RE:Andronpolis

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 2168
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Andronpolis (Ἀνδρῶν πόλις Ptol. IV 5, 46; Ἀνδρῶν Hierocl. 724, 8; Andros Not. Dign. Or. XXVIII 9 = Andro ebd. 18. Itin. Ant. 154, 1. 155, 3; Ἄνδρω Athanas. ad Antioch. 10? = Androca Geogr. Rav. 130, 18), Stadt Unterägyptens am Westrande des Deltas, vielleicht das jetzige Schabur, oder (Griffith in A. Gardner Naukratis II 80) das altägyptische ʾAmw, jetzige Kûm el-Ḥiṣn; gelegentlich von Neueren als Synonymon von Archandrupolis (s. d.) betrachtet, Hauptstadt des Nomos Ἀνδροπολίτης. Vermutungsweise hat Cellarius (Notitia orbis antiqui II² 773. 795; vgl. D’Anville Mémoires 70ff. Mannert Geograph. X 1, 596. Tôchon Médailles des nomes 225f. Pinder und Friedländer Beiträge zur älteren Münzkunde I 148f.) die Hypothese aufgestellt, dass unter dem Gynaikopolites (s. Gynaikonpolis) derselbe Nomos zu verstehen sei. Aelia Andropolis in der Praetorianerliste Eph. epigr. IV 891, 12. In späteren Zeiten hatte A. als Besatzung eine Legion. Vgl. auch Mélanges d’archéologie egypt. et assyr. III 105f.