Jakob Mennel

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Jakob Mennel
Jakob Mennel
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Manlius
* um 1460 in Bregenz
† nicht nach Anfang 1525 in Freiburg im Breisgau
Jurist und Hofhistoriograph Maximilians I.
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DNB: Datensatz, Rohdaten, Werke

Werke[Bearbeiten]

Den Grundstock der Zusammenstellung bildeten die Angaben von Karl Heinz Burmeister/Gerard F. Schmidt: Mennel, Jakob. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2. Auflage 6 (1987), Sp. 389–395 und Korrekturen/Nachträge 11 (2004), Sp. 991f. Ergänzend herangezogen wurden auch der Artikel von Clemens Joos im Killy Literaturlexikon 8 (2010), S. 165f. und Alphons Lhotsky: Quellenkunde zur mittelalterlichen Geschichte Österreichs. Graz/Köln 1963, S. 450–456.

Rhetorica minor[Bearbeiten]

Rhetorica minor, lateinische Schrift zu den Grundbegriffen der Stilistik und zum römischen Kalender. Handschrift: Freiburg im Breisgau, Universitätsbibliothek, Hs. 178, Abschrift des Adam Mennel (Bruder von Jakob) 1491 Beschreibung. Digitalisat UB Freiburg

Druck: [Freiburg: Friedrich Riederer] 1494. GW M22800. MDZ München

Fortsetzung des Geschichtbuchs des Ulrich Zasius[Bearbeiten]

Als Stadtschreiber von Freiburg im Breisgau (1496-1500) setzte Mennel mit Einträgen bis Mitte 1498 das von seinem Amtsvorgänger Ulrich Zasius begonnene Geschichtbuch fort. Hinweis bei Peter-Johannes Schuler: Notare Südwestdeutschlands. Textband. Stuttgart 1987, S. 298.

Handschrift: Stadtarchiv Freiburg im Breisgau, B 1 Nr. 2, Bl. 108r-109v, 111v, 115r-124r Findbuch.

Ausgabe: Ulrich Zasius "Geschichtbuch" der Stadt Freiburg im Breisgau. Eine Sammlung exemplarischer Einzelfälle zur städtischen Politik, Rechts- und Verwaltungspraxis im Spätmittelalter. Bd. 1: Text. Hrsg. von Hans Schadek. Freiburg 2012, S. 188-192, 194-196, 198-214

Arbeiten zum Schachspiel[Bearbeiten]

Disputatio zur Erlaubtheit des Schachspiels, 1498 Maximilian I. auf dem Freiburger Reichstag gewidmet. Handschrift: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2214* Beschreibung. Digitalisat ÖNB Wien

Das 1507 anlässlich des Konstanzer Reichtags dort gedruckte Schachzabel ist eine stark kürzende Bearbeitung (586 Verse gegenüber 19336 der Vorlage) des 1337 verfassten Schachzabelbuchs des Konrad von Ammenhausen.

Drucke:

Konstanz 1507 VD 16 M 4618 ÖNB Wien

Oppenheim 1520 VD 16 M 4619: Schachzabel Spiel, MDZ München

Frankfurt am Main 1536 VD 16 M 4620 MDZ München, ÖNB Wien

Ausgaben:

Johann Scheible: Das Schaltjahr […]. Bd. 3, Stuttgart 1847, S. 176–184, 350–365, 504–514 Google (sehr ungenauer modernisierter Abdruck nach der Ausgabe 1536)

Das Schachzabelbuch Kunrats von Ammenhausen […]. Nebst den Schachbüchern des Jakob von Cessole und des Jakob Mennel. Hrsg. von Ferdinand Vetter. Frauenfeld 1892 Internet Archive

De signis portentis prodigiis[Bearbeiten]

Lateinische Schrift über Vorzeichen und Wunder bis 1503, gewidmet Maximilian I., datiert Freiburg 25. August 1503 (siehe Wikipedia-Benutzerseite)

Beide Handschriften sind mit kolorierten Federzeichnungen des sogenannten Mennel-Meisters versehen:

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 4417* Beschreibung. Digitalisat ÖNB Wien

Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, HB XI 3 Beschreibung. Digitalisat: WLB Stuttgart

Cronica Habspurgensis rigmatica[Bearbeiten]

