Petrarca - Sonett 211

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Textdaten
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Autor: Francesco Petrarca
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Titel: Sonett 211
Untertitel:
aus: Gedichte,
S. 159
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1804
Verlag: J. V. Degen
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Erscheinungsort: Wien
Übersetzer: Carl Streckfuß
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Quelle: Google und scans auf commons
Kurzbeschreibung:
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Son. 211.


Wie bangt mein Geist, wenn er des Tags gedenket,
     Wo Lauren ich verließ in ernstem Sinnen,
     Mit ihr mein Herz — mein einziges Beginnen
     Ists nun, daß dahin sich mein Auge lenket.
 

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Bey schönen Fraun, das Antlitz sanft gesenket,

     Stand sie und hieß der andern Reiz zerrinnen.
     Nicht froh, nicht trauerroll war ihr Beginnen,
     Als fürchtend, und vom andern nicht gekränket.

Sie hatte jeden Schmuckes sich begeben,

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     Der Perlen, Bänder und der Blumenketten,

     Die Rede schwieg, das Lächeln war verschwunden.

So ließ ich zweifelvoll mein theures Leben —
     Vor Ahndung, Träumen kann ich mich nicht retten,
     Gott geb’ es, daß sie mich umsonst verwunden.