In’s Heu

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: In’s Heu
Untertitel:
aus: Erotische Volkslieder aus Deutschland, S. 98–99
Herausgeber: Hans Ostwald
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: [1910]
Verlag: Eberhard Frowein
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Princeton-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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In’s Heu

Es hat ein Bauer ein junges Weib
Die blieb so gern zu Haus;
Sie bat gar oft ihren lieben Mann,
Er solle doch fahren hinaus,

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Er solle doch fahren ins Heu,

Er sollte doch fahren ins Hahaha-hahaha heidildei, Juchheisasa,
Er sollte doch fahren ins Heu.

Der Mann, der dachte in seinem Sinn,
Die Reden, die sind gut,

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Ich will mich hinter die Haustür stell’n,

Will sehen, was meine Frau tut.
Will sagen, ich fahre ins Heu,
Will sagen usw.

Da kam geschlichen ein Reitersknecht

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Zum jungen Weibchen hinein,

Und sie umfängt gar freundlich ihn,
Gab stracks ihren Willen darein:
„Mein Mann ist gefahren ins Heu“ usw.

Er faßte sie um ihr Gürtelband

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Und schwang sie hin und her;

Der Mann, der hinter der Türe stand,
Ganz zornig trat herfür.
„Ich bin noch nicht gefahren ins Heu“ usw.

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„Ach trauter, herzallerliebster Mann,

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Vergib mir doch nur diesen Fehl;

Will lieben fürbaß und herzen dich,
Will kochen süß Mus und Mehl.
Ich dachte, du wärest ins Heu“ usw.

„Und wenn ich gleich gefahren wär’

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Ins Heu und Haberstroh,

So sollst du doch nun und nimmermehr
Einen andern lieben also.
Da fahre der Teufel ins Heu“ usw.

Und der euch dies neue Liedlein pfiff,

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Der muß es singen gar oft;

Es war der junge Reitersknecht,
Er liegt auf Grasung im Hof;
Er fuhr auch manchmal ins Heu,
Er fuhr auch manchmal ins Hahaha-hahaha,

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Er fuhr auch manchmal ins Heu.


 Aus Scherers Jungbrunnen