Vita seiner Dissertation geht hervor: "Ich, Karl Wilhelm Ferdinand Krome, wurde geboren am 21. Juni 1869 zu Dorum, im Lande Wursten, als vierter Sohn des weiland evangelisch-lutherischen Pastors Ferdinand Krome. Im Herbst 1882 kam ich auf das Gymnasium zu Göttingen und besuchte dann, durch zweimalige längere Krankheit unterbrochen, die Gymnasien zu Verden, Hameln und Bremen. Nach bestandener Reifeprüfung bezog ich im Herbst 1891 die Universität und das Konservatorium zu Leipzig. Vom Oktober 1892 bis Juli 1894 studierte ich in Würzburg. Dem Direktor der Königlichen Musikschule, Herrn Dr. Kliebert, bin ich besonderen Dank schuldig für reiche Anregung und nachhaltige Förderung meiner Studien. Im Herbst 1894 kehrte ich nach Leipzig zurück und hörte Vorlesungen bei den Herrn Professoren Kretzschmar, von Oettingen, Sievers, Volkelt, Wundt, Holz und Witkowski. Besonders Herrn Prof. Kretzschmar fühle ich mich zu aufrichtigen Dank verpflichtet für das in mir erweckte Interesse an musikgeschichtlichen Forschungen." Weiß jemand mehr? Viele Grüße von Euerem --Konrad Stein 23:00, 7. Jun. 2009 (CEST)

Schonmal Question Point bemüht? Jonathan Groß 13:42, 8. Jun. 2009 (CEST)
Danke, kannte ich nicht, hab es gleich einmal probiert. Viele Grüße von --Konrad Stein 15:55, 8. Jun. 2009 (CEST)
Ich würde in Saarbrücken Auskunft suchen. Mindestens zwischen 1899 und 1908 war er auf jeden Fall dort tätig, als Leiter eines (seines?) der beiden privaten Konversatorien, wird auch bei Aufführungen in der Saarbr. Johanniskirche als Dir. Dr. Krome genannt und hielt 1908 Vorträge für den Musikpädagogischen Verband auf dem 4. Musikpädagogischen Kongress Berlin. 1911 weilte er als Musikdirektor noch unter den Lebenden, da sonst das DBA seiner Quelle: Deutsche Tonkünstler und Musiker in Wort und Bild / herausgegeben von Friedrich Jansa. - 2. Ausgabe. - Leipzig : Jansa, 1911, die mir leider nicht vorliegt, auch sein Todesjahr entnommen hätte. Vielleicht kopiert dir jemand mit Vollzugriff den Artikel aus WBIS. --92.75.210.55 20:45, 8. Jun. 2009 (CEST)
Da steht aber nicht sehr viel, Geburtsjahr stimmt nach deinen Angaben auch nicht (1870). Wenn du den Artikel haben möchtest, bescheid sagen. -- Paulis 21:00, 8. Jun. 2009 (CEST)
Aus Knol: Dort wird er Friedrich genannt, obwohl in den von mir genannten hist. Fundstellen eindeutig von dem Musikpädagogen Ferdinand Krome aus Saarbrücken die Rede ist: 1902 wird Dr. Friedrich Krome aus Bingen Leiter des Männer-Gesang-Verein Saarbrücken-St. Johann. - 1902-1904 Dirigent "Gesellschaft der Musikfreunde" 1905 gründet Dr. Friedrich Krome ein Konservatorium. - 1934 bittet Dr. Krome die Stadt um Übernahme seines Konservatoriums. Der Antrag wird abgelehnt. --92.75.111.214 21:17, 8. Jun. 2009 (CEST)
Auf den Chorleiter Friedrich war ich auch gestoßen (bei der Suche nach Saarbrücken) war mir aber unsicher (und bin es noch), ob er mit unserem Ferdinand identisch ist. Die Identität geht aus der "Deutsche Tonkünstler"-Schrift hervor? Der Vortrag 1908 ist sonst auch die einzige Publikation, die sich Ferdinand zuordnen lässt. --Konrad Stein 22:04, 8. Jun. 2009 (CEST)
Also der Friedrich im Knol-Artikel ist sicher der falsche richtige, entweder der Autor hatte nur das Kürzel F. Krome zur Hand und einfach als Friedrich interpretiert oder er hat es von dieser einzigsten fehlerhaften Fundstelle übernommen, die sonst noch zu finden war wo überhaupt ein Friedrich Krome mit Musik in Verbindung gebracht wird: Der Musikkritiker Hugo Wolf, von Kurt Varges, 1934, Seite 17 „Friedrich Krome: Die Anfänge des musikalischen ...“

