Liebesjubel

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Textdaten
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Autor: Hanns von Gumppenberg
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Titel: Liebesjubel
Untertitel:
aus: Das teutsche Dichterroß, S. 20
Herausgeber:
Auflage: 13. und 14. erweiterte Auflage
Entstehungsdatum: 1901
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Callwey Verlag
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Erscheinungsort: München
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Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat auf Commons
Kurzbeschreibung: Parodie auf Wilhelm Müller
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     LIEBESJUBEL

Ich ritzt’ es gern in alle Rüben ein,
Ich stampft’ es gern in jeden Pflasterstein,
Ich biß’ es gern in jeden Apfel roth,
Ich strich es gern auf jedes Butterbrod,

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Auf Wand, Tisch, Boden, Fenster möcht’ ich’s schreiben:

Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben!

Ich schör’ es gern in jede Taxusheck’,
Graviert’ es gern in jedes Eßbesteck,
Ich sät’ es gern als lecker grüne Saat

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Ins Gartenbeet mit Kohlkopf und Salat,

In alle Marzipane möcht’ ich’s drücken
Und spicken gern in alle Hasenrücken
Und zuckerzäh auf alle Torten treiben:
Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben!!

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Ich möcht’ mir zieh’n ein junges Känguruh,

Bis daß es spräch’ die Worte immerzu,
Zehn junge Kälbchen sollen froh sie brüllen,
Hell wiehern hundert buntgescheckte Füllen,
Trompeten eine Elefantenheerde,

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Ja, was nur kreucht und fleucht auf dieser Erde,

Das soll sie schmettern, pfeifen, quaken, bellen,
Bis daß es dröhnt in allen Trommelfellen
Mit einem Lärm, der gar nicht zu beschreiben:
Dein ist mein Herz, und soll es ewig bleiben!!!


nach Wilhelm Müller