RE:Alkibiades 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 1532
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3) Sohn des grossen A. und seiner Gattin Hipparete, der Tochter des Hipponikos (Isokr. XVI 45). Der Klatsch der Redner hat von seiner Persönlichkeit ein lächerliches Zerrbild entworfen, dessen Züge in den für und gegen ihn geschriebenen Reden des Isokrates (XVI περὶ τοῦ ζεύγους) und Lysias (XIV. XV) erhalten sind. Seine Schwester war mit dem Keryken Hipponikos, einem Sohne des Kallias, vermählt und soll von ihrem Gatten wegen Incestes, den sie mit ihrem Bruder verübt, verstossen worden sein. Lys. XIV 28. Toepffer Att. Geneal. 180. Die Redner berichten eine Menge wenig schmeichelhafter Züge aus seinem Privatleben. In das politische Leben ist er während des korinthischen Krieges getreten, in einer wenig rühmlichen Weise, die ihn nachträglich in einen Process verwickelte (Lysias XIV Κατ’ Ἀλκιβιάδου λειποταξίου. XV Κατ’ Ἀλκιβιάδου ἀστρατείας). Vgl. F. Blass Gesch. der att. Beredsamkeit I² 486ff.