Reimchronik zur Genealogie der Habsburger. Dass als Quelle ein erschlossenes Werk des 1306 gestorbenen Konstanzer Bischofs Heinrich von Klingenberg gedient hat, hat Albert zu Unrecht angenommen. Vgl. Albert 1905 (siehe Sekundärliteratur), Erich Kleinschmidt: Herrscherdarstellung. Bern/München 1974, S. 269–277, geschichtsquellen.de, geschichtsquellen.de (Andreas Bihrer: Der Konstanzer Bischofshof im 14. Jahrhundert. Ostfildern 2005, S. 450 bezweifelt die Zuschreibung an den Bischof; die Existenz des nur von Mennel bezeugten Werks ist aber bereits nicht gesichert). Die zweite Ausgabe von ca. 1510 (Grundlage für Alberts Abdruck) weist gegenüber der Erstausgabe Erweiterungen durch den Verfasser auf, z.B. wurden die Geschichtsquellen aus Kloster Muri eingearbeitet, vgl. Charlotte Bretscher-Gisinger/Christian Sieber: Acta Murensia. Basel 2012, S. XLIII.

Drucke: Konstanz 1507 VD 16 M 4611 MDZ München.

[Konstanz ca. 1510] VD 16 M 4612 MDZ München

Ausgabe: Albert 1905 (siehe Sekundärliteratur), S. 213–223 Internet Archive (nach der zweiten Ausgabe)

Passion in Form eines Gerichtshandels[Bearbeiten]

Darstellung der Passionsgeschichte Christi in Urkundenmustern, verfasst 1508. Herausgegeben von Johannes Adelphus Muling, vgl. Franz-Josef Worstbrock. In: Verfasserlexikon. Deutscher Humanismus 1480–1520 (2009). Die Nennung Geilers in Katalogen beruht auf einer irrtümlichen zeitgenössischen Zuschreibung (siehe das Titelblatt der Ausgabe von 1516).

Drucke:

Straßburg 1514 VD 16 A 221 MDZ München.

Nachdrucke in München 1516 VD 16 A 222 MDZ München, 1518 und 1523 VD 16 A 223 MDZ München (bei Hans Schobser) sowie in Landshut 1520 (bei Johann Weissenberger) VD 16 A 224 MDZ München.

Fürstliche Chronik und Nebenwerke[Bearbeiten]

Mennel dedikation 1518.jpg

Mennel überreichte die fünfbändige Fürstliche Chronik, genannt Kaiser Maximilians Geburtsspiegel 1518 an Maximilian. Die Beschlussrede schrieb er in Freiburg im Breisgau am 5. Januar 1518. Inhaltsübersicht: Simon Laschitzer: Die Genealogie des Kaisers Maximilian I.. In: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses 7 (1888), S. 1–46, hier S. 12–14 UB Heidelberg

Handschriften: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 3072*-3077. Reinschrift (illustriert vom sogenannten Mennel-Meister) von 1518: Cod. 3072* (Buch 1), 3073 (Buch 2), 3074 (Buch 3), 3075 (Buch 4), 3076 (Buch 5, Teil 1 = Heilige des Hauses Habsburg), 3077 (Buch 5, Teil 2 = Heilige des Hauses Habsburg).

Ältere Fassung des fünften Buchs Heilige des Hauses Habsburg, datiert Freiburg im Breisgau 9. August 1514. Handschriften: Ebenda Cod. 3077*-3077**. Konzept von 1511: Ebenda Cod. 8994 Beschreibung

Zu Vorarbeiten siehe unten (Genealogische Handschriften).

Beschreibungen zu den genannten Handschriften: Joseph Chmel: Die Handschriften der K. K. Hofbibliothek in Wien. Bd. 1, Wien 1840, S. 1–12 Google (mit Textproben, u. a. Vorreden); Menhardt 1961, S. 862–867 sowie http://manuscripta.at/.

