Herbst (Ringelnatz)

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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Herbst
Untertitel:
aus: Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute
S. 80–81
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1934
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Scans auf Wikisource
Kurzbeschreibung:
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Herbst


Eine trübe, kaltfeuchte Wagenspur:
Das ist die herbstliche Natur.

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Sie hat geleuchtet, geduftet, und trug

Ihre Früchte. – Nun, ausgeglichen,

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Hat sie vom Kämpfen und Wachsen genug. –

Scheint’s nicht, als wäre alles Betrug
Gewesen, was ihr entwichen?!

Das Händesinken in den Schoß,
das Zweifeln am eignen, an allem Groß,

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Das Unbunte und Leise,

Das ist so schön, daß es wiederjung
Beginnen kann, wenn Erinnerung
Es nicht klein machte, sondern weise.

Ein Nebel blaut über das Blätterbraun,

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Das zwischen den Bäumen den Boden bedeckt.


Wenn ihr euren Herbst entdeckt:
Dann seid darüber nicht traurig, ihr Fraun.