RE:Anchoë

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2111
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Anchoë (ἡ Ἀγχόη), Platz und gleichnamiger See – wohl irrtümlich Stadt Plin. n. h. IV 26 – in der Nähe der früher zu Lokris, später zu Boiotien gehörigen Stadt Ober-Larymna, nordöstlich vom Kopaissee, wo der boiotische Kephissos, nachdem er ein Stück unterirdisch geflossen, wieder zum Vorschein kam und ins euboeische Meer ging, Strab. IX 406. Über den Platz, wo der Fluss bei hohem Wasserstande des Sees wieder hervorbricht, jetzt Nerotribio, auch Kephalari, s. Ulrichs Reisen und Forschungen in Griechenland I 222. Lolling Hellen. Landesk. 123, 2. Auch einige Quellen in Mysien hiessen Ἀγχοαί nach Hesych.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S III (1918), Sp. 99
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     S. 2111, 10 zum Art. Anchoë:

Den See A. sah Bittner Denkschr. Akad. Wien XL (1880), 2ff. in dem Kesseltal oben von Larymna, der vielleicht erst durch Menschenhand abgeleitet wurde; dagegen, wohl mit Recht, sieht Philippson Ztschr. d. Ges. f. Erdk. zu Berlin XXIX 50f. den See in dem relativ tiefen Quellteich bei Kephalari. Im Altertum kam das Wasser dieser Quellen wahrscheinlich von Katavothren nr. 4 und nr. 6 (Philippson). Seit der Entwässerung des Kopaissees aber sind diese Quellen im Sommer vollständig trocken. Vgl. noch Philippson Ztschr. d. Ges. f. Erdk. zu Berlin XXV 389. In Ὀγχόη Φωκίδος und Ἄχναι Βοιωτίας bei Steph. vermutete K. O. Müller Orchom. 51 A falsche Lesarten für Ἀγχόη.