Ausgabe der Vorrede und des Quellenverzeichnisses aus Cod. 3072*: Victor Thiel: Die Habsburgerchronik Heinrichs von Klingenberg. In: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 20 (1899), S. 567–618, hier S. 612–618 Internet Archive

Online bislang nur:

  • Buch 4 (Eheverbindungen der Habsburger) = Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 3075. Digitalisat ÖNB Wien
  • Buch 5, Teil 1 (Heilige des Hauses Habsburg) = Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 3076. Digitalisat ÖNB Wien

Kurzfassung Kayser Maximilians besonder buch genant der Zaiger, datiert Freiburg im Breisgau 12. Februar 1518. Handschrift: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 7892, illustriert Handschriftencensus. Digitalisat ÖNB Wien

Kurzfassung Von der Abstammung Karls V.. Handschrift: Freiburg im Breisgau, Universitätsbibliothek, Hs. 31, entstanden ca. 1556/60, illustriert Beschreibung. Digitalisat UB Freiburg

Heilige aus der Sipp-, Mag- und Schwägerschaft des Kaisers Maximilian I.. Miniaturencodex D. Wien, Cod. ser. n. 4711 Beschreibung. Digitalisat ÖNB Wien

Buch von den erlauchtigen und claren weybern des loblichen husz Habsburg mit Datierung der Vorrede Augsburg 13. Mai 1518. Handschriften: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 3077*** Beschreibung; Konzept ebenda, Cod. 2834 Beschreibung.

Teilausgabe: Bettina Schimak: Jakob Mennel und die „erleuchten und verrümbten Weyber“ des Hauses Habsburg. Edition des dritten Tractats der Handschrift 3077*** der Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Masch. Staatsprüfungsarbeit Wien 1995

Keyserall und Bapstall[Bearbeiten]

Verzeichnis der Kaiser und Päpste von Caesar bis Leo X.

Druck: Basel 1522 VD16 M 4616 ÖNB Wien

Vorlage war das am 4. April 1513 (Freiburg) dem späteren Kaiser Karl V. gewidmete, auf die Kaiser beschränkte Tabellenwerk Kayserart. Handschriften: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 8786 Beschreibung; Berlin, Staatsbibliothek, Ms. germ. fol. 1143, 16. Jahrhundert Beschreibung.

Ausgabe der Vorrede der Kayserart: Laschitzer 1886 (siehe Sekundärliteratur), S. 81f. Anm. 8 UB Heidelberg

Habsburger Kalender[Bearbeiten]

Die Urfassung von 1513/14 ist ein Heiligenkalender für den St. Georgs-Orden mit Kalender der habsburgischen Heiligen und Verzeichnis der habsburgischen Grablegen. Handschrift: Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, HB V 43 Beschreibung

Ausgabe: Der „Habsburger Kalender“ des Jakob Mennel (Urfassung). In Abbildung aus dem Autograph (Württembergische Landesbibliothek Stuttgart HB V 43). Hrsg. von Wolfgang Irtenkauf. Göppingen 1979 (das Faksimile erfasst nur den Kalenderteil, die Grablegen werden nur transkribiert, nicht faksimiliert). Der gemeinfreie Teil des Buches (Transkriptionen, Faksimile): Internet Archive.

Zweitfassung Kalender Sanct Jörgenn ordens, von Mennel selbst. Handschrift: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 3305 Beschreibung

Eine dritte Fassung stammt nicht mehr von Mennel selbst. Handschrift: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. ser. n. 4711 (siehe oben), Beilage, 1. Hälfte 16. Jahrhundert. Digitalisat ÖNB Wien.

Seel unnd Heiligenbuch Keiser Maximilians altfordern[Bearbeiten]

Schrift über die Begräbnisse der Habsburger und ihrer Heiligen.

Lateinische Fassung Liber animarum ac defunctorum vita Sanctorum Maximiliani Imperatoris antecessorum. Handschrift: Madrid, Nationalbibliothek, Ms. 17960 Beschreibung, Kristeller

Deutsche Fassung. Druck: Freiburg im Breisgau 1522 MDZ München, MDZ München. Druckabschrift: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 7369 Beschreibung, 1780 vom Wettinger Abt Christoph Silberysen angefertigt.

