Herbstmorgen

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Textdaten
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Autor: Theodor Fontane
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Titel: Herbstmorgen
Untertitel:
aus: Gedichte, S. 11–12
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1851
Verlag: Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst.
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
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[11]
Herbstmorgen.

           1840.

Die Wolken ziehn wie Trauergäste
     Den Mond zu Grabe zu geleiten;
Der Wind durchfegt die starren Aeste,
     Und sucht ein Blatt aus bessren Zeiten.

5
Die grünen Tannen schaun so düster

     Auf eine jung-geknickte Eiche,
Als blickten trauernde Geschwister
     Auf der geliebten Schwester Leiche.

[12]
Schon flattern in der Luft die Raben,
10
     Des Winters unheilvolle Boten;

Bald wird er tief in Schnee begraben
     Die Erde – seinen großen Todten.

Ein Bach läuft hastig mir zur Seite;
     Er ahnt des Winters Eisesketten,

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Und stürzt sich fort und sucht das Weite

     Als könnt’ ihm Flucht das Leben retten.

Da mocht’ ich länger nicht inmitten
     So todesnaher Oede weilen;
Es trieb mich fort, mit hast’gen Schritten

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     Dem flücht’gen Bache nachzueilen.