Gesegnete Mahlzeit (Sturm)

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Textdaten
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Autor: August Sturm
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Titel: Gesegnete Mahlzeit
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 270–271
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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[270]

Gesegnete Mahlzeit.

Der Teufel sass auf einem Stein
Und nahm sein zweites Frühstück ein.
Zum Anfang langt’ er tapfer zu
Bei einem Jesuitenragout,

5
Ass dann Pasteten, die geschickt

Mit unnützen Gigerln ausgeschmückt.
Als Braten speist’ er hinterher
Einen nichtsthuenden Millionär,
Der lag in einem Börsensalat,

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War einst geheimer Kommerzienrat.

Pfuschmediziner als Konfekt,
Aufsichtsräte, wie das schmeckt!

[271]

Und beim Champagner schloss er später
Als Käsestange mit einem Verräter.

15
Grossmütterlein sass still in Ruh’

Und sah dem lieben Sohne zu,
Und freute sich und sprach: »Ja, ja,
Lass dir’s nur schmecken, es ist ja da!«


August Sturm.