Wenn man mich gefragt hätte, so hätte ich meinen Eintrag rasch korrigiert: Dr. Krome in Saarbrücken heißt mit Vornamen tatsächlich Ferdinand, nicht Friedrich. Lamla (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 88.134.102.11 (DiskussionBeiträge) 09:57, 16. Jul. 2010 (CEST))

Dieser Lebensweg ist sicher nicht ungewöhnlich. Er war ein Praktiker, der eben mit seiner Diss. einen häufig zitierten Wurf gelandet hat. Dass nach einer Diss. publizistisch nicht mehr viel kommt, ist dann eigentlich eher die Regel als die Ausnahme. Die Spur ist jedenfalls so deutlich, dass es sich lohnt, in SB Auskunft einzuholen, wo genau muss man noch sehen, wenn mir etwas einfällt, trage ich es nach. --92.75.205.199 22:54, 8. Jun. 2009 (CEST)
Ich habe mal den Hrsg. der Saarl. Biogr. angeschrieben, die haben einen Krome-Schüler in der Datenbank, ausserdem stehen zahlreiche Archivare auf der Mitarbeiterliste. --94.217.106.210 14:41, 9. Jun. 2009 (CEST)
Danke, ich habe fast den Eindruck anders werden wir nicht fündig. Grüße von --Konrad Stein 19:31, 9. Jun. 2009 (CEST)
Die Auskunft war leider negativ, keine Daten vorhanden und die Hoffnung, einen anderen Ansprechpartner genannt zu bekommen hat sich leider auch nicht erfüllt. Eine Auskunft aus dem normalen Sterberegister dürfte wg. der Schutzfristen wohl nur direkte Angehörige erhalten. --92.75.216.229 13:05, 10. Jun. 2009 (CEST)

Aus genealogischer Sicht spricht weniger für den Saarbrücker Namensvetter, der auf den Bingener Zweig der Familie Krome zurückgeht, deren Vorfahren einst vor Not und Elend auch ins Ausland flohen. Dem politisch engagierten Vater des gesuchten Karl Wilhelm Ferdinand Krome (* 1869), Pastor Ferdinand Krome im Dorum im Konsistorialbezirk Hannover (mit Sitz in Stade), dem als Geistlichem die Schulaufsicht übertragen war, wurde diese nach seiner Kritik am Schulaufsichtsgesetz der 1870er Jahre entzogen (siehe z. B. Google-USA*). Der älteste seiner vier Söhne, Otto Georg Hermann Dittmar Krome (1863–1917), wanderte 1880 aus, um dem preußischen Wehrdienst zu entgehen. Nach Lehrertätigkeit in Südafrika machte er sich schließlich in Australien einen Namen als Pädagoge und Leiter eines Methodist Ladies’ College (Australian Dictionary of Biography, Grabmal). Die Familie stammt wohl eher aus dem hohen Norden, dem Elbe-Weser Dreieck oder dem Raum zwischen Verden an der Aller oder Stade, Bremen und Hamburg. Dorum gehört heute zum Sprengel Stade und ist ein Kirchenbezirk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, für welches das dortige Landeskirchliche Archiv zuständig ist. Dieses beantwortet auch familiengeschichtliche Anfragen über Pastoren und deren Familienangehörige. Personendaten aus der Zeit nach dem 1. Oktober 1874 finden sich nicht mehr in den Kirchenbüchern, die – wenn nicht mikroverfilmt – bei den Kirchengemeinden vor Ort einzusehen sind, sondern werden bei den zuständigen Standesämtern geführt und an staatliche Archive abgeliefert. Es empfiehlt sich deshalb eine Anfrage beim Landeskirchlichen Archiv Hannover. Hier die zweifelsfrei ermittelten Daten des Vaters: Christian Wilhelm Ferdinand Krome, * 28.07.1827 in Stade, † 18.07.1890 in Achim