De Maiorvm Divi Maximiliani II. Roman. Imp. vita defunctorum Monumentum. Augsburg 1593 VD 16 M 4617 bei Georg Barreuter MDZ München, MDZ München, auf dem Titelblatt als D. Iacobi Menlii libellus ausgegeben, stammt in Wirklichkeit von Hugo Blotius. Handschriftliche Vorarbeiten des Blotius: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 7432 Beschreibung. Es wurde nur ein auf Befehl Ferdinands I. 1523 hergestellter Auszug aus Mennels Fürstlicher Chronik (vgl. Jahrbuch usw. Bd. 3, S. XCIf. Nr. 2977 UB Heidelberg) eingearbeitet. Vgl. Hermann Menhardt: Blotius und Manlius. In: Biblos 3 (1954), S. 144-153; Walter Goldinger: Österreich in Hübners Bibliotheca genealogica. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 8 (1964), S. 287-297, hier S. 289 ooegeschichte.at

Genealogischer Traktat für Karl V.[Bearbeiten]

Mennel schrieb diesen französischen Text um 1515, siehe Georg Kugler: Eine Denkschrift Dr. Jacob Mennels verfaßt im Auftrag Kaiser Maximilians I. für seinen Enkel Karl. Diss. (masch.) Wien 1960

Handschrift: Wien, Österreichisches Staatsarchiv, Hs. Böhm 140 – blau 56 Archivfindmittel; Handschriftenkatalog

Ausgabe: Kugler (siehe oben), S. 66-92

Genealogische Handschriften[Bearbeiten]

Konzepte zu verschiedenen Arbeiten über die habsburgische Genealogie, um 1507. Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2800* Beschreibung, Menhardt 1960.

Eine lateinische Genealogia Dominorum de Teck in Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 9027, Bl. 145r–146v (Nachtrag von einer Hand aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts im Kontext einer Abschrift eines Teils des 2. Bandes der Fürstlichen Chronik Mennels) Beschreibung, wurde von Rolf Götz: Wege und Irrwege frühneuzeitlicher Historiographie. Ostfildern 2007, S. 43–62 (Textabdruck: S. 44–46) Jakob Mennel zugeschrieben. Sie wurde schon in einer Arbeit des Matthäus von Pappenheim 1520/21 verwertet. Götz weist bei seinen Ausführungen über Mennels Beschäftigung mit den Herzögen von Teck (S. 33–43, hier S. 42) darauf hin, dass Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 8062 Beschreibung nicht nur Abschriften aus der Fürstlichen Chronik Mennels, sondern auch kurze genealogische Abhandlungen enthält.

(?) Eine lateinisch-deutsche Sammlung historischer Quellen in München, Staatsbibliothek, Cgm 1218, nicht vor 1515 Handschriftencensus wurde von Karin Schneider 1991 dem Umkreis Mennels zugewiesen: Handschriftenkatalog. Die Handschrift enthält Genealogien der Grafen von Holland (lateinisch-deutsch), der Grafen von Flandern (lateinisch-deutsch), der Herzöge von Kleve (deutsch), der Grafen von Geldern (deutsch), der Grafen von Berg und Altena (deutsch), der Grafen von Jülich (deutsch) sowie der hl. Hedwig und der Herzöge von Schlesien (beide lateinisch).

Ain hübsche Chronick von Heidnischen vnd Christenkünigen der Teutschen vnd Welschen Francken[Bearbeiten]

Das Geschichtswerk ist Ferdinand I. gewidmet. Die Vorrede stammt vom 9. Januar 1523.

Druck: Freiburg im Breisgau 1523 VD 16 M 4613 Google

Bericht über die Erhebung Albrechts von Brandenburg zum Kardinal[Bearbeiten]

Die lateinische Schrift De inclito atque apud Germanos rarissimo actu ecclesiastico Kalend. Augusti Auguste, celebrato anno domini 1518 beschreibt die Erhebung des Kurfürsten von Mainz Albrecht von Brandenburg zum Kardinal und ist dem Großmeister des Johanniterordens Fabricius de Carreto gewidmet. Sie behandelt aber auch die am gleichen 1. August 1518 in Augsburg stattgefundene Überreichung des vom Papst gestifteten Schwerts und Helms an Kaiser Maximilian.

