RE:Aemilius

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 543–544
Pauly-Wissowa I,1, 0543.jpg
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Aemilius (die ursprüngliche Form ist Aimilius, welche in f. Cap., Act. triumph. und anderen Denkmälern häufig erhalten ist). Die Gens Aemilia gehörte zu den ältesten patricischen Geschlechtern (Plut. Aem. 2); nach ihr ist die Tribus Aemilia benannt, eine der 16 ältesten ländlichen Tribus (vgl. Mommsen St.-R. III 168). Die ältesten Aemilii, welche in den Magistratslisten vorkamen, führten das Praenomen Mamercus, daher wurde ein Mamercus auch als [544] Stammvater des Geschlechts ausgegeben. Nach den einen war er ein Sohn des Pythagoras δι’ αἱμυλίαν λόγου καὶ χάριν Αἰμίλιος προςαγορευθείς (Plut. Aem. 2. Fest. ep. p. 23), nach Anderen ein Sohn des (Pythagorasfreundes) Numa (Plut. Num. 8); Andere wieder fabelten von einer Aemilia, Tochter des Aeneas und der Lavinia, welche dem Mars Romulus geboren habe (Plut. Rom. 2), oder von Aimylos, einem Sohn des Ascanius (Fest. ep. 23). Das Geschlecht gelangte schon im 3. Jahrzehnt der Republik zum Consulat, gehörte zu den angesehensten während der ganzen Republik und am Anfang der Kaiserzeit; mit den iulischen Kaisern verschwinden auch die Aemilier. Tacitus ann. VI 27 urteilt: Aemilium genus fecundum bonorum civium, et qui eadem familia corruptis moribus, inlustri tamen fortuna egere (wie z. B. die Scauri), ein Urteil, welches den Thatsachen entspricht. Hervorragende Stirpes der Gens A. waren die Barbulae, Lepidi, Papi, Paulli, Regilli, Scauri (über die angeblichen Mamerci ober Mamercini vgl. unten Nr. 93ff.); als Praenomina kommen vor Gaius, Lucius, Mamercus, Manius, Marcus, Quintus, Tiberius.