Gott straft die Vertreibung des h. Deodatus

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Textdaten
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Autor: Curt Mündel
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Titel: Gott straft die Vertreibung des h. Deodatus
Untertitel:
aus: Volkstümliches aus dem Elsasz, in: Alemannia, Band XII, S. 101–102
Herausgeber: Anton Birlinger
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1884
Verlag: Adolph Marcus
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Erscheinungsort: Bonn
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Quelle: Google-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
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[101] 1 Gott straft die Vertreibung des h. Deodatus

St. Deodatus faßte einst den Entschluß, sich in eine wilde Gegend der Vogesen zurückzuziehen. Er wälte dazu ein kleines Tal in der Nähe eines Ortes, den man Wilra nannte (wol Weiler [102] bei Schlettstadt: Wilro 829), gegen den Flecken Mariville oder Villars hin (Markirch). Dort erbaute er seine Hütte. Bald aber vertriben in die umwonenden Bauern. Denn als sie sahen, daß einige reiche und gottesfürchtige Leute dem heiligen Deodatus Gut und Eigentum zuwanten, fürchteten sie aus irem Erbgut nach und nach vertriben zu werden. Gottes Zorn traf sie aber bald. Alle Kinder, die nach der Vertreibung des Heiligen das Liecht der Welt in disem Orte erblickten, hatten einen Kropf. Um diser Strafe zu entgen, begaben sich die Frauen, die irer Entbindung gewärtig waren, über einen Bach, der vor der Stadt floß. Die Kinder, die jenseits des Baches geboren wurden, waren frei von diser Zugabe der Natur.

Chronique de Richer, moine de Senones, publié par Jean Cayon Nancy 1863. liv. I cr. V (vrgl. Ruy J. recherches des sainctes antiquitez de la Vosge Province de Lorraine. Epinal. 1634. liv. I c. VIII).