Druck: Augsburg 1518 VD 16 M 4614 UB Augsburg, ÖNB Wien, Google

Wiederabdruck: Freher-Struve: Rerum Germanicarum Scriptores. Straßburg 1717, S. 705–716 UB Mannheim

Ausgabe: Jahrbücher des deutschen Reichs und der deutschen Kirche im Zeitalter der Reformation. Hrsg. von Joachim Karl Friedrich Knaake. Bd. 1, Leipzig 1872, S. 219–235 UB Freiburg

Deutsche Fassung, übersetzt von Johannes Speyßer und Jakob Fugger gewidmet: Von dem Eerlichen und in teutschen landen seltzamesten gaistlichen geschicht, in dem ersten tag des monat Augusti zu Augspurg begangen in dem jar des herren 1518 [Augsburg] [1518] VD 16 M 4615 MDZ München, ÖNB Wien

Übersetzung von August Tittel (nach Freher-Struve) in: D. Martin Luthers [...] Sämtliche Schriften. Hrsg. von Johann Georg Walch. Bd. 15, Halle 1745, Sp. 641-656 MDZ München

Bericht über den Tod Maximilians am 12. Januar 1519[Bearbeiten]

Mennel maximilian.jpg

Der lateinischer Einblattdruck De Diui Maximiliani Romanorum Cesaris Christiana vita Et felicissimo eius obitu ist ebenfalls dem Johanniter-Großmeister gewidmet.

Exemplar: Wien, Graphische Sammlung Albertina, Inv.Nr. 1949/368. Digitalisat Albertina. Beschreibungen des Blatts von Bartsch 1854; Aspland 1875; Laschitzer 1886 (siehe Sekundärliteratur), S. 86f. UB Heidelberg; Katalog: Maximilian I. Innsbruck 1969, S. 66 Nr. 261 Uni Klagenfurt (mit kleiner Abbildung); Katalog: Die Zähringer. Anstoß und Wirkung. Sigmaringen 1991, S. 313f. mit Abbildung; Burmeister 1998 (siehe Sekundärliteratur), S. 105 Abbildung = Commons.

Beschreibung des Bistums Konstanz[Bearbeiten]

Die Originalfassung der lateinischen Descriptio totius episcopatus Constantiensis (abgeschlossen am 19. August 1519), die sich stark auf die höchstwahrscheinlich von Gallus Öhem verfasste Bistumschronik stützt, ist nicht erhalten, vgl. Markus Müller: Die spätmittelalterliche Bistumsgeschichtsschreibung. Köln/Weimar/Wien 1998, S. 52, Helmut Maurer 1984 (mit Edition einer Traditionsnotiz); Helmut Maurer 2003 und geschichtsquellen.de. Handschriften und Druck sind unabhängig voneinander aus dem Autograph abgeleitet.

Handschriften: Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ms. gen. 62 (spätes 17. Jahrhundert; reicht bis 1561, Fortsetzung bis 1626) Handschriftenkatalog; Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Cod. Karlsruhe 662, datiert 1689 Digitalisat BLB Karlsruhe; Konstanz, Stadtarchiv, Hs. A I 14 (Fragment); Karlsruhe, Generallandesarchiv, 65/11216 (Auszug)

Druck: Johannes Pistorius: Rerum Germanicarum scriptores. Frankfurt 1607, S. 615–722 Google und spätere Nachdrucke, zuletzt Pistorius-Struve 1731, S. 689–804 Google

Cartha fundatorum von Kloster Mehrerau[Bearbeiten]

Die Wiedergabe der lateinischen illustrierten Gründungsgeschichte des Benediktinerklosters Mehrerau samt eigenen Erläuterungen widmete Mennel 1519 dem Abt Kaspar Haberstro.

Handschriften: Bregenz, Vorarlberger Landesarchiv, Hs. und Cod. Mehrerau 152. Digitalisat: vorarlberg.at; kurze Beschreibung. Abschrift von 1566: Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 12853 Beschreibung; Abschrift von Jakob von Rammingen 1575: Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Cod. hist. fol. 618, Bl. 250r-255v Beschreibung (Hinweis von Karl Heinz Burmeister); Österreichisches Staatsarchiv HHStA HS B 355, Chartular des Klosters Mehrerau, Anhang (1. Hälfte 16. Jahrhundert) Bl. 282v-289v Archivfindmittel mit drei Abbildungen. Abbildung des Textbeginns: Commons. Gegenüber der Bregenzer Handschrift zusätzlich: Bl. 287v - 288v: Notitiae historicae, Bl. 289r: De vita Udalrici Comitis Brigantini, dotatoris Monasterii Brigantini.

