RE:Anas

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2064
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Anas, gen. Anae (ὁ Ἄνας), einer der Hauptströme Spaniens, kommt aus den Gebirgen bei Laminium (an den Grenzen der Oretaner und Keltiberer) im östlichen Spanien (Strab. III 148. 162. Plin. III 6), nimmt, nachdem er anfangs in einem regelmässigen Bette, zuweilen unter der Erde sich verlierend (Plin. a. a. O.), westwärts geströmt, unterhalb Augusta Emerita eine südliche Richtung, fliesst somit meist parallel mit dem Baetis, die Grenze zwischen Baetica und Lusitania bildend, durch das metallreiche Baeturien, und fiel sonst in zwei Armen in den Ocean (Strab. III 140; vgl. Mark. Herakl. II 4. 10 in C. Müllers Geogr. Graec. min. I 543. 546), während er jetzt nur noch eine Mündung hat, bei Aesuris (die andere jetzt vertrocknete war bei Lepe; vgl. Florez Esp. Sagr. XIII 42). Seine Schiffbarkeit erstreckte sich nicht sehr weit aufwärts, auch konnte er nur mit kleinen Fahrzeugen befahren werden (Strab. III 142). Von seinen nicht unbeträchtlichen Nebenflüssen wird nur der Adrus (s. S. 421) genannt. Vgl. noch Strab. III 139f. Mela II 87. III 3. 6. Plin. IV 116. 117. Itin. Ant. 431, 8. 446, 10. Er führt noch immer den alten Namen, denn Guadiana, wie er seit der Herrschaft der Araber heisst, bedeutet Wasser des A. oder A.-Strom.