Geschichte von Kloster Heilsbronn/Wattenbach

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[292]
69. Wattenbach,

Weiler bei Immeldorf. Gottfried von Heideck[1] und seine Frau Kunigunde, geborne von Dornberg, besaßen einen großen Theil des Ortes, verkauften aber ihre meisten dortigen Güter i. J. 1314 an Herrn Ulrich den Haller zu Nürnberg, zuerst „die Vogtei über den genannten Hallers Hof,“ und setzten zu Bürgen Herrn Cunrad den Probst, den Ritter Cunrad den Stameler, Cunrad den Feldener und Cunrad den Lotter, die versprachen, wenn nöthig, in Nürnberg zu laisten. In einem andern, an demselben Tage ausgefertigten Briefe hieß es: „Wir Gottfried von Haidegge und Frau Kunigund thun kund, daß wir gegeben haben dem Herrn Ulrich dem Haller 3 Güter und 3 Vogteien über die 3 Güter zu Waitenbach (Wattenbach) mit den Rechten darauf, das sind 14 Pfund 2 Schilling Haller Gelds, und kommt je das Pfund Gelds um 12 Pfund Haller. Darum haben sie uns gegeben 169 Pfund und 4 Schillinge Haller.“ Einbedungen war Gestattung des Rückkaufs binnen 4 Jahren gegen Erlegung der 169 Pfund. Ein Rückkauf erfolgte nicht. Die beiden Heideck’schen Söhne Konrad und Friedrich, welche noch zwei Höfe im Orte besaßen, stritten fortwährend mit der Familie Haller über die Jurisdiktion, bis endlich (1352) die Streitenden durch Schiedsmänner bewogen wurden, zu erklären: [293] „Wir sollen das Vergangene auf sich beruhen lassen und Freunde sein. Wir, die Herren von Heideck, wollen mit dem Gericht des Dorfes nichts mehr zu schaffen haben, sondern es dem Franz Haller überlassen, zwei Höfe ausgenommen, über die uns die Vogtei zusteht.“ 43 Jahre darauf verkaufte die Haller’sche Familie ihre meisten Güter zu Wattenbach an den 20. Abt Stromer für 1260 Gulden laut stadtgerichtlicher Verhandlung, worin es hieß: „Ich Friedrich von Laufferholtz, Schultheiß, und wir die Schöffen der Stadt Nürnberg veriehen, daß für uns kommen ist Bruder Johann Hübner, Bursner zu Halsprunn, von des Herrn Abts Berthold und Conventswegen mit den Zeugen Herrn Carl Holzschuher und Herrn Friz Heymendorfer, die sagten auf ihren Eid, daß Herr Martin Haller und seine Wirthin das ihnen eigen Dorf Wattenbach, zwei Güter ausgenommen, von welchen die Vogtei den Herren von Heideck zustünde, an das Kloster verkauft haben. Darüber geben wir dem Kloster diesen Brief. 1395.“ Im Ganzen erwarb dort das Kloster 10 Höfe, im 30jährigen Kriege „alle hinweggebrannt, öde und der Herrschaft heimgefallen.“ Erst im 17. Jahr nach dem Kriege gelang es, vier Höfe à 8 fl. bis 9 fl. 30 kr. wieder anzubringen.


  1. Vgl. Stillfried S. 195.
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