Paul Bürde (Die Gartenlaube 1874/24)

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Textdaten
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Titel: Paul Bürde
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aus: Die Gartenlaube, Heft 24, S. 394
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[394] Paul Bürde, der talentvolle Zeichner der Gartenlaube, ist todt. Er erlag einem Brustleiden am Nachmittage des 23. vorigen Monats in Berlin, nachdem er noch in der letzten Stunde seines Lebens den Rest seiner Kräfte einer Holzzeichnung gewidmet, welche wir in einer der nächsten Nummern unseren Lesern mitzutheilen gedenken. Bürde’s Talent wurde neben einer anerkennenswerthen Erfindungs- und Compositionsgabe durch die glückliche Anlage charakterisirt, die Mannigfaltigkeit der Stoffe, welche Leben und Zeit ihm boten, frisch und unmittelbar zu ergreifen und schnell und keck, gewissermaßen noch mit dem Duft ursprünglicher Inspiration malerisch zu verkörpern. Als Portraiteur, namentlich Berliner Persönlichkeiten, hat er sowohl mit der Kreide wie mit dem Pinsel Vortreffliches geleistet. Ungemein fein fühlend in der Wahl seiner Gegenstände, wußte er auch bei Leistungen auf anderen Gebieten der Malerei durch Vorzüge der Composition und der Technik, sowie durch Eigenartigkeit der Charakteristik eine oft sehr ansprechende Wirkung zu erzielen. Aus seinen Zeichnungen und Bildern spricht die zarte Sinnigkeit und Reinheit seines Gemüthes den Beschauer äußerst wohlthuend an. Seine Beiträge für die Gartenlaube – wir erinnern nur an seine Pendants „Der Landwehrmann und die Picarde“ und „Der Landwehrmann und die Kurmärkerin“ (Nr. 1, 1873), an seine beiden Jugend-Portraits Bismarck’s (Nr. 25, 1873) und an seine Zeichnung „Bischof Ketteler segnet die Leiche des Fürsten Lichnowsky ein“ (Nr. 40, 1873) – sind fast ausnahmslos mit so allgemeinem Beifall aufgenommen worden, daß wir uns der Hoffnung hingeben dürfen, der Name Paul Bürde werde im Gedächtnisse der Freunde der Gartenlaube fortleben als derjenige eines der liebenswürdigsten unter den Künstlern unseres Blattes.