Einer Publikation des Briefwechsels zwischen 1858 und 1865 (ISBN 3-8258-7981-X, Google-USA*) mit dem Theologen und Gründer der Missionsanstalt Hermannsburg bei Celle, Ludwig Harms (1808-1865), lässt sich folgende Kurzbiografie entnehmen:

Krome, Christian Wilhelm Ferdinand, 1827–1890, Pastor adj. in Heeslingen,
1862–1874 Pastor in Dorum, bis 1883 in Schneverdingen, bis 1890 in Achim.

Dem Familienbericht im online verfügbaren Ortsfamilienbuch (OFB) Verden lassen sich nur die Eltern und Geschwister entnehmen. Sein einziger Bruder Georg Gustav Krome (Neukloster bei Buxtehude 1828 – 1887 Arbergen bei Bremen) war ebenfalls Pastor (verheiratet mit Louise Charlotte Elisabeth Chappuzeau). Pastor Ferdinand Krome selbst war verheiratet mit Helene Marie Mathilde Krome, geb. Kröger (siehe Testament im Staatsarchiv Stade, dort auch Quellen zur Untersuchung wegen preußenfeindlicher Predigten bzw. Amtsenthebung als Schulinspektor). Ob es sich bei dem auf der Chappuzeau-Seite angeführten Hilfspfarrer in Italien Georg Gustav Krome (Heeslingen bei Zeven 1870 – 1934 San Remo) um einen weiteren Sohn handelt, bleibt zu klären.

Ein Militärmusiker Gustav Krome (1897–1918) ist in Nienstedten an der Elbe bei Hamburg geboren und in Flandern gefallen (siehe Verlustliste). Die Ahnenreihe enthält aber keinen Ferdinand Krome. Ich weiß auch nicht, ob eine Verwandtschaftsbeziehung mit dem Musiker und Komponisten Hermann Krome (Berlin 1888 – 1955 Baden-Baden, Pseudonyme: James Huntley, Fred Ralph) besteht, Oberst im Ersten Weltkrieg, der 1924 in Münster die Westdeutsche Funkstunde AG (Wefag) gegründet hatte, als Herausgeber von Liedsammlungen (Soldaten-, Wandervogel-, Studenten-, Trink-, Wein- und Rhein- sowie Volkslieder bis zu zeitgenössischen Schlagermelodien von Walter Kollo) bekannt wurde und neben Klavierarrangements auch leichte Unterhaltungs- und Film-Musiken [1] schrieb, lange am Groß Glienicker See bei Potsdam wohnte ([2], [3]) und zuletzt für den Südwestfunk tätig war. Vielleicht kann ein Genealoge aus der Region helfen, der sich mit der Familie Krome befasst --ExilSchwabe 21:45, 9. Jun. 2009 (CEST) mit Nachträgen 10:15, 10. Jun. 2009, 22:25 11. Jun. 2009

Ich bin zwar Archivar, aber nicht mit Personenstandsunterlagen befasst, von daher nur eine Idee: müsste nicht im Familienbuch von Dorum das Todesdatum zu erhalten sein? Heute ist das jedenfalls wohl so --Historiograf 22:11, 9. Jun. 2009 (CEST)

