RE:Arkeisios

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II,1 (1895), Sp. 1161–1162
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Arkeisios (Ἀρκείσιος; und Ἀρκέσιος nach Herodian. Et. M.), Vater des Laertes (daher Ἀρκεισιάδης genannt, z. B. Od. IV 755), Grossvater des Odysseus (Hom. Od. XIV 182. XVI 118. Apollod. I 9, 16, 8. Hyg. fab. 173), Sohn des Zeus und der Euryodeia (Schol. und Eustath. Od. XVI 118. Ovid. met. XIII 144). Nach Aristoteles war er ein Sohn des Kephalos. Als dieser auf den kephallenischen Inseln wohnte, fragte er wegen seiner Kinderlosigkeit das Orakel um Rat. Die Weisung des Gottes, er solle dem ersten weiblichen Wesen, dem er begegnen würde, beiwohnen, befolgte er, als er nach seiner Rückkehr in die Heimat auf eine Bärin traf. Diese [1162] aber verwandelte sich später in ein Weib und gebar ihm den A. (ἀπὸ ἄρκτον vgl. Schwenck Rh. Mus. VI 1839, 527. Aristoteles in der Politeia der Ithakesier, Et. M. Herakl. Pont. 38, FHG II 223. Eustath. Hom. 1961, 19 vgl. 1756, 53). Nach anderen war er ein Sohn des Kephalos und der Prokris (Hyg. fab. 189), oder stammte von einem Sohne des Kephalos, Killos oder Keleos ab (Schol. min. und Eustath. Il. II 631).