RE:Alalkomeneus 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,1 (1893), Sp. 12761277
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2) Gründer und Heros eponymos von Alalkomenai, [1277] Autochthone: er soll der erste Mensch gewesen und aus dem Kephisossee hervorgetaucht sein. Frg. adesp. bei Bergk PLG⁴ III 712f. (wo jedoch Ἀλκομενεύς überliefert ist). Paus. IX 33, 5. Plut. de Daed. Plat. 6. Er zieht die Athena auf (s. Alalkomeneis Nr. 1). Er ist der Gatte der Niobe (Schol. TB zu Il. XXIV 602), nach anderer Version der Athenais, der Tochter des Hippobotos, und durch diese der Vater des Glaukopos (Steph. Byz. a. a. O.). In einem ehelichen Zwiste zwischen Zeus und Hera, die ihren Gatten verlassen hatte, erteilt A. dem ersteren den Rat, ein Stück Holz als Puppe auszustaffieren und sich zu stellen, als führte er diese heim. Zeus thut so, und Hera, von Eifersucht geplagt, kehrt zurück und söhnt sich mit Zeus aus; das giebt die Veranlassung zu dem Feste der kleinen Daidala (Plut. a. a. O.), die von den Plataeern in einem Haine bei Alalkomenai gefeiert werden (Paus. IX 3, 4).