Kunst und Literatur

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Titel: Kunst und Literatur
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 41, S. 564
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[564] Kunst und Literatur. Der alte Wolfg. Menzel scheint trotz der verunglückten Versuche der letzten Zeit sich wieder Geltung zu verschaffen, noch keine Ruhe finden zu wollen. Das Gebiet der Geschichte und Literatur, auf dem er einst glänzte, verlassend, hat er sich neuerdings der strömenden Richtung der Zeit angeschlossen und „macht“ in Naturwissenschaften. Ein dreibändigen, dickleibigen Werk aus seiner Feder unter dem Titel: „Die Naturkunde im christlichen Geiste aufgefaßt“’ wurde soeben von Stuttgart aus in alle Welt versandt. Wir fürchten sehr, der Herr Verleger wird nächste Ostermesse mit Schrecken und mit Grauen die Wahrheit der Schiller’schen Worte erkennen:

„Und sieh, es fehlt kein theures Haupt.“

Dagegen haben wir auf dem Gebiete der Kunst-Romane nächstens eine interessante Erscheinung zu erwarten. Von Brachvogel, dem Verfasser den mit vielem Beifall auf vielen deutschen Bühnen aufgeführten Trauerspiels „Narciß“, ist in Berlin ein dreibändiger Roman: Friedemann Bach unter der Presse, in dem die interessantesten Charaktere des vorigen Jahrhunderts, wie Sebastian Bach, Graun, Emanuel Bach, August der Starke, Minister Brühl, Naumann, Friedrich II., Philosoph Wolf, Doles etc. vorgeführt werden. Das Buch wird mithin ein geschichtliches und musikalisches Interesse zugleich haben. – Allen unsern Lesern, welche das schöne Thüringen und namentlich Eisenach besuchten, können wir den so eben in Langensalza bei Klinghammer erschienenen großen Stahlstich: „Eisenach und die Wartburg“ als einen sehr gelungenen und gut ausgeführten Zimmerschmuck empfehlen. Die große Ansicht von Eisenach ist umgeben von kleineren Abbildungen, von denen wir nur den Wartburghof, das Lutherzimmer, das Annathal, das Bahnhofsgebäude, Wilhelmsthal etc. anführen. Aufnahme und Stich rühren von dem bekannten Kupferstecher Elsner her. – In Weimar ist vor einigen Tagen der Rath Kräuter, der langjährige Secretair Goethe’s, gestorben. Wie wir hören, hat derselbe interessante Mittheilungen über Goethe und Weimars Glanzperiode hinterlassen.