RE:Agammeia

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 730
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Agammeia, Cap und Hafen von Troas, benannt danach, dass daselbst Laomedon seine Tochter Hesione ἄγαμος dem κῆτος aussetzte: Hellanikos frg. 133 (von C. Müller FHG I 63 verstümmelt aufgenommen) aus Stephanos Byz. s. Ἀγάμμεια, der die Angabe darüber dem grossen Apollodoros περὶ νεῶν β' (Schol. ABD Il. VIII 284, Hs. παρὰ Ἀπολλωνιῳ ἐν β' τῶν γενων, corr. Heyne, bei Müller FHG I 453ff. wiederum fehlend) entnahm, der sie zu II 557 Αἴας (wegen Teukros, des Genossen des Herakles bei Hesiones Befreiung) notieren musste. Vermittler war Herodianos π. ὀρθογρ. II 460 Lentz; π. καθολ. προσῳδ.. IA I 274f. Lentz; vgl. Hellanikos frg. 136 M. aus Schol. ABD Il. XX 146 und Art. Herakles, Hesione, Lesbides. Hierher gehört auch Hesych. Ἀγαμίας (l. Ἀγαμμεία) ἔνθα αἱ παρθένοι ἐξετίθεντο, nämlich dem κῆτος durch Laomedon von Ilion. Die Jungfrauen sind sicher die eine der drei Tochter der Phoinodamas (s. d.; Tzetzes z. Lykophr. 951. 471ff.) und Hesione (s. d.). Dieselbe Mehrzahl der Geopferten auch bei Palaiphatos 38 p. 300 Westerm., dem Mythogr. Vatic. II 193. I 136 und namentlich Diodor. IV 42 und 49, der über Dionysios Skytobrachion (E. Schwartz de Dion. Scytobr. 1. 13. 31. 46) aus Hellanikos schöpfte.