Neros Gastmahl

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Neros Gastmahl
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 468
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite



500px

Neros Gastmahl
Nach einer Originalzeichnung von R. Fröschl.


[468] Neros Gastmahl. (Zu dem Bilde S. 449.) Mit hausfraulicher Würde steht klein Annchen da und rührt den köstlichen Brei aus Wasser und Erde, zu dem das ältere der beiden Brüderchen noch eifrig Materialien herbeischafft, während das jüngere sich darauf beschränkt, in staunender Bewunderung solcher Kochkunst zu verharren. Wie erfahren sie thut, die fünfjährige Köchin, und wie getreu sie in Haltung und Führung des Löffels das Vorbild der Erwachsenen nachzuahmen versteht! Und auch der würdige Freund ist schon da, dem dies fürstliche Mahl zugedacht ist. Nero, die stattliche Dogge, der Kinder Reittier, Wächter und Spielgefährte. Er ist es wert, um seiner vielen Verdienste willen glänzend regaliert zu werden. Der Begünstigte selbst freilich sieht dem Kommenden mit äußerst gelassener Ruhe entgegen. Sein Hundeverstand reicht glücklicherweise nicht soweit, daß er den tieferen Sinn dieser festlichen Veranstaltung erfaßte, sonst hätte Nero höchst wahrscheinlich die freundliche Einladung mit verbindlichstem Danke für die ihm zugedachte Ehre abgelehnt. So läßt er vorläufig seine kleinen Schutzbefohlenen ruhig auf dem seligen Glauben, daß sie ihrem Nero ein Gastmahl bereiten.