Weitere Idee: uniarchiv Leipzig --Historiograf 22:18, 9. Jun. 2009 (CEST)

Wie oben nachgetragen, hatte die Saarl. Biogr. keine Daten. Da das Werk vor weit über 100 Jahren gedruckt wurde, sollte man auch darüber nachdenken, ab wann der Rechercheaufwand als unzumutbar einzustufen wäre. Andernfalls kann es natürlich auch passieren, dass wir noch ein paar Jährchen abwarten oder nach Kanada auswandern müssen. --92.75.216.229 13:05, 10. Jun. 2009 (CEST)

Liebe Kollegen, ich bin überwältigt, was Ihr da alles rausbekommt... Das liest sich ja schon fast wie ein Krimi. Von Question-Point erhielt ich gerade die Antwort: "im Deutschen Biographischen Archiv II findet sich eine Reproduktion des biographischen Beitrages "Ferdinand Krome" aus: Deutsche Tonkünstler und Musiker in Wort und Bild / hrsg. von Friedrich Jansa. 2. Ausg., Leipzig 1911. Dieser Beitrag ist noch zu Lebzeiten verfaßt, führt also auf der Suche nach dem Todesdatum nicht weiter. Das Geburtsdatum ist in diesem Beitrag angegeben mit: 21.VI.1870 Dorum/Hannov. Mit unseren Mitteln konnten wir nur diesen Beitrag ermitteln, den wir Ihnen bei Bedarf auch gern als Kopie zuschicken können." Auch hier eine Sackgasse. Mal sehen, was noch zusammenkommt. Ab welchem Punkt würden wir ihn denn für verschollen erklären? Viele Grüße von --Konrad Stein 16:38, 10. Jun. 2009 (CEST)

"Für verschollen erklären" ist nicht mit "Für gemeinfrei erklären" gleichzusetzen! Nur so am Rande. Jonathan Groß 19:07, 10. Jun. 2009 (CEST)
http://de.wikisource.org/wiki/Wikisource:Urheberrecht#Pragmatische_Regelung Es sollten aber erst die Antworten aus Dorum und des Uniarchivs Leipzig sowie von Genealogen, die über Krome forschen, abgewartet werden --FrobenChristoph 23:28, 10. Jun. 2009 (CEST)
Bester FrobenChristoph, kenne mich in dieser Hinsicht leider nicht hinreichend aus um Deine Hinweise direkt zu verstehen. Gerne schreibe ich emails an Wissensinhaber, bitte aber um zielführende Links. Dank und Grüße von Deinem --Konrad Stein 15:46, 20. Jun. 2009 (CEST)
Ich halte diesen Abschnitt für abgeschlossen, er kann archiviert werden. Bist du anderer Ansicht, ersetze diesen Baustein durch deinen Diskussionsbeitrag! ----Seitenreich 14:28, 20. Jul. 2009 (CEST)

Wenn das weiterhelfen sollte: Nach meinen Informationen ist Ferdinand Krome am 21. Juni 1869 in Dorum geboren und am 14. November 1958 in Ingelheim gestorben. (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 188.194.116.124 (DiskussionBeiträge) )

Hallo, besten Dank für Deinen Hinweis. Das hilft uns wohl weiter, auch wenn es uns urheberrechtstechnisch nicht freut. Hallo Konrad. Der Sachverhalt wird in dieser, m.E. glaubwürdigen Quelle bestätigt. In der Person von w:de:Horst Avenarius, [4], hättest Du einen möglichen Kontakt, den Text gleichwohl behalten zu können. --Maasikaru (Diskussion) 07:33, 6. Jan. 2018 (CET)
Lieber Maasikaru, Danke für die Informationen. Werde mal sehen, was ich erreichen kann. Viele Grüße --Konrad Stein (Diskussion) 10:13, 6. Jan. 2018 (CET)