Ausgabe: Christoph Walter Gmeinder: Jakob Mennels "Cartha Fundatorum" des Klosters Mehrerau bei Bregenz. Masch. Diplomarbeit Innsbruck 2006, S. 33-52 (mit deutscher Übersetzung)

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

(Nur frei zugängliche Arbeiten im Netz.)

  • Simon Laschitzer: Die Heiligen aus der „Sipp-, Mag- und Schwägerschaft“ des Kaisers Maximilian I.. In: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses 4 (1886), S. 70–288, hier S. 79–88 UB Heidelberg und Nachtrag 1887 UB Heidelberg
  • Peter P. Albert: Die habsburgische Chronik des Konstanzer Bischofs Heinrich von Klingenberg. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 59 (1905), S. 179–223, vor allem S. 181–195 Internet Archive
  • Alphons Lhotsky: Dr. Jacob Mennel. Ein Vorarlberger im Kreise Kaiser Maximilians I. In: Alemannia (Freiburg i. Br.) 10 (1936), S. 1-15 Bodenseebibliotheken.de
  • Alphons Lhotsky: Neue Studien über Leben und Werk Jacob Mennels. In: Montfort 6 (1951), S. 3–12 ÖNB Anno
  • Ludwig Welti: Doktor Jakob Mennel, Hofgeschichtsschreiber Maximilians I. In: Montfort 22 (1970), S. 16–33 ÖNB Anno
  • Karl Heinz Burmeister: Neue Forschungen zu Jakob Mennel. In: Geschichtsschreibung in Vorarlberg. Bregenz 1973, S. 49-67 Vorarlberger Landesarchiv
  • Karl Heinz Burmeister: Jakob Mennel in Basel. Zur Deutung einiger rätselhafter Einträge in der Basler Matricula facultatis artium. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde 75 (1975), S. 225–229 e-periodica
  • Karl Heinz Burmeister: Jakob Mennel auf dem Reichstag zu Freiburg 1498. In: Innsbrucker Historische Studien 1 (1978), S. 215-219 mit Edition von Aufzeichnungen Mennels Vorarlberger Landesarchiv
  • Jan-Dirk Müller: Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I. München 1982 MDZ München
  • Dieter Mertens: Geschichte und Dynastie – zu Methode und Ziel der 'Fürstlichen Chronik' Jakob Mennels. In: Historiographie am Oberrhein im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit = Oberrheinische Studien 7, Sigmaringen 1988, S. 121–153 Freidok
  • Karl Heinz Burmeister: Jakob Mennels „Passion in Form eines Gerichtshandels“ aus dem Jahre 1514. In. Montfort 31 (1979), S. 307–308 ÖNB Anno
  • Karl Heinz Burmeister: Seine Karriere begann auf dem Freiburger Reichstag. Der Jurist und Historiker Dr. Jakob Mennel (1460–1526). In: Der Kaiser in seiner Stadt. Maximilian I. und der Reichstag zu Freiburg 1498. Freiburg im Breisgau 1998, S. 94–113 Vorarlberger Landesarchiv
  • Dieter Mertens: „Landesbewußtsein“ am Oberrhein zur Zeit des Humanismus. In: Die Habsburger im deutschen Südwesten. Neue Forschungen zur Geschichte Vorderösterreichs. Stuttgart 2000, S. 199–216, hier S. 209f. Freidok
  • Tanja Reinhardt: Die habsburgischen Heiligen des Jakob Mennel. Diss. Freiburg i. Br. 2002, veröffentlicht 2006 Freidok
  • Marianne Pollheimer: Wie der jung weiß die alten gedachtnus insonders lieb het – Maximilian I., Jakob Mennel und die frühmittelalterliche Geschichte der Habsburger in der „Fürstlichen Chronik“. In: Texts and Identities in the Early Middle Ages. Wien 2006, S. 165–176 oeaw
  • Christoph J. Hagemann: Geschichtsfiktion im Dienste territorialer Macht. Die Chronik von den 95 Herrschaften des Leopold von Wien. Heidelberg 2017, S. 263-277 heiBOOKS

Weblinks[Bearbeiten]