Geschichte von Kloster Heilsbronn/Hirschau

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3. Hirschau.

Wie der Kaiser Ludwig der Bayer, so waren auch die Pfalzgrafen und bayerischen Herzöge Ruprecht der Ältere und der Jüngere dem Kloster Heilsbronn sehr gewogen. Sie erscheinen oft unter den Gästen im Burggrafenhause. Dankbarkeit, Bewunderung und Zuneigung bewogen sie, dem gastfreien und strengen Kloster das Patronat von Hirschau zu schenken, und zwar auf Bitten des Abts Friedrich von Hirschlach, welcher sich vom Kaiser Ludwig das Patronat von Kelheim erbeten hatte. Wie die beiden Ruprechte über Heilsbronn dachten, ersieht man aus ihrem deutsch verfaßten Schenkungsbriefe, worin es heißt: „In Gottes Namen etc. Wir Ruprecht der Ältere und wir Ruprecht der Jüngere, von Gottes Gnaden Pfalzgrafen und Herzoge von Bayern, bekennen an diesem Brief, daß wir zu dem Kloster Halsprun geben den Kirchensatz in unserer Veste zu Hirtzowe mit allem das dazu gehört, darum daß in demselben Kloster Gottesdienst und Lob von denselbigen geistlichen Leuten als emsiglichen und andächtigen Tag und Nacht begangen wird etc. Doch in solcher Weise, daß die geistlichen Leute zwei ewige Messen haben sollen um unseres und unserer Vorfahren und Nachkommen Seelenheils willen. Gegeben 1346 zu Heidelberg, Mittwoch vor Palmsonntag.“ Spätere Pfalzgrafen und Herzoge theilten diese Vorliebe nicht; sie betrachteten das Kloster als einen lästigen Eindringling und waren daher bemüht, dem Kloster das Patronat und den damit verbundenen Bezug zu entreißen. Allein im 15. Jahrhundert waren alle ihre Bemühungen fruchtlos, da das Kloster von den Kaisern, von den Kurfürsten von Brandenburg, von den Konzilien und den Päpsten geschützt wurde. Als aber das Kloster, in Folge der Reformation, aller dieser Stützen beraubt wurde, da war es ein Leichtes, ihm das Patronat zu entreißen. Über die Vorgänge in Hirschau im Reformationsjahrhundert ist Absch. VI, 19 ausführlich berichtet worden. Hirschau verkehrte fortan nicht mehr mit Heilsbronn.