RE:Alkimos 18

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 1543–1544
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18) Historiker (FHG IV 296–298. Susemihl Litt.-Gesch d. Alex. I 592. 593) aus Sicilien (Athen. X 441a), schrieb Σικελικά (Athen. VII 322 a), von denen ein Buch den Separattitel Ἰταλική führte (ἐν τῇ ἐπιγραφομένῃ τῶν βίβλων Ἰταλικῇ Athen. X 441 b), und 4 Bücher Πρὸς Ἀμύνταν (Diog. III 9ff.), in welchen er nachweisen wollte, dass Epicharmos, d. h. die von ihm für echt gehaltene sophistische Fälschung aus der 2. Hälfte des 5. Jhdts. (vgl. Wilamowitz Herakl. I 29f.), grossen Einfluss auf die platonische Ideenlehre gehabt hätte. Da Amyntas ohne Zweifel der Mathematiker und platonische Schüler aus Herakleia ist (Ind. Hercul. 6, 1. Procl. ad Eucl. p. 67 Friedl., falsch steht Diog. III 46. [1544] IX 40. Aelian. v. h. III 19 Ἀμύκλας) und hierzu sehr gut passt, dass A. Lehrvorträge Platons (ἐν τῇ περὶ τῶν ἰδεῶν ὑπολήψει Diog. III 15) anführt, muss A. jüngerer Zeitgenosse Platons sein und für den ältesten Vertreter der Bewegung gelten, welche die westgriechische Kultur dem Mutterlande nahezubringen suchte – so sind auch die Bücher Πρὸς Ἀμύνταν aufzufassen – und in den Werken des Lykos von Rhegion und vor allem des Timaios gipfelte. Mit dem Rhetor Alkimos, den Stilpon bezauberte (Diog. II 114), kann er nicht identificiert werden.