RE:Arima 2

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 825
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2) Ἄριμα oder Ἄριμοι (Il. II 783. Pind. frg. 93. Nonn. Dion. I 321. Hesych. Suid.: alle diese nur in der Form εἰν oder ἐν Ἀρίμοις; vgl. Nonn. Dion. I 140. XXXIV 184), Ort, wo nach der Ilias Typhoeus unter der Erde gefesselt lag; von den Alten verschieden localisiert, in Lydien, Kilikien, Syrien und den Pithekusen (Strab. XII 579. XIII 626f. XVI 750. 784) und bald als Volk erklärt (Strab. XVI 784f. Plin. n. h. V 127), bald als Berge (Kallim. bei Strab. XIII 627. Eustath.). Daher die Inarime der römischen Dichter, z. B. Vergil. Aen. IX 716.

Nachträge und Berichtigungen

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band S I (1903), Sp. 129
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S. 825, 31 zum Art. Arima Nr. 2.

Aus den sich gegenseitig widersprechenden Angaben der Classiker über die Lage von A. ergiebt sich, dass man im späteren Altertum nichts Genaueres darüber mehr eruieren konnte; doch weisen die zuverlässigsten Ansätze nach Kilikien und Nordsyrien. Entweder ist Arimoi Name der Aramäer = Syrer (s. d.), der in den Keilinschriften als Aramu, Arimu und Arumu erscheint, oder A. ist identisch mit der in den assyrischen Keilinschriften erwähnten Landschaft Arime, die sich etwa mit der östlichen Sophene deckt. Vgl. dazu Streck Ztschr. f. Assyr. XIII 81. XIV 169.