RE:Aoos 4

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band I,2 (1894), Sp. 26582659
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4) Ἄωος, weitere Hellenisierung des phoinikischen Ao (s. d.). In dem Artikel des Et. M. ist diese Namensform für Adonis nicht direct bezeugt. Es wird dort 117, 38 nach Phileas berichtet (vgl. Hesych. s. Ἀῶοι), der erste kyprische König habe [2659] A. geheissen, ein Sohn der Eos und des Kephalos, nach ihm heisse auch das Gebirge Aoïon, und den einen der beiden auf diesem entspringenden Flüsse nenne Parthenios A. Hier ist die Genealogie veranlasst durch eine griechische Etymologie des ursprünglich ungriechischen Wortes Ἀῶος = ἑῷος, die aber unrichtig und spät ist, da sie attischen Vocalismus in den kyprischen Dialekt voraussetzt (trotz Ahrens in Kuhns Ztschr. III 174, dem Crusius in Roschers mythol. Lex. I 388 folgt).